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Schlechtes Gewissen? Nicht die Bohne!
 
 

 

Rubrik: Intellektuelle Unflexibilität

   (... und eine weitere Lanze für Peter Clever!)

Der Bürger ist für den Beamten da! Jawoll!

Es ist mal wieder soweit: ich muß zum Arbeitsamt, betteln. Weil ich von meinen früheren Besuchen her weiß, daß mein Reisepaß als Nachweis meines Wohnortes (zum Zwecke der Bestimmung der Zuständigkeit des besuchten Arbeitsamtes?!) nicht akzeptiert wird, obwohl der Wohnort drinsteht, gehe ich zur Meldestelle meiner Heimatgemeinde und beantrage mit fast 50 den ersten Personalausweis meines Lebens. (In dem, so habe ich mir sagen lassen, steht zusätzlich zum Namen des Wohnortes auch der der Straße, an der meine Wohnung gelegen ist, und, man glaubt es kaum, die Hausnummer! Welch' Informationsflut!!) Auf meine diesbezügliche Bitte erstellt man eine Antragskopie mit der Zusicherung, diese würde anstelle der vom AA verlangten Meldebescheinigung als Platzhalter ausreichen, bis der Ausweis abgeholt werden kann.
   Ein klarer Fall von "Denkste!", wie sich herausstellt. Der Zerberus in der AA-Pförtnerloge stellt sich auf die Hinterbeine und verlangt stur meinen Personalausweis oder die Meldebescheinigung. Auf meinen Vortrag der Aussage bei der Paßstelle und die Bitte, durch einen kurzen Anruf bei der Gemeinde den Sachverhalt abzuklären, stellt sich die Dame noch sturer und beruft sich auf ihre Vorschriften. Rabatz machen hat keinen Zweck, die Tante gehört zu den Leuten, die ihre mangelnde Körpergröße durch ein entsprechend pampiges Auftreten zu kompensieren suchen und dies auch gnadenlos tun.

   Der geneigte Leser wird nun fragen, warum ich nicht einfach eine Meldebescheinigung beibringe, um diesem infantilen Verhalten von vorneherein das Wasser abzugraben. Die Antwort ist ebenso einfach wie verwirrend: Das geht nicht! Ich habe diese Meldebescheinigung beigebracht. Die ist den AA-Sesselfurzern aber mit einem Ausstellungsdatum, welches mehrere Monate zurückliegt, zu alt. "Dann hol Dir doch einfach 'ne neue, Du Arsch!" - Ich denk' ja gar nicht dran, denn: wie mir die Dame im Einwohnermeldeamt zusichert, behält diese Bescheinigung solange ihre Gültigkeit, bis ich in eine andere Gemeinde (Zuzug: 1986) oder an einen anderen Ort innerhalb der Gemeinde umziehe (das letzte [und erste!] Mal in 1992), von den jedesmal abzudrückenden € 4,10 mal ganz abgesehen. Der Vortrag dieses Umstandes bei meinem AA-"Kundenberater" bringt auch nicht die gewünschte Klarheit: Auch IHM ist nicht bekannt, mit welchem Alter dieser Wisch nun ungültig wird, abgesehen von den oben beschriebenen Kriterien. Er erzählt deshalb irgendetwas von "Betrügereien" und Ähnlichem, um das Thema abzuwürgen.

   Und was lernen wir daraus?
  1. Der deutsche Standard-Beamte / -Behördenangestellte ist stur wie ein Maulesel.
  2. Vielen deutschen Beamten ist flexibles, den Umständen entsprechendes, Handeln entweder intellektuell unmöglich oder verboten. (Welche der beiden Möglichkeiten zutrifft, konnte ich bis zum heutigen Tage nicht einmal ansatzweise klären ...)
  3. Wenn der deutsche Standard-Beamte / -Behördenangestellte beim Auftauchen logischer Gedankengänge nicht mehr weiter weiß, verschanzt er sich pampig hinter "die Bestimmungen".
  4. Wenn die ausstellende Behörde ein Dokument mit bestimmten Gültigkeitskriterien ausstattet, heißt das noch lange nicht, daß die anfordernde Behörde diese auch akzeptiert.
  5. Es ist unter allen Umständen legitim, 30 km mit dem Pkw zu fahren, um eine Information zu verifizieren, bevor man ein 30-sekündiges Ortsgespräch zu eben diesem Zweck von einer Behörde zur Anderen führt.
  6. Daraus wiederum folgt, daß gesunder Menschenverstand und Beamtentum offensichtlich oftmals nicht kompatibel sind.
  7. Der deutsche Standard-Beamte / -Behördenangestellte verlöre sein mühsam aquiriertes Selbstverständnis, spränge er einmal über seinen eigenen Schatten, indem er zuvorkommend hilfsbereit sei. (Was ich zuvor an gleicher Stelle unter gleichen Voraussetzungen, nur mit einer anderen Angestellten erleben durfte! Das war dann wohl die berühmte Ausnahme-von-der-Regel?)
Auch auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen: Hier sind sie, DIE drei unabdingbaren Wahrheiten für die Arbeitsamts-Mit-"Arbeiter":
  1. All jene, die noch einen Job (wohlgemerkt: NICHT beim "Arbeits"-Amt!) haben, ARBEITEN(!!!) für EUER GEHALT!
  2. All jene, die keinen Job mehr haben, stellen Eure EINZIGE(!!!) DASEINSBERECHTIGUNG dar!
  3. Die "k.u.k. Monarchie" und ähnliche Staatsformen sind Geschichte. Daraus folgt:
    "Der Beamte ist für den Bürger da!" (... und nicht umgekehrt.)

   (Wann werden diese Dinosaurier das endlich mal begreifen?)

   FAZIT: George Orwell läßt grüßen, denn: der "gläserne Bürger" wird mehr und mehr zur Realität. Allein im Internet ist so ziemlich alles über jeden zu erfahren, von den Möglichkeiten unserer Behörden, z.B. bezüglich unserer Bankkonten, ganz zu schweigen. (Zumindest bei denen, die nicht die Art Kohle haben, die es ermöglicht, Selbige in Luxemburg oder auf den Caymans zu verstecken ...) Wer sähe da noch den Sinn in der Fälschung einer popeligen Meldebescheinigung, insbesondere in Anbetracht der Tatsache, daß die einzige zum Reisepaß zusätzliche Information in der Angabe der Straßenadresse besteht? Und überhaupt: prüft das keiner nach? Und wenn doch, kann man das nicht sofort tun? Aber dergleichen wäre wohl zu wenig schikanös für den bettelnden Sozialschmarotzer.
   Vieleicht läßt sich aber auf diese Art ja sogar der Eine oder Andere vom "Mitnehmen" abschrecken, um die Statistiken noch ein wenig mehr zu schönen? Das erinnert irgendwie an die Geschichte mit den Republikaner-Anwälten vor den Stimmlokalen in demokratischen Gegenden bei der US-Präsidentenwahl ... Sind wir etwa auch schon so weit?!
   Nun ist es natürlich kriegsentscheidend für meinen Leistungsanspruch, ob ich in der Geierstraße oder gleich um die Ecke in der Stinktierstraße wohne, wohlgemerkt, in der gleichen Gemeinde! Ich weiß zwar noch nicht, warum, aber irgendwer wird's mir schon noch irgendwann stecken. Zumindest hoffe ich das.

   Manche Menschen sollen sich angeblich dazu veranlaßt fühlen, oben beschriebenes Gehabe als Behördenwillkür anzusehen. DAS kann ich nun aber überhaupt nicht verstehen ...

© 2004 - FW

Noch mehr Spaß mit diesen typisch deutschen Beamten ...

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Rubrik: Die Maut kommt!

   (... das Maut-Desaster dagegen ist schon lange da.)

Freie Fahrt für Mautpreller

ZITAT:

AUTOBAHNGEBÜHREN: In vier Tagen startet die Lkw-Maut auf Deutschlands Autobahnen. Verkehrsexperten rechnen mit Staus und Chaos. Das Gros der ausländischen Brummifahrer dürfte die Straßengebühr einfach ignorieren und schwarz durch die Republik fahren - Angst vor Kontrollen müssen die Trucker nicht haben.

Hamburg - Ab Anfang Januar werden Tausende ausländischer Lkw durch Deutschland fahren - und zwar ohne Maut-Ticket. Das prophezeit Karlheinz Schmidt, Hauptgeschäftsführer Bundesverband Güterkraftverkehr, Logistik und Entsorgung (BGL). "Nur jeder fünfte Lastwagen aus dem Ausland hat eine On-Board-Unit (Obu)", so der Experte. Der Rest müsse an einem der 3700 Maut-Automaten ein Billett lösen. "Und wenn die Fahrer den kilometerlangen Stau sehen, Welchen Stau, bitte schön? Dazu wird es gar nicht erst kommen, da kaum einer der Brummi-Kapitäne dämlich genug sein wird, ohne Notwendigkeit einen Automaten zu füttern, der ohnehin nicht weiß, wie weit und auf welcher Strecke sie denn tatsächlich fahren werden! dann werden sie mautfrei fahren, ganz ohne schlechtes Gewissen." Schlechtes Gewissen? Sie wären schön blöd, diesbezüglich überhaupt ein Gewissen zu haben, wenn man bedenkt, wie leicht man es ihnen macht!

Einfacher als mit dem händisch zu lösenden Maut-Ticket fährt es sich mit einer satellitengestützen Obu, über die fällige Mautgebühren automatisch abgerechnet werden. Während polnische oder skandinavische Brummis zumindest zum Teil mit den Bordcomputern ausgerüstet wurden, sind Frankreichs und Italiens Lkw-Flotte praktisch Obu-frei. Kein Wunder - in beiden Ländern gibt es kaum Werkstätten, die eine Lizenz für die Obu-Montage haben. ... und wir fragen lieber gar nicht erst, warum das so ist! Ein weiterer Grund ist die schlechte Informationspolitik von Maut-Betreiber Toll Collect: Erst in diesem Herbst lief im europäischen Ausland eine Info-Kampagne für das Transportgewerbe an. ... völlig ausreichend, wenn man bedenkt, wie kurz diese internationale Lachnummer erst in der Öffentlichkeit bekannt ist? Oder?

und so weiter ...

   ZITAT ENDE.

© 2004 - FW

Hurra! Wenn die Marionetten der Berliner Puppenkiste ein milliardenschweres Großprojekt (wie üblich) an die Wand knallen, dann aber richtig. So langsam kommt die Methode hinter diesem galoppierenden Wahnsinn zutage: das Zauberwort heißt "Folgegeschäft". In diesem Fall für die tollen Collecteure ...
   Die nämlich lassen sich jetzt für ein paar Extra-Steuer-Milliarden ein neues Gimmick einfallen (welches tatsächlich schon lange einsatzbereit in der mit "Stolpe-abzocken" beschrifteten Schublade liegt), das es (dann aber auch frühestens im dritten oder vierten Anlauf) vieleicht ermöglicht, den einen oder anderen Schwarz-Brummi zu erwischen!
   (Natürlich nicht jeden, vor den richtig teuren Ausbau-Stufen drei und folgende sollte man schließlich nicht zu hohe Ansprüche stellen ...)

   Als erste Hilfsmaßnahme schlage ich vor, daß die deutschen Spediteure ausgemusterte und überzählige Lkw-Planen an Manfred-"Maut-Desaster-Master"-Stolpe schicken. Warum? Weil sonst der Umfang seiner okulären Entwässerung ob dieser neuerlichen Katastrophe als der "Maut-Tsunami" in die deutsche Steuerverschwendungsgeschichte eingehen dürfte ...
   Die Vorgehensweise ist folgende: Wenn man ihn dergestalt in die Planen wickelt, daß die kopfseitige Rollenöffnung am Gestade eines größeren Gewässers, z.b. an der Westküste Portugals, zu liegen kommt, dann müssen nur die deutschen Steuerflüchtlinge und Rentner in Miami Beach leiden, und die sind bekanntermaßen derartigen Kummer hinreichend gewohnt ...

   Der grüne Punkt, das Dosenpfand, der virtuelle Arbeitsmarkt, der Solidaritätsbeitrag, die Arbeitsbeschaffungsmaßnahme, die Ein-€-Jobs, usw, usw, ... - Die Lachnummer Maut ist nur ein weiteres Steinchen im Chaos-Politik-Mosaik deutscher Regierungs- und Regulierungswut. Milliarden an Steuergeldern werden verbraten in der infantilen Hoffnung, einen nennenswerten Erlös in Eichels Kassen zu spülen. Peinlich nur, daß diese Erlöse, wenn sie denn je kommen sollten, garantiert nicht die Investitionssumme kompensieren werden.

   FAZIT: Hauptsache, die Arbeitslosen Sozialschmarotzer schnallen ihre Gürtel enger, damit sich unsere unfähigen Volksvertreter und die unersättliche Unternehmerelite weiter wie die sprichwörtliche Made durch ihren Multi-Gehälter-Speck fressen kann ...

© 2004 - FW

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Rubrik: Hartz-IV wirkt!

   (... nun auch bei den "Machern"!)

Schröder macht Clement zum Sündenbock

ZITAT:

HARTZ-IV-REFORM: Kurz vor der Einführung der Hartz-IV-Reform äußert sich Bundeskanzler Gerhard Schröder mit zunehmender Vorsicht. Wieso denn das? Seine Einkommen sind doch definitiv nicht gefährdet, oder? Denn Erfolge werden so schnell nicht zu vermelden sein, dafür aber werden viel mehr Arbeitslose von der Statistik erfasst als vorher. Lieber Herr Schröder: Die "mehr erfaßten Arbeitslosen" waren auch vor HARTZ-IV schon da! Und das zumindest für Sie und Ihren Chaotenhaufen in der Berliner Puppenkiste wirklich Üble daran ist die Tatsache, daß das auch schon lange jeder weiß! Für alle Fälle hat Schröder schon einen Sündenbock auserkoren - Wolfgang Clement. HURRAAAHH!

   ZITAT ENDE.

© 2004 - FW

Und da dachten wir schon, der Berliner Puppenkiste sei der Olympische Gedanke* abhanden gekommen. Aber neee! Nachdem sich auch bei unserer Volksvertreter-Elite die äußerst vage Vermutung breit macht, HARTZ-IV könnte eventuell, unter Umständen, vieleicht, möglicherweise, usw, usw, nicht das wie altes Brot angepriesene Allheilmittel für die deutschen Probleme, unter anderem die unseres Kassenwartes Hans-"ich-hau-mehr-Kohle-raus-als-ich-einnehme"-Eichel, sein, - ZACK! - Hat unser oberster Patriot auch schon den Schuldigen für das befürchtete Debakel am Wickel: keinen Geringeren nämlich, als den Regentänzer der Nation Wolfgang-"die-Wirtschaft-boomt-und-alles-wird-gut!"-Clement. Ist das nicht wundervoll? Er ist doch ein echt toller Regierungschef.
   Und wieder einmal mehr stelle ich die bisher unwiedersprochene Behauptung auf, daß die dämlichen deutschen Stimmviecher genau die Regierung haben, die sie vedienen.

*: Der olympische Gedanke: "Wichtig ist nicht, ob man gewinnt oder verliert. - Wichtig ist, einen Schuldigen zu finden!"

© 2004 - FW

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Rubrik: Floptops of the topflops

Welche Top-Manager 2004 gefeuert wurden

ZITAT:

UND RAUS BIST DU...: "Management-Versagen in seiner krassesten Form", attestierte der Bundeskanzler ... und dann war da noch die Geschichte mit den Steinen im Glashaus, die möglichst nicht geworfen, sondern in Stasis gehalten werden sollten ... Teilen des Karstadt-Vorstands um Konzernlenker Wolfgang Urban. Allerdings holperte es 2004 nicht nur in der Chefetage des Handelshauses. Und nicht nur dort mussten die Verantwortlichen ihren Hut nehmen.

Düsseldorf - Wie tief ein Top-Manager fallen kann, hat 2004 wohl niemand härter erfahren als KarstadtQuelle-Chef Wolfgang Urban. Vor vier Jahren war er mit viel Vorschusslorbeeren als Retter angetreten, um Europas größten Warenhaus- und Versandhandelskonzern zu sanieren. Doch als er im Mai dieses Jahres "aus gesundheitlichen Gründen" zurücktrat, war die Lage des Unternehmens schlechter als zuvor. Kein geringerer als Bundeskanzler Gerhard Schröder kommentierte die Karstadt-Krise mit den Worten: "Das war Management-Versagen in seiner krassesten Form." Wie schon gesagt: "Ausgerechnet DER hat's nötig, sein großes Maul soweit aufzureißen." Er sollte doch besser erstmal seinen eigenen Saustall aufräumen ...

Nach einer Studie der Managementberatung Booz Allen Hamilton sitzen deutsche Manager auf einem Schleudersitz, wenn sie die an sie gestellten Erwartungen nicht erfüllen. Im Jahr 2003 etwa sei hier zu Lande jeder zweite Wechsel an der Konzernspitze von Großunternehmen auf Grund mangelhafter Leistungen erfolgt. "Wechsel an der Konzernspitze"? die bessere Formulierung wäre doch wohl: "Wechsel von der einen in die andere Konzernspitze"!

Manchmal reichen einige tausend Euro

In der Serie von Rücktritten in diesem Jahr war Urban kein Einzelfall. Bereits zwei Monate vor ihm hatte Infineon-Chef Ulrich Schumacher, einer der schillerndsten deutschen Konzernbosse, Knall auf Fall seinen Hut genommen. Immer wieder hatte der 45-Jährige mit spektakulären Aussagen, wie der Drohung, den Firmensitz aus steuerlichen Gründen ins Ausland zu verlegen, für Schlagzeilen gesorgt. Schließlich soll es im Infineon-Aufsichtsrat zu einer Generalabrechnung mit der Unternehmenspolitik Schumachers gekommen sein. "Generalabrechnung". Wow! Das liest sich wie: "An die Wand gestellt und standrechtlich erschossen!" - Wenn's denn so wäre ...

Manchmal reichen auch schon einige tausend Euro zum Verlust des Chefpostens. So musste Bundesbankpräsident Ernst Welteke im April nach viereinhalb Jahren an der Spitze der deutschen Notenbank seinen Chefsessel räumen, weil er sich zusammen mit seiner Familie von der Dresdner Bank zu einem 7660 Euro teueren Silvesteraufenthalt im Berliner Luxus-Hotel Adlon hatte einladen lassen. Dies hatte Bevölkerung und Politik gleichermaßen empört. Denn schließlich beaufsichtigt die Bundesbank die anderen Kreditinstitute Deutschlands. DER Dummbeutel hat aber auch wahrhaftig nix Besseres verdient!

Rewe-Chef Dieter Berninghaus trat im Oktober nach nur sechs Monaten an der Spitze des zweitgrößten deutschen Lebensmittelhändlers wegen einer "schwerwiegenden Erkrankung" zurück. Einen Monat später wurde bekannt, dass die Kölner Staatsanwaltschaft gegen den Manager wegen des Verdachtes des Betruges und der Steuerhinterziehung ermittelte. Gesiebte Luft macht krank? Und was machen dann die teuren Pollenfilter in den Luxuskarossen dieser Luschen?

Erfolg ist keine Job-Garantie

Doch auch Erfolg schützt Manager nicht unbedingt vor einem Verlust des Arbeitsplatzes. So verabschiedete sich im März der Chef des Fernsehimperiums ProSiebenSat.1, Urs Rohner, von seinem Posten und machte einem Vertrauten des neuen Haupteigners Haim Saban Platz. Dabei war es Rohner gelungen, in seinem letzten Jahr an der Unternehmensspitze den Gewinn der Gruppe zu verdreifachen. Nimm Dir mal ein Beispiel an DaimlerChrysler, Du Totalversager!

T-Online-Chef Thomas Holtrop, der die Internetfirma in die schwarzen Zahlen gebracht hatte, verließ das Unternehmen, nachdem Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke die Zuständigkeiten für Festnetz- und Online-Geschäft im Vorstand des größten deutschen Telekommunikationsunternehmens gebündelt und ihn dabei übergangen hatte. Zuweilen hackt eine Krähe doch mal der anderen ein Auge aus? Oder auch gleich Beide?

Manchmal wartet auf die Manager allerdings auch schon bald nach dem Abgang die nächste Aufgabe. Wie oft ist "manchmal"? So hat der frühere DaimlerChrysler-Manager Wolfgang Bernhard einen wilden Ritt auf der Karriere-Achterbahn hinter sich. ... was seinem Bankkonto gewiß nicht geschadet haben dürfte! Eigentlich sollte der als Kostensenker geltende Manager in diesem Jahr den Chefposten bei der Edelmarke Mercedes übernehmen. Doch zwei Tage vor Amtsantritt wurde er entmachtet. Mit der Ankündigung eines harten Sanierungskurses hatte er vor allem die Arbeitnehmer im Aufsichtsrat gegen sich aufgebracht. Selbst schuld, der blöde Hund! Er hätte seine große Fresse ja schließlich auch noch die zwei kurzen Tage bis nach seiner Berufung halten können.
Der Karriereknick war nur von kurzer Dauer. VW-Chef Bernd Pischetsrieder, der selbst einst bei BMW den Hut genommen hatte, sicherte sich die Dienste des Managers - zunächst als Konzernvorstand ohne Geschäftsbereich.(!!!?)... mehr Kohle für nur-noch-anwesend-sein-müssen. GEIL! Doch spätestens ab 2006 soll Bernhard der neue Chef der wichtigsten Konzernmarke Volkswagen werden. und Hartz wird sein Obermohr, während Pischetsrieder Schröder ablöst? Das gäbe dann ja doch endlich noch mal einen bayerischen Bundeskanzler!? Der sprachbehinderte Merkel-Sidekick ist da ja wohl doch eher ungeeignet ...

Erich Reimann, AP

   ZITAT ENDE.

© 2004 - FW

FAZIT: Eins kann man wohl sicher sagen: In diesen Sphären stolpert man die Treppe nur noch RAUF. Wer hier Scheiße baut, wird einfach befördert. Das funktioniert ja auch in Politik und Verwaltung (und auch beim Barras!) schon seit ewigen Zeiten recht zuverlässig.
   Daß es, wie im Falle Weltecke zu sehen, ausnahmsweise mal nicht klappt, liegt wohl eher daran, daß sich auf dem Chefsessel der Bananenrepublik Doitschlannt schon der patriotisch ungefärbte Hannoveraner rumlümmelt, und wohin sollte man den schließlich noch befördern? Außerdem ist die olle Spritnase nicht so wirklich telegen, von seinen massiven Artikulationsproblemen mal ganz abgesehen ...

© 2004 - FW

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Rubrik: Raffgier ist keine Frage der Parteizugehörigkeit

   (... Mitnahmementalität auch nicht.)

Wolfsburger Bürgermeister auf VW-Gehaltsliste

ZITAT:

ZUSATZEINKÜNFTE: Ein neuer Gehaltsskandal bahnt sich an, diesmal trifft es einen SPD-Politiker: Der Wolfsburger Bürgermeister Ingolf Viereck erhält regelmäßig Gehalt vom Volkswagen-Konzern. Er habe einen "Tele-Arbeitsplatz" Frage dazu: "Mit oder ohne "Premiere"?" bei den Autobauern, rechtfertigt der niedersächsische Landtagsabgeordnete die Zahlungen. Nur, das wir dummes Stimmvieh das auch begreifen: 1.Gehalt: Bürgermeister. 2.Gehalt: Landtagsabgeordneter. 3. Gehalt: VW-Tele-Sesselfurzer. Arbeitszeit: 36 Stunden pro Tag. Abgesehen von dem einen oder anderen unbedeutenden Interessenskonflikt (oder gerade deshalb?!): Leistung muß sich schließlich lohnen. Oder?

Viereck erhalte rund 3000 Euro monatlich, berichtet die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf Konzernkreise. Volkswagen stelle dem Politiker auch einen Golf als Dienstwagen zur Verfügung. Welche Arbeitsleistungen er dafür erbringt, sei jedoch unklar. Viereck sei nicht mehr auf der Telefonliste des Konzerns verzeichnet und habe dort auch keinen eingerichteten Arbeitsplatz. Wozu auch? Die warme Luft aus seinem Analgebläse kann er doch auch zu Hause absondern, das spart zudem Heizkosten ...

Der SPD-Mann gab die Gehaltszahlungen zu. Diese seien jedoch "deutlich reduziert". "deutlich reduziert". Aah-Ja. Für das Geld arbeite er auch, betonte Viereck: "Ich habe zwar bei VW keinen Schreibtisch, keine Telefonnummer. Ich habe aber einen Tele-Arbeitsplatz. Ich arbeite von zu Hause aus." Und wofür ist dann ein Dienstwagen notwendig? Für die tägliche Fahrt zum Bier-und-Kippen-holen? Oder zum Scheißhaus? Auskünfte zur Art seiner Tätigkeit wollte der Abgeordnete nicht geben: "Für mich ist die VW-Abteilung Regierungsbeziehungen(???!) zuständig. VW unterstützt gesellschaftliches Engagement(???!) seiner Mitarbeiter." Blaah, laber, Fasel-Sülz. Schöne McKinsey-Worthülsen, die!

Viereck war von 1990 bis zu seiner Wahl in den Landtag 1994 hauptberuflich als kaufmännischer Angestellter in dem Automobilkonzern beschäftigt. Frage: Wenn das "deutlich reduzierte" Monats-Gehalt für einen popeligen "kaufmännischen Angestellten" noch immer satte € 3.000 beträgt, was kassieren diese Typen wohl erst fürs Vollzeit-Rumsitzen an einem VW-Schreibtisch auf dem VW-Gelände in einem VW-Büro? Und was ist dann der Dienstwagen? Ein Touareg? Oder eher eines der unabsetzbaren Flopmobile, auch bekannt als übermotorisierter Luxus-Passat mit 10.000-$-Sponsoring für die Roßtäuscher im Bushland?

   ZITAT ENDE.

© 2004 - FW

Lieber Herr Viereck! Vieleicht fragen Sie mal jemand, der sich damit auskennt. (Mit dem erwischt-werden und dem Zurücktreten-um-Schaden-von-der-Fraktion-abzuwenden.) Natürlich nur rein prophylaktisch ...

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Rubrik: Clementieren ist geil:
"Die Wirtschaft boomt." - "Hartz IV wirkt."
(... na klar!)

Rot-Grün verspricht Vollbeschäftigung

ZITAT:

ARBEITSMARKT 2010: Die Arbeitslosigkeit in Deutschland wird nach Ansicht von Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement durch die Hartz-Reformen drastisch sinken. Bis 2010 werde sich die Erwerbslosenquote mindestens halbieren, sogar Vollbeschäftigung erscheint dem Superminister realistisch. Etwa genau so realistisch wie die 600.000 1-€-Arbeitsplätze, die im Übrigen ja, wenn überhaupt, tatsächlich nur durch den Verlust realer, vorher sozialversicherungspflichtiger Arbeitsverhältnisse entstehen ...

   ZITAT ENDE.

Sein Schwadronieren ist das Einzige, was an diesem Minister "super" ist. (Das allerdings schon seit seinem Amtsantritt.) Was glaubt dieser Spinner eigentlich, wen er noch verscheißern kann?
   Selbst die Unternehmer geben doch unverblümt zu, daß ihr Gewinnmaximum noch nicht erreicht ist und sie deshalb, schon Jahre im Voraus geplant, weiterhin (Hundert-)Tausende von Arbeitskräften "freisetzen" werden. Und solange von östlich der Oder bis an die chinesische Pazifikküste für menschenverachtende Hungerlöhne in menschenunwürdigen und für die Arbeitskräfte teils lebensgefährlichen Betrieben produziert werden kann, wird sich in dieser Hinsicht auch garantiert nichts zum Besseren wenden.

   FAZIT: Letztendlich ist eines wohl ziemlich sicher: Auch dieses Versprechen der Berliner Puppenkiste ist mal wieder nur ein Versprecher der Berliner Puppenkiste.

   Abgesehen davon: wenn die Zeit der Einlösung dieser Versprecher heraufdämmert, ist ER ohnehin längst aufs gut pensionierte Politiker-Altenteil abgeschwafelt. Von da aus kann er dann A.D.2010 seine fette Pension, das McKinsey-Vorstandssalär und andere Doppel- und Dreifacheinkünfte zählen und darüber hinaus trefflich schwadronieren, daß es natürlich die dann aktuelle Reichstagsbesetzung versaut hat.
   Die roten Püppchen an den grünen Fäden und im Lobby-Filz der Unternehmer-Elite, allen voran des Hartzers von den "geliebten Automobilen", werden dann wohl nichts mehr zu sagen haben, denn die Stimmen der Sozialschmarotzer mit ihrer verachtenswerten Mitnahmementalität werden mit einiger Sicherheit nicht an dieses realitätsfremde und Unternehmer-Sitzflächen-küssende Marionettentheater fallen, die diesbezügliche Richtung zeichnet sich leider nur all zu deutlich schon heute in einigen der Länderparlamente in der SolidaritätsBeitragsvernichtungsZone ab ...

© 2004 - FW

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Rubrik: Es gibt viel abzuzocken!

   (... stecken wir's ein!)

CDU findet Ex-General üppig ab

ZITAT:

FROHE WEIHNACHT FÜR MEYER: Der zurückgetretene CDU-Generalsekretär Laurenz Meyer kassiert noch einmal. Die Partei zahlt ihm rund 52.000 Euro Abfindung. Der Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Hans-Jürgen Papier, befürchtet angesichts der Nehmer-Qualitäten mancher Politiker einen Vertrauensverlust in der Bevölkerung.

   ZITAT ENDE.

Sehr geehrter Herr Papier: Das mit dem Vertrauensverlust müssen Sie nicht nur befürchten. Sie können Selbigen mit einiger Sicherheit als bereits seit langem gegeben ansehen.

   Was uns unsere Doppel- und Mehrfach-abzockende Volksvertreter-Elite im aktuell derart spannungsgeladenen und damit sozial hochexplosiven Umfeld an "Mitnahmementalität" und anderen Dreistigkeiten (z.B. die ständige "Clementierung" der aktuell besch ... Wirtschaftslage) zumutet, ist geeignet, längst überholt geglaubte Strömungen unserer Gesellschaft neu zu beleben, die jüngsten Wahlergebnisse in der SolidaritätsBeitragsvernichtungsZone sind m.E. ein nicht zu unterschätzendes Indiz für diese Annahme.

   Und Ihnen, Herr Meyer, wünsche ich, daß Ihnen die Kohle im Halse stecken bleiben und sie aus dem Genreservoir der Menschheit entfernen möge. Desgleichen gilt für all Ihre raffgierigen Kumpane in allen Parteien und Behörden. Was? Sie finden das gehässig? Sei's drum. Im Übrigen sollten Sie mal in den Spiegel schauen. Polemik? Na klar. Ich habe schließlich sehr gute Vorbilder in der Berliner Puppenkiste.

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Rubrik: gute Ratschläge von oben für "die-da-unten"

   (... die ohne Ausbildungsversicherung für ihre Brut)

KÖHLERS ERSTE PRÄSIDENTENWEIHNACHT

ZITAT:

"Mitmenschlichkeit fängt im Kleinen an": Als Bundespräsident, der sich einmischt, sieht sich Horst Köhler gern. In seiner ersten Weihnachtsansprache gab er sich jedoch auffallend unpolitisch. Das Staatsoberhaupt rief die Deutschen zu mehr Mitmenschlichkeit auf - "einfach mal zuhören und einem Fremden ein Lächeln schenken".

   ZITAT ENDE.

Und die Politiker rief er auf, der Unternehmerelite zuzuhören, ihnen Steuergeschenke zu machen und lukrative Staatsaufträge zuzuschieben. Und seine Kumpels von der Unternehmerelite ruft er auf, diese Geschenke anzunehmen und in die Schweiz zu transferieren, um die sonst eventuell doch fällig werdenden Steuern zu sparen ...

   Wie? Das hat er nicht gesagt? Sicher? Aber gemeint hat er es ganz bestimmt, denn sonst würde er wohl nicht so betonen, daß "Mitmenschlichkeit im Kleinen beginne!" Für dergleichen haben die elitären Mitglieder seiner Klasse nämlich nichts übrig. Wer's nicht glaubt, sehe sich nur den Anstieg der Arbeitslosenzahlen einerseits und den zum Teil exorbitanten Anstieg der Unternehmensgewinne auf der anderen Seite, sprich, die weitere Öffnung der Vermögensschere an.

   Lieber Herr Köhler: Mir und meinen Mitsozialschmarotzern, die wir uns im Gegensatz zu den Äußerungen unseres verehrten Bundeskanzers als Langzeitarbeitslose zum Zwecke der Gewinnmaxierung der Elite, mithin Ihrer Umgebung, sehen, haben zuviele Sorgenfalten wegen einer leider sehr gewissen Zukunft, als das wir noch ehrlich lächeln könnten, schon garnicht Fremden gegenüber, mit denen wir höchstwahrscheinlich in direkter Konkurrenz um einen der wenigen noch verfügbaren nach Urinien oder Kotenistan ausgelagerten Pendler-Arbeitsplätze stehen. Vieleicht denken Sie mal darüber nach.

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Rubrik: Saftladen!

Wertvolle Briefmarken im Finanzministerium verschwunden

ZITAT:

BUNDESREGIERUNG: Im Finanzministerium gibt es eine peinliche Briefmarken-Affäre. Aus Hans Eichels Behörde heraus sind Marken in Umlauf geraten, die es gar nicht geben dürfte. Der Bund Deutscher Philatelisten, dem eine dieser Marken vorgelegt wurde, schätzt den Sammlerwert auf über 20.000 Euro – pro Stück.

   ZITAT ENDE.

In wessen Taschen wohl diese Marken bzw. der Erlös versickert sind? Dies ist nur ein weiteres Indiz für den seit langem gehegten Verdacht, den Mitgliedern der Berliner Puppenkiste gehe es vor allem darum, es ihren Kumpels in der Unternehmer-Elite gleichzutun und möglichst viele ihrer Schäfchen ins gut mit €-Noten gepolsterte Trockene zu bringen.

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Rubrik: Neid erzeugen ist geil!

Wo die Reichen shoppen

23.12.2004: Etwa 5 Millionen echte Arbeitslose. Vermutlich noch mal die gleiche Zahl unregistrierte als sogenannte "Dunkelziffer". Mehr als 10 Millionen Menschen in Deutschland mit einem "Auskommen" unterhalb der Armutsgrenze. Unsere Unternehmer-Elite wird immer reicher. Unsere "Volksvertreter" fahren Doppelgehälter ein. Und in diesem Umfeld kommt der TV-Sender Kabel-1 mit einem echten Highlight zum Weihnachtsfest: "Wo die Reichen einkaufen!"

Zitat:

"Auch wenn bei den meisten Deutschen das Geld schon lange nicht mehr so locker sitzt, ist bei Einigen der Kauf von Autos, Schmuck, Mode und Möbeln keine Frage des Budgets. Es muss exklusiv und ausgefallen sein. Erst dann schlagen die Reichen und Superreichen unseres Landes zu. Für 3.000 Millionäre in Deutschland spielt Geld keine Rolle. Da kann eine Badewanne schon mal 60.000 Euro kosten oder ein Auto eine halbe Million.

Was, wie und wo die Reichen einkaufen, zeigt "K1 Reportage" mit einem außergewöhnlichen Blick hinter die Kulissen des Geschäfts mit der Luxusware. Sie begleitet Kunden und Verkäufer und zeigt, wie exklusive Dinge den Besitzer wechseln.

Die K1-Autoren haben das wohl renommierteste Autohaus Deutschlands besucht. Rasante Kostbarkeiten finden sich in den Showrooms von Heiner Tamsen in Bremen und Hamburg. Er führt nur die Perlen unter den Automarken der Luxusklasse: Ferrari, Maserati, Bentley, Aston Martin, Lamborghini und Rolls-Royce. Zu seinen Kunden gehören nur besonders gut Betuchte. Kein Wunder, schließlich muss man für so ein Schmuckstück schon mal eine halbe Million Euro auf den Tisch legen. Und wenn einer seiner Kunden aus der ganzen Welt keine Zeit hat, den weiten Weg nach Deutschland zu machen, nutzt der ehemalige Berufspilot Heiner Tamsen auch gerne seinen Lear-Jet, um das Geschäft vor Ort abzuwickeln.

Auch bei Fritz Lay in Hamburg finden die Reichen, was sie suchen. Königlicher Badespaß ist bei ihm garantiert. In alten Schlössern und Burgen findet er antike Stücke. Sorgfältig bergen er und seine Mitarbeiter diese Unikate und renovieren sie in der eigenen Werkstatt. Seine Kunden, die im hauseigenen Barockhotel übernachten können, finden dann im luxuriösen Ambiente Badewannen und Waschtische in ansonsten längst vergangener Pracht.

Außerdem nimmt "K1 Reportage" den Zuschauer mit auf die erste Deutsche Luxusmesse: die Justfine in den Hamburger Deichtorhallen und ist zu Gast beim Münchner Nobeljuwelier Thomas Jirgens, der u.a. Ringe aus birmesischem Rubin im Wert von 50.000 Euro fertigt."

ZITAT ENDE.

FAZIT: Wie schön, zu sehen, daß es in der Selbstbedienungsrepublik Doitschlannt immer noch Menschen gibt, die sich etwas leisten können und dies auch tun. Wie schön weiterhin, daß es einen Fernsehsender gibt, der sich nicht entblödet und den restlichen armen Schweinen der Republik einen Tag vor dem "Fest der Feste", an dem die Kassen, wenn auch zum größten Teil nur noch auf Pump, "süßer nie klingen", diese neidaufbauende Information genüßlich unter die Nase reibt. Unser warmherziger Dank gilt den überaus sensiblen Programm-"Machern" von Kabel 1 für einen Beitrag, der uns wieder auf den (Keller-)Boden der Tatsachen zurückholt.

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Rubrik: "Never change a running system!"

   (Warum ändern, was gut funktioniert?)

Siemens-Chef plant weitere Einschnitte

ZITAT:

SPARKURS: Auf diese Weihnachtspost hätten die Siemens-Mitarbeiter sicher gerne verzichtet: Konzernchef Heinrich von Pierer hat in einer E-Mail an die Beschäftigten weitere Sparmaßnahmen angekündigt.

   ZITAT ENDE.

Wir erinnern uns: 39% mehr Gewinn als im Vorjahr, trotz einiger reichlich kostenintensiver, inklusive der Schmiergelder aber wohl letztendlich durch den Steuerzahler beglichener (und ziemlich peinlicher) Flops. Anstatt nun die Produktivität auf der Manager- und Planungsebene zu verbessern, setzt er das fort, was ja bisher schon gut geklappt und ihm seine Privatschatulle mit bisher eher mageren € 3.500.000 allein für 2004 nur unzureichend gefüllt hat: er macht lustig weiter mit dem von Clement propagierten "Kräfte freisetzen". Und Clement, der findet's o.k., wenn sein Unternehmerkumpel sich (und ihn) gesundstößt.

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Rubrik: Was wir von Anfang an wußten

   (... aber nicht laut auszusprechen wagten, um nicht von dem Hannoveraner mit den ungefärbten Haaren in die "unpatriotische" Ecke gestellt zu werden ...)

Mehrheit der Kassen bleibt teuer wie bisher

ZITAT:

GESUNDHEIT 2005: Gesundheitsministerin Ulla Schmidt hatte in Aussicht gestellt, dass die gesetzliche Krankenversicherung 2005 billiger werden würde. Die große Mehrzahl der Kassen aber wird zu Jahresbeginn nicht die Beitragssätze senken.

   ZITAT ENDE.

Original:
"Wenn es in der Politik eine Wahrheit gibt, dann die, daß sich immer Gründe finden lassen, nichts zu tun."
(John Le Caré)
   Ableitung:
"Wenn es in der Unternehmenspolitik der Krankenkassen eine Wahrheit gibt, dann die, daß sich immer Ausreden finden lassen, die Beiträge nicht zu senken."

Mehr gibt es dazu nicht zu sagen. Punkt.

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Rubrik: Es spricht: Wolfgang Clement: "Die Wirtschaft boomt!"

Handwerk warnt vor Verlust von 300.000 Jobs

ZITAT:

KAHLSCHLAG-PROGNOSE: Dem Bau geht es besonders schlecht, aber auch andere Sparten leiden: Im deutschen Handwerk sind 2004 im großen Umfang Stellen abgebaut worden. Insgesamt könnten in diesem und im kommenden Jahr mehrere hundertausend Jobs wegfallen, rechnet der Verbandschef vor.

   ZITAT ENDE.

Das ist doch endlich mal eine positive Nachricht: Nunmehr haben auch die kleineren Unternehmer die Zeichen der Zeit erkannt:
   "Wie maximiere ich meine Gewinne: Ganz einfach: Ich mach's wie die Großen: Ich setze Kräfte frei!"
   Und falls ich mit dieser Behauptung daneben liegen sollte: "Hey, was soll's!" Der Effekt ist haargenau derselbe. Die Spirale der Vermögensumschichtung dreht sich unaufhaltsam weiter, und daß sie in dieser Ebene ankommen mußte, war schließlich nur eine Frage der Zeit.
   Interessant ist einer der genannten Gründe: Die Zahlungsmoral der Kunden. Überraschung! Davon können sich gerade die mit unserem Regentänzer in der Berliner Puppenkiste mehr oder weniger affiliierten Kunden, sprich, die öffentliche Hand, nicht wirklich freisprechen, wie vergangene Erhebungen bezüglich dieser (nicht nur auf diesem Gebiet!) zechprellenden Klientel belegen. Andererseits lehnen sie sich dann reichlich weit aus dem Fenster, wenn es darum geht, Insolvenzen als die Alleinschuld unfähiger Unternehmer hinzustellen ...

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Rubrik: 30.000 sind noch nicht genug!

Telekom streicht weitere 10.000 Stellen

ZITAT:

PERSONALABBAU: Die Deutsche Telekom will in den kommenden Jahren weitere Stellen streichen. 2006 und 2007 sei der Abbau von insgesamt 10.000 Stellen geplant, so Unternehmenskreise.

   ZITAT ENDE.

Und wieder die Frage aller Fragen an den Regentänzer der Nation, Wolfgang-"die-wirtschaft-boomt!"-Clement: "Wo bleibt er denn nun, der Aufschwung? - Herr Clement? ... Haaaaaaalooh! ... HERR CLEMENT??"
   Schweigen im Walde ...

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Rubrik: Uns deutschen Doppelverdienern geht's gut!

   (... warum jammern wir dann eigentlich so viel rum?)

 

RWE soll 40 weitere Politiker auf Lohnliste haben

ZITAT:

GEHALTSAFFÄRE: Die Affäre um Zahlungen des Stromkonzerns RWE an Politiker zieht Kreise. Einem Zeitungsbericht zufolge hat die Innenrevision nun ihren Bericht abgeschlossen. Demzufolge zahlt das Unternehmen 40 Volksvertretern Gehalt. Der in die Kritik geratene CDU-Generalsekretär Laurenz Meyer muss weiter um seinen Posten fürchten. Welchen Posten? Den bei der ZehDehUuh oder den beim RWE oder den bei ... oder ...?

   ZITAT ENDE.

Diese Meldung überrascht ja wohl niemanden wirklich. Auch hier ist schließlich schon vor fast einer Woche dieser nunmehr offiziell begründete Verdacht geäußert worden.
    E.ON und EnBW sollen übrigens ähnliche Gehaltslisten führen, wie zu hören ist ...

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