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Schlechtes Gewissen? Nicht die Bohne!
 
 

 

Rubrik: Es gibt viel zu verdienen!

   (... sacken wir's ein!)

Verbraucher müssen Lkw-Maut mitbezahlen

ZITAT:

EINZELHANDEL: Ungeachtet der Warnungen von Verkehrsminister Manfred Stolpe will der Einzelhandel zusätzliche Kosten durch die Lkw-Maut auf die Preise umschlagen. Wirtschaftsverbände bezifferten die Zusatzbelastung auf rund 2,55 Milliarden Euro.

Berlin - Angesichts ohnehin niedriger Umsatzrenditen müssten die Unternehmen versuchen, "die mautbedingten Kostensteigerungen an ihre Kunden weiter zu reichen", erklärte Holger Wenzel, Geschäftsführer des Hauptverbands des Deutschen Einzelhandels in Berlin.

Verkehrsminister Stolpe hatte die Unternehmen erst am Wochenende davor gewarnt, Bruhahaha! Grööööhl! die Lkw-Maut über Preiserhöhungen an den Verbraucher weiterzugeben. "Wir werden gemeinsam mit den Verbraucherverbänden beobachten, ob die Einführung der Maut als Vorwand für Preiserhöhungen missbraucht wird", sagte Stolpe der Zeitschrift "Super Illu". Selbst wenn man die Maut umlegen würde, käme man für die meisten Waren nur auf Bruchteile eines Cent. "Super Illu? Ist das nicht das Hausblatt unseres Bundeskaspers? Manfred, Manfred! Laß' Dich bloß nicht erwischen!"

Wenzel sagte dazu, der Verkehrsminister solle sich nicht in die Preisgestaltung der Unternehmen einmischen, sondern dies dem marktwirtschaftlichen Wettbewerb überlassen. Der besonders harte Wettbewerb im Einzelhandel sichere den Verbrauchern in Deutschland ein im europäischen Vergleich niedriges Preisniveau. Und den Unternehmern Milliardengewinne ...

Eine zusätzliche Belastung wie die Lkw-Maut könne aber in vielen Fällen nur schwer kompensiert werden. Wie hoch die Preisanpassungen im Einzelfall ausfielen und ob sie sich überhaupt durchsetzen ließen, entscheide ganz alleine der Markt, der Preiserhöhungen enge Grenzen setze. Eine andere Hoffnung bleibt ja wohl auch nicht ...

   ZITAT ENDE.

© 2004 - FW

"Ungeachtet der Warnungen"! WARNUNGEN??! - Wem will der Vater aller Debakel denn eigentlich Angst machen? Über diese Witzfigur lacht schon lange nicht nur ganz Deutschland, allen voran die Bande von der TollenCollecte. Der Handel kommt aus der gleichen Ecke, warum also sollten die diesen Versager im Ministerrang ernster nehmen als DaimlerChrysler, Telekom und Konsorten?
   FAZIT: Es ist doch völlig klar, wer in der Bananenrepublik Doitschlannt die Zeche für die "Politik" der Berliner Puppenkiste, auch und vor allem in Sachen an-die-Wand-gefahrene-Großprojekte, bezahlt. Da sollten die aktuellen Ejakulate des Handels doch nun wirklich keine Überraschung mehr sein. Schließlich haben sie nach dem angeblich so tollen Weihnachtsgeschäft ja wieder reichlich Oberwasser!
   Wer von den Berliner Dumpfbacken hat denn auch nur für eine Sekunde geglaubt, irgendwelche Unternehmer würden freiwillig Eichels leere Kassen füllen, und sei es, über den Umweg Lkw-Maut? Von wem die sich die Kohle wiederholen, ist doch wohl klar, da kann der gute Manfred warnen, soviel er will. Bleibt nur zu hoffen, daß er doch irgendwann noch mal über seine dummen Sprüche stolpert ...

© 2004 - FW

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Rubrik: Hartz IV wirkt!

Sozialverband hält Berechnung für unseriös

ZITAT:

Ab Januar gilt Hartz IV. Bei der Ermittlung der Höhe von Sozialhilfe, Sozialgeld und Arbeitslosengeld II sei "unseriös und manipulativ" vorgegangen worden, lautet der Vorwurf des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes. Die neuen Regelsätze seien um ein Fünftel zu niedrig.

Um die Ansprüche der Hartz-IV-Empfänger klein zu rechnen, seien die statistischen Grundlagen des Regelsatzes geschönt und willkürlich umgesetzt worden, kritisierte DPWV-Geschäftsführer Ulrich Schneider. So sei mit einem neuen Statistikmodell im vergangenen Mai der Versuch gestartet worden, die Höhe der Sozialhilfe anhand des Ausgabeverhaltens unterer Einkommensschichten festzulegen. Dadurch werde "eine wissenschaftliche Objektivität vorgegaukelt, die in Wahrheit nicht gegeben ist", sagte Schneider und fügte hinzu, dass mit "absurden Argumenten" und gezieltem Kleinrechnen beinahe "skurrile Beträge" ermittelt worden seien. An Einzelbeispielen listet der Verband bei der Präsentation seiner Ergebnisse am Montag in Berlin unter anderem auf:

  • Untere Einkommensschichten geben laut der Verbrauchsstatistik, die dem neuen Regelsatz zugrunde liegt, jährlich 300 Euro für Kleidung aus - vom Unterhemd über den Pulli bis zur Mütze. Diese ohnehin nicht gerade üppige Summe hätten die Beamten um zehn Prozent gekürzt, so der DPWV. Begründung: In den 300 Euro hätten auch ein Maßanzug oder ein Pelzmantel enthalten sein können, die Sozialhilfeempfängern aber nicht zustünden. Maßanzug? Pelzmantel? für € 300??? Wer hat denen eigentlich ins Gehirn geschissen?
  • Mit dem gleichen Argument ("Keine Maßschuhe für Leistungsempfänger!") wurden die monatlichen Ausgaben für Schuhe von 7,61 Euro auf 6,09 Euro bei Erwachsenen, bei Kindern von 4,57 Euro auf 3,66 Euro gekürzt. Recht so! Sollen die Rotzbälger doch aufhören zu wachsen, dann brauchen sie auch nicht 2-mal pro Jahr neue Schuhe!!! Endlich hat mal einer den Mut, uns Sozialschmarotzern zu zeigen, wo der Hammer hängt!!!

   ZITAT ENDE.

© 2004 - FW

Nur, daß wir das richtig verstehen. Hatte unser aller Meister-von-den-leeren-Schatullen nicht gerade noch gejammert, das die nur 10% abgelehnten "Hose-runter!"-Anträge nicht ausreichten, um den gewünschten Sanierungseffekt zumindest für sein Portemonaie zu bewirken? Wie niedrig wäre denn wohl die Ablehnungsquote erst ausgefallen, wenn hier nicht, wie oben beschrieben, 20% Bonus-Beschiß ab-gerechnet würden?
   Und wann werden unsere unkündbaren, tintespritzenden, sesselfurzenden, selbstherrlichen und offenbar auch intellektuell ziemlich simpel strukturierten Beamten endlich mal zur Kasse gebeten?

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Rubrik: Chuzpe ist geil!

Eichel attackiert die Bundesbank

ZITAT:

VERKAUF DEUTSCHER GOLDRESERVEN: Der Bundesfinanzminister ist verärgert, weil die Bundesbank nicht wie erhofft einen größeren Teil ihrer Goldreserven verkauft und dadurch den Haushalt entlastet. Hans Eichel unterstellte der Notenbank, sie gehe nicht verantwortungsvoll mit Volksvermögen um.

   ZITAT ENDE.

WAS, bitte, unterstellt der Herr der chronisch-leeren-Kassen der Bundesbank? DAS muß man wirklich mehrmals lesen, allein, der Glaube an soviel Dummdreistigkeit will sich beim besten Willen nicht einstellen ...

© 2004 - FW

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Rubrik: Chaos ist geil!

Handel plant Pfandfreiheit für ausländische Dosen

ZITAT:

PFAND-HICKHACK: Im Gerangel um das Dosenpfand plant der Einzelhandel den nächsten Querschuss. Mehrere Supermarktketten wollen Dosen und Plastikflaschen ausländischer Hersteller bis zum Start des einheitlichen Rücknahmesystems Mitte 2006 ohne Pfand verkaufen. Die Bundesregierung spricht von einer "Chaos-Strategie". Wie bitte? "Einheitlich"? Ab wann? "Mitte 2006"? (Wie war das doch noch gleich mit einem der anderen zahlreichen Debakel der Berliner Puppenkiste in Sachen Arbeitsplatz- und Steuergeldvernichtung?: "Die Maut kommt!"?)

   ZITAT ENDE.

© 2004 - FW

So-so. Aah-Ja. Die politische Elite unserer Bananenrepublik spricht also von einer "Chaos-Strategie"? Wir erinnern uns, wer diesen ganzen unausgegorenen Dummfug überhaupt erst angezettelt hat? Richtig! Der grüne Oberspinner in der Berliner Puppenkiste! Man sollte Jürgen-würgen, bis er aufhört zu denken. Obwohl: wenn man es richtig betrachtet, tut er das (das Denken) ja schon seit Jahren nicht mehr.
   (Wenn er es denn überhaupt jemals tat ...).

   Abgesehen von den chaotischen Ejakulaten unserer Volksvertreter bin ich der Meinung, daß es eigentlich nur noch besser werden kann: Der hier in der Gegend weit verbreitete Discounter NETTO setzt dem ganzen Schwachsinn die Narrenkappe auf: hier nimmt man nicht nur, wie auch bei Aldi, Lidl und Konsorten, ausschließlich die eigenen, durch Prägung ohnehin eindeutig gekennzeichneten PET-Gebinde zurück, nein: man muß auch den beim Kauf dieser Behälter eigens gedruckten Pfandbon dabeihaben. Man kann davon ausgehen, daß diese Schikane ein nettes Zubrot für Netto darstellt: man muß dort nur DIE Gebinde (gegen Pfanderstattung!) zurücknehmen, die redundant ausgewiesen wirklich, wahrhaftig, tatsächlich, ganz bestimmt!, dort erworben wurden. "Ehrlich!"
   Auf den Punkt gebracht heißt das für den Kunden: "Zettel weg, Kohle weg!"

© 2004 - FW

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Rubrik: HARTZ IV wirkt!

Eichel warnt vor höheren Kosten bei Hartz IV

ZITAT:

FINANZ-FEHLPLANUNG: Die umstrittene Arbeitsmarktreform Hartz IV wird zum Jahresanfang nicht die erhofften Einsparungen bringen, das schwant inzwischen auch dem Finanzminister. Ich glaube nicht, daß dem was "schwant". Und selbst wenn dem so wäre, würde er ganz sicher nicht von seinem "Augen zu und durch!"-Kurs abweichen. Der Grund: Bisher sind weniger Anträge auf das neue Arbeitslosengeld II abgelehnt worden, als die Regierung erwartet hatte.

Berlin - Zunächst einmal wollte Hans Eichel ein Lob auf seine eigene Partei loswerden. Eigenlob stinkt zwar, aber wenn sonst nix kommt, muß man halt auch mal die Nasenklammer (er)tragen ... Hartz IV sei eine sinnvolle Reform, die mehr Menschen in Arbeit bringe und langfristig den Staatshaushalt entlaste, was allerdings weder bisher bewiesen wurde noch in absehbarer Zeit zu beweisen sein wird.

Dann kam die Einschränkung: "Niemand kann ausschließen, dass wir kurzfristig höhere Kosten haben werden als eingeplant." Er fügte hinzu: "Das müssen wir dann - im Sinne der Reform - in Kauf nehmen. Aber auch das werden wir schon stemmen." Genau. WIR stemmen das. Wir: das sind die Arbeitslosen und sonstigen Sozialschmarotzer, er und die anderen Regentänzer in der Berliner Puppenkiste werden beim WIR-Spiel bestimmt nicht mitmachen!

Nach Informationen der Zeitung sind bislang nur rund zehn Prozent der Hartz-IV-Anträge abgelehnt worden. Die Bundesregierung sei bei ihren Planungen von einer deutlich höheren Quote ausgegangen. Das ist natürlich eine ärgerliche Panne ... Aus der Bundesregierung verlaute aber, bislang seien vor allem die einfachen Fälle abgearbeitet worden. Und wann wollt Ihr die schwierigen Fälle bearbeiten? Bis zum Inkrafttreten dieser hervorragend geplanten und noch hervorragender umgesetzten Reform sind es ab heute gerade mal noch 12 Tage, von denen mindestens die Hälfte durch Feier- und Brückentage plattgemacht werden, damit die verantwortlichen Sachbearbeiter in den Beamtentagesstätten ihren Jahresendurlaub auf den Malediven nicht zu sehr verkürzen müssen?! Deswegen könne die Ablehnungsquote noch steigen. ... sie sind einfach nicht glücklich, wenn sie keine Luftschlösser bauen können, nicht wahr, Herr Eichel?

Eichel sagte: Bisher sei noch nicht ganz klar, ob wirklich mehr Geld gebraucht werde. Unqualifizierter Zwischenruf aus der dritten Reihe: "War Ihnen überhaupt jemals irgendetwas klar, Herr Eichel? Abgesehen von der Tatsache, daß es sich als Berufspolitiker hervorragend auf Steuerzahlerkosten leben läßt?" "Das sehen wir erst, wenn alle Anträge bearbeitet sind. Und das dauert noch", sagte Eichel. So-so. "Das dauert noch". Tick-tack, tick-tack, Herr Eichel! Und was machen die Sozialschmarotzer mit den "schwierigen" Anträgen solange?

   ZITAT ENDE.

© 2004 - FW

Frage: "... weniger Anträge abgelehnt als erwartet ...": heißt das etwa, daß es doch mehr Berechtigte gibt, "als erwartet"? Oder haben der gute Peter Hartz bei seiner Erfindung und/oder die Bewilligenden bei der Bewertung der eingereichten "Hose-runter-Formulare" in den "Agenturen für Arbeit" einfach nur (wieder mal) Mist gebaut?
   Wie auch immer: man muß nur genügend Steuergelder verbraten, dann wird über kurz oder lang (hier wohl eher über lang) auch für dieses Debakel ein passender Sündenbock ausgemacht worden sein und Eichel die Chance haben, vieleicht doch noch mal unter die berühmten 3 EU-Prozente zu kommen. Oder auch nicht.
   Die bisherigen Erfahrungen mit der Berliner Puppenkiste lassen zu Recht befürchten, daß auch im nächsten Jahr wieder reichlich mehr Geld ausgegeben wird, als in der Kasse ist ...

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Rubrik: Wir sind aber auch alle echte Neidhammel!

Kohle, wem Kohle gebührt.

Man hört es, doch man mag es kaum glauben: Die Galionsfiguren der 30 DAX-Größen haben sich teilweise dazu durchgerungen, ihre Almosen aufzudecken. Nicht wirklich überraschend dabei ist die Tatsache, das die Unternehmenslenker mit den höchsten Entlassungsquoten auch fast durchweg die fettesten Gehälter einstreichen. Und wieviel dieser Herr wohl erst eingesackt hätte, wenn der Combino und so einiges Andere aus dem Hause Siemens nicht geflopt wären?

Hier gibts die die Auskunftsfreudigen, dort die Geheimniskrämer. Absolut sehenswert, denn: die zum Teil unübertrefflich überheblichen, zum Teil angesäuerten, zum Teil in Selbstrechtfertigung verzerrten und die (allerdings überwiegend) feist zufriedenen Minen einiger Herren (beider Fraktionen) sprechen Bände ...

Frage: Inwiefern kann man diesen Zahlen überhaupt trauen? Man muß schließlich zwischen zu versteuerndem Regelgehalt und all den anderen kleinen Zubroten, auch von den doch zum Teil gar nicht allgemein bekannten "Nebenjobs" dieser Herren als Berater und Aufsichtsratsmitglieder anderer Unternehmen unterscheiden.
   FAZIT: Man darf wohl ohne viel Phantasie oder bösen Willen davon ausgehen, das auch hier nur die Spitze des Eisberges im Selbstbedienungsmeer der deutschen Elite zu sehen ist. Ein realitätsentrückter Träumer, der ernsthaft glaubt, diese Klientel legte überhaupt alle Karten, zudem auch noch offen, auf den Tisch ...

© 2004 - FW

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Rubrik: Das war wohl (mal wieder) nix!

(... wie üblich und erwartet.)

 

Olympisch denken!

Wichtig ist nicht, ob man verliert oder gewinnt.
Wichtig ist nur, einen Schuldigen zu finden!
( - Und jemanden, der die Zeche zahlt! - )

ZITAT:

FÖDERALISMUS-DEBAKEL: Keiner will schuld sein

Nach dem Scheitern der Föderalismusreform fallen Regierung und Opposition mit gegenseitigen Schuldzuweisungen übereinander her. Darüber, ob und wann ein neuer Anlauf unternommen werden soll, gehen die Meinungen auseinander.
- "gegenseitige Schuldzuweisungen": der normale Informationsaustausch in der deutschen Politik.
- "auseinandergehene Meinungen": DAS ist Opposition!


FÖDERALISMUS-FIASKO: Politiker patzen bei der "Mutter aller Reformen"
Optimismus pur hatten die Vorsitzenden der Föderalismuskommission, Müntefering und Stoiber, in den letzten Tagen ausgestrahlt. Vergeblich. Clement ist ein guter Lehrmeister! (und leider nicht nur in Sachen "Optimismus ausstrahlen": das mit dem Versagen haben sie doch wohl auch beim "Regentänzer der Nation" abgeschaut...) Nach über einem Jahr Verhandlung scheiterte die Staatsreform. SPD und Union schieben sich gegenseitig die Schuld zu. Ein Beteiligter sprach von einer "Katastrophe für die politische Klasse insgesamt". "Katastrophe"? Wohl eher doch der alltägliche Wahnsinn, mithin der Normalzustand in der deutschen Politik!

   ZITAT ENDE.

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Da unsere "politische Klasse" offensichtlich einer Schule für geistig Schwerstbehinderte angehört, ist der Ausgang dieses langwierigen Geschwafels doch keine Überraschung. PISA läßt (leider auch hier!) mal wieder herzlichst grüßen.
   Vor laufenden Fernsehkameras von den beteiligten hochbezahlten Dumpfbacken lachend vorgebrachte gegenseitige Schuldzuweisungen sind alles, was nach mehr als einem Jahr infantiler Streitereien übrigbleibt.
   An die Kosten für die Erstellung und nachfolgende Vernichtung riesiger Aktenberge sollte man besser gar nicht erst denken. Wie gut, das es in unserem Elitestandort Deutschland keine realen Probleme, wie z.B. millionenfache Langzeit-Arbeitslosigkeit, gibt.
   Wie würde unsere "politische Klasse" wohl mit einer derartigen Schwierigkeit umgehen?

   FAZIT: Die Bananenrepublik Doitschlannt hat genau die Regierung, die sie verdient.

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Rubrik: Mitnahme-Mentalität

(... unserer Volksvertreter)

 

Sie kriegen den Hals nicht voll!

Und hier die neueste Dreistigkeit der Witzfiguren in der Berliner Puppenkiste: Wie zu hören ist, haben sich unsere Volksvertreter zähneknirschend mit dem (nur!) Vorkaufsrecht auf zwei Eintrittskarten pro Nase zur Fußballmeisterschaft abgefunden, nachdem ein Außenseiter das vorhergehende Abseits-Foul mit den reservierten Freikarten für unsere Elite ausposaunt hatte. (Dieser Arsch gönnt unseren am Hungertuch nagenden Volksvertretern scheinbar nicht einmal das berühmte Schwarze unter den Fingernägeln. Was für ein Neidhammel!

FAZIT: Mal ganz ehrlich: nach verbilligtem Strom und Gas für das Gehaltsgeber-finanzierte Eigenheim und Gehaltszahlungen auch noch nach dem Ausscheiden bei der RWE (s.u.) ist diese Kiste eigentlich keine Überraschung mehr. Wären unsere Damen und Herren nicht vom Stamme "Nimm!", säßen sie auch sicher nicht auf diesen Posten ...

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Rubrik: Nimm alles mit, was du kriegen kannst!

Meyer soll noch als CDU-Generalsekretär RWE-Gehalt kassiert haben

ZITAT:

ZEITUNGSBERICHT - Laurenz Meyer gerät weiter unter Druck. Laut einem Bericht der "Berliner Zeitung" hat er vom Stromversorger VEW auch dann noch Gehaltszahlungen erhalten, als er bereits CDU-Generalsekretär war. Ein CDU-Sprecher verwies auf Meyers Erklärung, wonach er nach April 2001 kein Geld mehr bekommen habe.

   ZITAT ENDE.

Frage: Kriegen diese Schweinepriester den Hals eigentlich nie voll? Das mit dem billigen Strom für diesen Herrn ist ja wohl ganz offensichtlich nur die vielbemühte Spitze des berühmten Eisbergs?
   Und wer wohl noch alles auf der Ruhegehaltsliste der RWE steht? Ein echtes Wespennest, wie's scheint ...

© 2004 - FW

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Rubrik: Die Maut kommt!

Ausländische Spediteure sind nicht vorbereitet

ZITAT:

MAUT-SYSTEM - Obwohl das Maut-System technisch funktioniert Wer hat denn das jetzt so unvermittelt festgestellt? Wie? BEAMTE aus dem Verkehrsministerium? Ach so. Na denn ..., zeichnet sich zum Start ein Chaos an Deutschlands Grenzen ab: Viele ausländische Spediteure haben einem Zeitungsbericht zufolge noch keine Erfassungsgeräte in ihren Lastern installiert. Das liegt aber doch bestimmt nicht an fehlendem Vertrauen in die deutsche Hochtechnologie, oder? Vieleicht sind profanerweise ja auch einfach nur zuwenige dieser Zauberkästchen verfügbar. Das wäre nachvollziehbar, denn außer dem Zählen des Geldes, das in die eigenen Kassen fließt, haben die tollen Collecteure wohl doch eher Probleme mit der (technischen) Mathematik ... Vor allem Großbritannien, Spanien und die Schweiz hinken beim Einbau der On-Board-Units hinterher.

   ZITAT ENDE.

... vor allem Großbritannien, Spanien und die Schweiz. Aah-Ja. Die sieht man auf deutschen Autobahnen (zumindest hier in der Nordlicht-Region) auch eher sehr selten. Das Problem liegt also vermutlich mal wieder ganz woanders, vorzugsweise im technischen oder administrativen Bereich.
   PPP - Pleiten, Pech und Pannen: diese Phrase charakterisiert das Maut-Desaster über die Jahre, in denen Milliarden an Steuergeldern verbrannt wurden, nur um den deutschen "High-Tech-Vorzeige-Unternehmen" zu ihren fetten Gewinnsteigerungen im 3-stelligen Prozentbereich zu verhelfen.
   Und der gute Manfred stolpert vor den Kameras herum, als wenn das alles nie passiert wäre! Frechheit siegt. Ist ja auch egal, denn seine Kumpels in der Berliner Puppenkiste, allen voran sein Chef und der Regentänzer von der Arbeitslosenverarschung, sind ja schließlich nix besser, wenn es um die Versenkung von Steuergeldern in nutzlose Beraterverträge zur Imageförderung überflüssiger Behörden und an-die-Wand-gefahrene Großprojekte geht ...
   "Einigkeit (auch im Versagen!) macht stark!"

   Im Übrigen wage ich an dieser Stelle eine, zugegeben - ketzerische, Prognose: In etwa 5 bis 10 Jahren hat man dann auch ganz plötzlich bei den TOLLEN COLLECTEUREN herausgefunden, was man mit dem ominösen "GPS" (schon heute) alles anstellen kann. Das führt dann zur deren nächster tollen Kollekte, gefüllt durch den Ersatz der OBUs mit GPS-Sendern und den "Rückbau", sprich Abriß und natürlich Entsorgung der dann zu teurem Sondermüll mutierten schicken Antennenbrücken über den Fahrbahnen. Sowas nennt man denn auch wohl "Folgegeschäft durch Kundenbindung". Das ist natürlich alle Mal einträglicher als die Nutzung bereits vorhandener Techniken und Infrastrukturen, wie z.B. die überall in der Landschaft herumstehenden Mobilfunktürme ... An weitere Möglichkeiten, wie zum Beispiel eine permanente Geschwindigkeitsüberwachung vor allem unserer Freunde aus den Niederlanden (mit automatisierter Bescheiderstellung!), die ja auch erkleckliche Summen in Eichels chroisch leere Kassen brächte, wage ich kaum zu denken ...
   FAZIT: "Gut geplant, das Ganze! Respekt!"

© 2004 - FW

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Rubrik: Eine Lanze für Peter Clever

Chaos in der Beamtentagesstätte

"Der Stall (zumindest das Klingelschild) ist zwar neu, aber die Gäule sind dieselben!"
- Das AA-Motto des Jahres 2004 -

Um den schwadronierenden Mitgliedern der Berliner Puppenkiste mal ein wenig von dem zu zeigen, was sie zum Bedauern der deutschen Sozialschmarotzer selbst nie erleben werden, im Nachfolgenden ein paar meiner persönlichen Erlebnisse mit dem "Arbeits"-amt, mittlerweile ja auch bekannt als die (-zumindest Herrn Clement nach- zu Unrecht schlechtgeredete?) Agentur "für Arbeit":

Nach meiner Zeit beim Barras bis Anfang der 90er, da ich als ehemaliger "15-Ender" natürlich keinerlei Ansprüche habe, bin ich an ein semi-privates Institut, um in einer 2-jährigen Vollzeitausbildung zum Anwendungsinformatiker/Software-Ingenieur etwas Brauchbares zu erlernen und meine Familie ohne Sozialhilfe über Wasser halten zu können. Daß man beim AA natürlich nichts von diesem Studiengang und der ausgewiesenen Förderberechtigung weiß (Unterhaltsgeld, allerdings aus vorgenanntem Grund nicht für mich, da muß ich dann doch wohl oder übel zum Sozialamt, betteln, zumindest bekomme ich aber das Spritgeld vom AA erstattet ...), versteht sich von selbst.
   Kaum haben die Lehrgangsteilnehmer, die den doch recht anspruchsvollen Eingangstest überlebten (24 von den etwa 130 ursprünglichen Bewerbern), den Lehrvertrag unterschrieben, kommt ein Mit"arbeiter" des AA unter seinem Schreibtisch hervorgekrochen, um uns zu motivieren, diesen Lehrgang doch auch erfolgreich zu beenden:
   "Meine Damen und Herren, ich darf Ihnen mitteilen, daß Sie aufgrund einer Dienstanweisung von heute morgen die offizielle Genehmigung haben, 25% der Lehrgangskosten (etwa DM 12.500) selbst zu tragen!" ("Ist das nicht ganz toll motivierend?")
   Und schon dürfen wir einen interessanterweise bereits unterschriftsreifen Ratenvertrag mit dem Ausbildungsträger signieren. Nun bin ich allerdings in der Lage, noch einen für dieses unchristliche Ansinnen beinahe ausreichenden Betrag beim Berufsförderungsdienst der Bundeswehr in petto zu haben: stolze DM 11.300! Die Kohle beantragen und an den Bildungsträger überweisen sind Eins. Die restlichen etwa DM 1.200 sind mit monatlich DM 100 vereinbarungsgemäß von meinem üppigen Monatssalär an die Schule abzustottern. Puuh! Nochmal Schwein gehabt!
   Wirklich? - Denkste! Irgendwie hat einer der Drehstuhlranger im AA diesen "Trick" spitzgekriegt und den AA-Anteil an den Lehrgangskosten für mich um weitere, man glaubt es kaum, exakt DM 11.300 gekürzt, mit der Maßgabe, einen neuen Darlehensvertrag mit dem Bildungsträger abzuschließen. Erst ein langwieriger Schriftwechsel und letztendlich die Drohung mit rechtlichen Schritten und einem öffentlichen Auftritt lassen diesen Kiffer von seiner Tütchen-induzierten Eingebung (zum nächsten Koffieshop ist's von hier ja nicht so sehr weit ...) dann doch recht unvermittelt Abstand nehmen.

***

   Nach erfolgreichem Abschluß des Lehrganges 2 Jahre später gehe ich nunmehr mit stolzgeschwellter Brust zu meinem "Arbeits-"Berater (nicht der Kiffer!), um ihn an seinen Teil unserer Abmachung(?) zu erinnern, sprich, mir bei der Jobsuche behilflich zu sein.
   Er weiß nicht, wer ich bin (okay), oder, was ich gemacht habe (auch damit kann ich gut leben), oder auch, daß der Lehrgang überhaupt gefördert wurde (was mich schon irgendwie wundert, in Anbetracht der Tatsache, das dieser Kurs als solcher schon seit einigen Jahren läuft!), und natürlich auch nicht, unter welcher Kennziffer ich denn nun einzusortieren bin (jetzt reicht's denn doch so langsam ...).
   Nachdem ich ihm all das und auch meine sonstigen zahlreichen auch zivilen Qualifikationen zur Kenntnis gebracht habe, gibt mir dieses arrogante Arschloch Folgendes zu fressen: Zitat:
   "Was, mehr haben Sie nicht vorzuweisen? Dann habe ich auch nix für Sie!"

***

   Ich habe denn letztendlich doch relativ schnell (wohlgemerkt, das war Mitte der 90er!) einen Job gefunden, der Vollständigkeit halber muß man aber sagen, daß das AA daran absolut keinen Anteil hat. (Wie auch zuvor und in der Folgezeit nicht.)

*** ***

   Einige Jahre später stehe ich dann nach einer (ungerechtfertigten und deshalb in der Folge vor dem Arbeitsgericht auch erfolgreich disputierten fristlosen) Kündigung aus einem Saftladen, in dem übrigens immer schon die 45-Stunden-Woche und unbezahlte Überstunden "satt" die Regel sind, wieder in den heiligen Hallen der Arbeitslosenverwaltung. Ich habe Anspruch auf Leistungen, wegen der Art meines Jobverlustes natürlich mit einer dreimonatigen Sperrfrist. Ein halbes Jahr später ist es dann aber raus: Die Kündigung ist ab sofort eine "fristgerechte", somit wird die Sperrfrist obsolet, die Leistungen für den Sperrzeitraum sind nachzuzahlen. Vier Wochen nach Meldung dieses Sachverhaltes bekomme ich denn auch schon die Neuberechnung mit der Angabe des noch ausstehenden Betrages, und der Androhung der Überweisung dieser nicht unerheblichen Summe "innerhalb der nächsten Tage".
   Und nun warten wir, es ist gerade Januar, der auch für mich teuerste Monat des Jahres, man kann sich also lebhaft vorstellen, das 3 fehlende Monatszahlungen schon irgendwie ein bisschen wehtun!? Im März wird mir die Sache endgültig zu bunt, und ich rufe zum humpfzehnten Mal an, um zu erfragen, wo die angedrohten Almosen denn nun bleiben? Nach einer kurzweiligen Viertel-Wartestunde am Telefon erfahre ich dann von der freundlichen Dame mit meiner Akte auf dem Schreibtisch, daß die Auszahlungsanweisung auch richtig in der Mappe liegt.
   "Die Auszahlungsanweisung LIEGT IN DER MAPPE???! WIE BITTE???! Sollte die nach knapp drei Monaten nicht eigentlich mal langsam in der Buchführung oder Zahlstelle aufgeschlagen sein, um eine Überweisung zu initiieren???"
   "Doch, ja. Das tut mir jetzt aber unendlich leid. Das muß der Kollege wohl vergessen haben."
   SAFTLADEN, verdammter!

***

   Nachdem dann fast zwei Jahre nach meinem Rausschmiß aus dem letzten Arbeitsverhältnis auch endlich die (gerichtlich erstrittenen) korrekten (höheren) Gehaltsmitteilungen beim AA eingehen, macht man hier folgerichtig eine Neuberechnung des Arbeitslosengeldes und schickt mir in der Folge schon nach wenigen Wochen die geänderten (4) Bescheide. Die Bescheide 1, 2 und 4 sind stimmig, was persönliche Daten und Beträge angeht.
   Was aber will Bescheid 3 mir sagen? DER ist mit den für mich zutreffenden Zahlungsdaten auf Bauer Harms im Nachbardorf ausgestellt. Das Ganze wird aus einer DATENBANK, in der es sogar korrekt eingepflegt wurde (Boah, Eyih!) erstellt. Wie, um alles in der schwer schuftenden, hehren Beamtenwelt, kommen da in einem Beleg, der zudem mittendrin sitzt, auf einmal die Schuhgröße (Kundennummer), Drehzahl, Öldruck und Firmenschild von Bauer Harms zum Ausdruck? Wir fragen besser nicht
   Wie auch immer, seit ich mit diesem Faux Pas persönlich dort aufgeschlagen bin, weiß ich, daß diese Tränen auch richtig schnell sein können: abgesehen von der hochnotpeinlichen Abfuhr für den Verantwortlichen (in meinem Beisein) habe ich 2 Tage später den korrigierten Bescheid in der Post. WOW!

***

   Das man jeden Monat persönlich zum Rapport erscheinen muß, nur, um informiert zu werden, daß die nix Arbeit für dich haben und du fauler Sack dich mehr anstrengen sollst, einen der nicht angebotenen oder schon besetzten (siehe unten) Jobs zu ergattern, ist zu Zeiten des Internets klar. Zumindest bei Behördens in Doitschlannt.

***

   Daß viele der Stellen, die im SiS stehen, nicht selten seit 3 und mehr Monaten veraltet, weil wieder besetzt sind, Schwamm drüber. Warum sollte man die Daten pflegen?
   Der über € 100.000.000 teure "virtuelle Arbeitsmarkt" funktioniert ja schließlich auch nicht:

   - Auf eine langwierige Eingabe-Orgie meiner persönlichen Daten morgens ab etwa 01:00 Uhr reagiert das System beim Sende-Versuch mit folgender Meldung:
   "Ihre Daten konnten nicht abgespeichert werden, da sie zwischenzeitlich von einem anderen Benutzer geändert wurden. Ihre alten Daten wurden wieder hergestellt."
   Frage 1: Welcher andere Benutzer darf hier einfach ohne meine Erlaubnis meine Daten ändern, zudem schon während der Eingabe noch auf meinem Rechner?
   Frage 2: Welche alten Daten, bittestöhn, wurden da wieder hergestellt? Ich bin heute das erste Mal da! Ehrlich!

   - Eine diesbezügliche Anfrage an den Betreiber zeitigt die folgende Antwort (festhalten, jetzt kommt's!):
   "Das von Ihnen geschilderte Problem beruht auf einer temporären Überlastung des Systems. Der gewaltige Ansturm von etwa 1 Mio Zugriffen am ersten Tag war nicht erwartet worden." (Bei derzeit nur knapp 4,5 Mio Arbeitslosen ist das natürlich auch leicht nachvollziehbar ...)

   - Ein echtes Highlight: Nach meiner dann doch irgendwie erfolgreichen Erstanmeldung bekomme ich etwa eine Woche später per Schneckenpost einen Zugangscode für den "sicheren Zugriff" auf meine persönlichen Daten zugestellt.
   Müßig, zu erwähnen, daß ich tatsächlich auch ohne diesen Code problemlos an meine Daten komme ...

   Und hier die Antwort-E-Mail des Providers zu dem auch IHM gemeldeten Zugriffsproblem auf diesen Trümmerhaufen:

Hi Frank,
I've just checked and the routing on the COLT network is fine.
Browsing to the customers site however indicates a problem on the customers equipment.

regards, Mark


- Ach so. Bei Euch ist also alles paletti. Es gibt da allerdings anscheinend ein Problem mit dem System des Kunden. Na dann ...

***

   Einmal aber haben Sie dann doch was für mich, allerdings können sie mich nicht erreichen, obwohl sie Festnetz- und Mobilrufnummer, Faxnummer, Mailadresse und Internet-Adresse meiner Kontaktseite haben.
   "Pech gehabt!"

***

   Ein andernmal haben sie schon wieder was, (boah eyh!): Freitag mittag liegt um etwa 12:30 Uhr ein Brief im Schneckenpost-Kasten, mit der Maßgabe, mich sofort telefonisch mit dem hierin beschriebenen Stellenanbieter ins Benehmen zu setzen. Nachdem dort dann nach etwa einer Stunde endlich mal jemand ans Telefon geht, bittet man mich, umgehend meine Unterlagen per E-Mail zuzusenden. Um spätestens 14:00 Uhr liegt's dann auch bei denen im elektronischen Postfach. Klasse. Das könnte echt was werden. Daumendrück, mit extra fetten 100 Tonnen/cm² ...
   Am folgenden Dienstag bekomme ich dann -nein, keine Einladung- eine Absage, mit folgendem Text: "Wir bedauern, Ihnen derzeit kein ihren Qualifikationen entsprechendes Angebot machen zu können." - (Klartext: "Wieso schreibst du Blödmann uns überhaupt?")
   Das ich mit diesem Antwortschreiben stante pede zu meinem Lieblings-Sesselfurzer im AA marschiere, versteht sich von selbst. Er wiederum kann gar nicht verstehen, weshalb mein Blutdruck irgendwo bei 320-zu-278 liegt, findet dann bei der Konsultation seines Rechenknechtes allerdings heraus, daß ich "dieses Stellenangebot gar nicht hätte bekommen dürfen!", denn: "die Stelle ist schon seit über vier Wochen wieder besetzt!"
   "AAARRRRRGH!"

***

   Weil trotz einjähriger Arbeitslosenstatistik-Tuning-Maßnahme (im AA-Jargon: "Weiterbildungsmaßnahme") weiterhin kein Job in Sicht ist, riskiere ich schließlich nach eingehender Beratung durch ein renommiertes Unternehmen eine Überbrückungsgeld-gestützte Selbständigkeit als IT-Fachmann. Als Förderung steht denn ja schließlich auch eine Coaching-Maßnahme zur Disposition: der Europäische Sozialfond unterstützt eine entsprechende Schulung mit angeblich € 4600.
   Warum "angeblich"? Im Provinz-AA Oldenburg hat der Nachtpförtner in seiner alleinseligmachenden Allwissenheit diesen Betrag auf magere € 500,- gedeckelt (10 Std á € 50,- inclusive MWSt). Und das auch nur hier, andere AA-Bezirke rücken interessanterweise den vollen Betrag raus! Wo denn in Oldenburg wohl der Rest bleibt?
   Abgesehen davon: Was man für diese geradezu lächerliche Summe bekommt, läßt sich an den mit Worthülsen überfrachteten, steuergeldgemästeten millionenschweren Beraterverträgen für McKinsey, Roland Berger und Konsorten, die schon weiland der gute Florian Gerster verteilte, leicht ermessen.

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   Als Bonbon hier einige Originalzitate eines AA-"Kundenberaters", der sich als einer der wenigen noch mit Verstand und Realitätsbewußtsein ausgestatteten AA-Bediensteten "outet" (und mich inständigst bittet, ihn nicht zu verpetzen, nachdem ihm das rausgerutscht ist. - Geschenkt!):
   -"Wir könnten hier einen tollen Job machen, wenn nur die Arbeitslosen nicht wären!"
   -"Nachdem das mit dem 'Arbeitsamt 2000' ja nun gründlich in die Hose gegangen ist, versuchen wir jetzt 'Agentur für Arbeit 2004'."
   -"Das mit unserem Scheiß-Internet-Auftritt (der 'virtuelle Arbeitsmarkt') wissen wir, das hören wir hier ständig."


*** ***

FAZIT: Im Anbetracht der "Schwadronier"-Debatte eines gewissen Arbeitslosenverarschungsministers bezüglich eines angeblich "rum-noelenden" Herrn Clever sind sogar schon nur die oben beschriebenen von mir persönlich erlebten Schoten mehr als angebracht, das System "Arbeits"-Amt reichlich in Frage zu stellen und Herrn Clever in vollem Umfange zuzustimmen.
   Und wenn man zudem (durchaus zu Recht!) annimmt, daß ich mit meinen hier geschilderten (eher negativen!) Erlebnissen mit den in ihrer unkündbaren Arroganz wohl nur schwerlich zu übertreffenden Insassen dieser Beamtentagesstätte ganz bestimmt nicht allein bin, dann ist nur noch eins zu sagen: Würde dieser Saftladen geschlossen, fiele das sicher kaum jemandem auf. Wetten? - Wie? Keiner da, der dagegen hält!? Hallo! ... HAAAAAHLO!?
   ... Feige Bande!

   Und hier eine Information an all jene, die (noch) einen Job haben: Arbeitslosigkeit ist absolut NICHT geil! Ihr werdet es (hoffentlich nicht) am eigenen Leibe spüren, wenn Euch nach spätestens 6 Monaten Zwangs-Urlaub trotz einrollender Almosen die Decke auf den Kopf fällt und Ihr Euch bewußt werdet, daß Ihr von Clement's boomendem Wirtschaftswunderexpress-Deutschland heruntergefallen und somit total überflüssig seid, vom ständigen häuslichen Zoff wegen Geld und anderer Kleinigkeiten ganz abgesehen ...

   Zum Abschluß DIE beiden unbedingten Wahrheiten für die Arbeitsamts-Mit-"Arbeiter":
1.: All jene, die noch einen Job (wohlgemerkt: NICHT beim "Arbeits"-Amt!) haben, sorgen für EUER GEHALT!
2.: All jene, die keinen Job mehr haben, stellen Eure EINZIGE DASEINSBERECHTIGUNG dar!

© 2004 - FW

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