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Rubrik: Da staunt das Stimmvieh ...

   ... und der Politiker lacht sich reich.

"Erforschung der Motive"

Bananenrepublik Doitschlannt, der 17. Juli, im Jahre des Herrn: "Hartz/1":

ZITAT
:

Im Bundespräsidialamt naht die Entscheidung zur Neuwahl-Frage: Horst Köhler wird den Bundestag wohl auflösen und sich zuvor direkt ans Volk wenden - mit einer Fernsehansprache.

Der Präsident hatte seine Brille abgenommen und blickte ernst in die Kamera. "Ich habe mir die Sache nicht leicht gemacht", wandte er sich mit fester Stimme an sein Volk. Alles, was zu prüfen gewesen sei, habe er geprüft. Auch habe er mit allen Beteiligten geredet. Mit dem Kanzler und den Fraktionschefs. Nunmehr sei seine Entscheidung klar: "Ich habe heute den Deutschen Bundestag aufgelöst und Neuwahlen angesetzt", verkündete er.

Das war am 7. Januar 1983, und der Bundespräsident hieß Karl Carstens. 22 Jahre später könnte sich die Geschichte wiederholen. Wie Carstens will sich auch Horst Köhler in einer Fernsehansprache an die Deutschen wenden, um sein Votum über die Auflösung des Bundestages nach Artikel 68 Grundgesetz zu verkünden. Laut Gesetz bleibt ihm dafür noch bis Ende dieser Woche Zeit.

(...)

   ZITAT ENDE.

"Erforschung der Motive": Eine verlogene Farce, wenn es die denn jemals gab, nichts Anderes. Punkt. Und ebenso verlogen wie das getürkte Mißtrauensvotum:

   Zitat:
"Die Szene im Bundestag war denkwürdig: Mitten in seiner Rede überraschte Müntefering das Hohe Haus - und vor allem den Kanzler - mit seinem Vertrauensbekenntnis zu Schröder. Als daraufhin auf der CDU-Seite gesteigerte Unruhe zu verzeichnen war, wich der Fraktionschef von seinem Redemanuskript ab und schimpfte in Richtung Opposition:
"Stellen Sie den Antrag auf ein Misstrauensvotum! Sie werden sehen: Sie sind in der Minderheit hier in diesem Haus. Das werden Sie ganz deutlich erleben!"

   Zitat Ende ...

Und zu dem Thema "... das Ansehen der politischen Klasse in Deutschland endgültig ruinieren": Was, bittestöhn, gibt es denn am Ansehen dieser korrrupten, hochnotpeinlich verlogenen und sich selbst unverschämt die Taschen vollstopfenden Ganoven in allen Ebenen, von den Zechprellern und Dreifachverdienern in den Landesdebattierclubs über die Beratervertragssammler und Krankenabkassierer-Aufsichtsbeiräte in der Berliner Puppenkiste bis hinauf zu den koksenden Lobbyisten in der Brüsseler Gurkenbiegerbude, noch zu "ruinieren"?

Und das Köhler (schon vergessen? ein Banker!) dieser Betrugskiste zustimmen wird, war doch wohl von vorneherein zu erwarten, ist dies doch der schnellste Weg, seine Favoriten wieder in Amt und Würden (und vor allem Einkommen!!) zu bringen. Wozu hättten die ihn denn wohl sonst (mit Altnazi-Unterstützung ...) wählen sollen ?

Eines ist ja wohl klar: Arbeit wird die schwarzgelbe Bande ebensowenig ins Land bringen wie die aktuelle "Regierung", nur noch mehr Kohle in die Unternehmerkassen und ihre eigenen Taschen. Im Übrigen können wir uns auf viele und noch mehr lustige Bonmot-geladene Debatten im Bundestag freuen, die aus nichts als Schuldzuweisungen bestehen werden, um davon abzulenken, daß man, wie schon immer, zu produktivem Handeln im Sinne des Mandates de facto unfähig ist.

Und mal angenommen, der Sitzriese mit dem ungefärbten Schopf sollte wider alle Umfrageergebnisse(??!) tatsächlich die Wahl gewinnen: Was, außer dem noch höheren Schuldenberg in den durch diesen Unfug noch weiter geplünderten Kassen, hat sich denn dann geändert? Der Bundesrat wäre weiterhin fest in schwarzer Hand. Und dann: Auf zum nächsten getürkten Mißtrauensvotum? Oder was?

Wen wollen Schröder, Müntefering und ihre Kumpane (aller Couleur) eigentlich noch für dumm verkaufen?? Die Bananenrepublik Doitschlannt wird dann wieder sein, was sie jetzt schon ist: UNREGIERBAR.

Aber mal ganz ehrlich: Ist das überhaupt schon jemandem wirklich aufgefallen? Und: Will man denn in den "Etagen der Macht" überhaupt etwas Anderes? Schließlich erfordert sich-gegenseitig-beschuldigen lange nicht den intellektuellen Aufwand wie eine effektive Regierungsarbeit mit positiven Ergebnissen. Man müsste sich dann nämlich in dieser konkreten Zeit ziemlich unbeliebt machen und Leuten wie Ackermann, Schrempp, von Pierer, Berger und Konsorten auf den Gucci-Tretern herumlatschen. Und dergleichen macht man mit solchem Schuhwerk nicht, dafür ist selbiges einfach zu teuer ...

FAZIT: Sie können machen, was sie wollen, denn sie wissen: Sie kommen mit allem durch.

© 2005 - FW

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Rubrik: Alle tun es ...

Emüs tiefer Fall

ZITAT:

ZIGARETTENSCHMUGGEL: Er brachte es vom Steuerfahnder zum stellvertretenden Staatssekretär und war einer der wichtigsten Berater der SPD im Dunstkreis von Oskar Lafontaine. Dann landete Erich Müller in der Zigarettenschmuggelmafia. In Saarbrücken soll ihm nun der Prozess gemacht werden.

Hamburg - Müller, 60, den sie im Saarland alle "Emü" nennen, hatte einen Bilderbuchaufstieg hingelegt. Jetzt sitzt der ehemalige Leitende Ministerialrat mit der fulminanten Beamtenkarriere in der Saarbrücker Justizvollzugsanstalt Lerchesflur und wartet auf seinen Prozess. Der Ex-Beamte soll nach einer jetzt erhobenen Anklage der Staatsanwaltschaft Steuern in Höhe von 1,44 Millionen Euro hinterzogen haben und Mitglied in einer kriminellen Vereinigung sein, die einen groß angelegten Zigarettenschmuggel quer durch Europa betrieben hat.

(...)

   ZITAT ENDE.

Ein Einzelfall? Wohl eher nicht. Die Spitze des vielbemühten Eisberges? Wohl eher das. Auf jeden Fall ein Paradebeispiel für die von unserem allseits geliebten Bundeskanzler so patriotisch angeprangerte "Mitnahmementalität bis den Mittelstand hinein". Von oben, wohlgemerkt.

Korruption ist gesellschaftsfähig, und wird in den Kreisen des ungefärbten Sitzriesen aus Hannover bestenfalls als Kavaliersdelikt zur persönlichen Alterssicherung angesehen.
   Und warum auch nicht: Politikerns von Brüssel (Bangemann, Görlach und Konsorten) bis hinunter in die Landesparlamente (Thümler, Wendhausen, Viereck und Konsorten) machen uns ja tagtäglich vor, wie man sich (meistens ungestraft) in maßloser Gier höchst erfolgreich die Taschen vollstopft.
   Daß da ein gelernter Jurist auf dem Posten eines Staatssekretärs mit dem mickerigen Grundsalär "B7" (€ 7581,57 - ohne Zulagen) und seinen Beziehungen nicht hintanstehen mag, muß man wohl akzeptieren?

© 2005 - FW

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Rubrik: Innovationsstandort Doitschlannt.

   "Bruhahahahaha!"

Land der alten Ideen

(Und offenbar nicht mal immer der eigenen?)

ZITAT:

DEUTSCHE INNOVATIONSFIBEL

Von Thomas Hillenbrand, spiegel-online

Deutschland ist das Land der Erfinder. Um Zweifel an dieser These auszuräumen, haben Bundesregierung und Industrie eine Innovationsfibel drucken lassen. Das wunderliche Büchlein soll belegen, was die Welt dem Deutschen angeblich so alles verdankt: den Airbag, das Aspirin, die Kirchenspaltung und den luftleeren Raum.

Hamburg - Wer hat's erfunden? Die Deutschen! So in etwa lautet die Botschaft der neuen Broschüre "Deutsche Stars. 50 Innovationen, die jeder kennen sollte". Das Heftchen listet auf, was der Deutsche im Laufe der Jahrhunderte so alles ersonnen hat. Das Düsentriebwerk? Otto von Ohain, 1936. Der Kaffeefilter? Melitta Bentz, 1908. Das Bier? Wilhelm IV. von Bayern, 1516.

Nun erfindet der Deutsche in letzter Zeit nicht mehr so viel wie früher. Das sorgt auch den Kanzler, und deshalb hat Gerhard Schröder (SPD) bereits 2004 die Initiative "Ideen erfolgreich machen" angeschoben. Deren jüngstes Produkt ist die Fibel. Mit ihrer Revue der "Highlights des deutschen Ideen- und Erfindergeistes" (Pressetext) möchte das Innovationsbündnis den Deutschen "Mut machen", so Sprecher Lars Heitmüller. Finanziert wird die Wohlfühlbroschüre vom Presse- und Informationsamt der Bundesregierung (BPA) sowie den Dax-Konzernen Schering und ThyssenKrupp. Die Auflage liegt bei 50.000 Stück. Wenn schon sonst nichts, so doch zumindest ein schöner großer Stapel Altpapier! - Was man über die entsprechende Web-Seite nicht sagen muß (da man hier zum Glück kein Papier verschwendet hat ...), obwohl sie, wie überaus passend, mit sage-und-schreibe 97 (in Worten "siebenundneunzig"! Programmierfehlern gespickt ist. Einen herzlichen Glückwunsch für diese weitere innovative Meisterleistung an die Flickschuster dieses Web-Auftritts!

Diesel, Luther, ... Bismarck?

Kurzweilige Lektüre ist die Fibel allemal. Zwar überrascht es nicht, daß der Dieselmotor aus Deutschland kommt (Rudolf Diesel, 1890), aber vermutlich kennt nicht jeder den Dresdner Apotheker Ottomar Heinsius von Mayenburg (1907), den Erfinder der Zahnpasta. Oder Emil Berliner, der 1887 den Plattenspieler erdachte. WOW!

Allerdings findet sich in der Übersicht der 50 Stars auch reichlich Seltsames. So listet die "aufwendig recherchierte" (Heitmüller) Broschüre beispielsweise den Deutschen Otto von Guericke als Erfinder des Vakuums auf. Das ist natürlich hanebüchener Blödsinn. Selbst die Entdeckung des luftleeren Raums kann der Deutsche nicht für sich reklamieren. Diese Ehre gebührt dem Italiener Evangelista Torrelli, der es - sorry, Otto - sechs Jahre früher schaffte. Soviel zu "aufwendig recherchiert". Altpapier, wie gesagt.

So geht es munter weiter. Da synthetisiert Felix Hoffmann laut Broschüre die erste Acetylsalicylsäure (1897) - in Wirklichkeit gelang das dem Franzosen Charles Frédéric Gerhardt bereits 40 Jahre früher. Hoffmann machte den Stoff lediglich reiner und brachte ihn bei Bayer als Aspirin zur Marktreife. Den Buchdruck bekommt wieder einmal Johannes Gutenberg (1440) zugesprochen, obwohl inzwischen gut dokumentiert ist, daß die Chinesen 300 Jahre früher das Prinzip entwickelten. Erwähnte ich schon den Begriff "Altpapier"? Auch dies im Übrigen eine typisch deutsche Erfindung, zumindest, wenn es schon, wie in diesem Falle, von vorneherein als solches produziert wird ...

Die Amis gehen leer aus

Den Autoren ist es anscheinend schwer gefallen, 50 Innovationen zusammenzubekommen. Not macht erfinderisch: Als herausragende deutsche Ideen müssen folglich die Currywurst (Herta Heuwer, 1949), die Reformation (Martin Luther, 1517) und die Sozialgesetzgebung (Otto von Bismarck, 1883) herhalten. Letztere sei ein Vorbild für den Rest der Welt gewesen, zumal für die erzkapitalistischen Briten. Dass der englische Schatzmeister William Dowdeswell bereits 100 Jahre vor dem Eisernen Kanzler die ersten Sozialgesetze durchs Parlament boxte, ist den Autoren, wie so vieles, entgangen.

Die Fibel, die von der Innovationsinitiative derzeit an die Außenstellen des Goethe-Instituts verteilt wird, soll auch ins Englische übersetzt werden. Vor allem Amerikaner, die stolz auf Erfinder wie Levi Strauss, George Stibitz, oder Thomas Edison sind, dürfen sich auf einiges gefasst machen. Sie können dann Schwarz auf Weiß nachlesen, daß Bluejeans, Computer und Glühbirne allesamt deutsche Erfindungen sind. Und unter Anderem wegen genau dieser Art, uns unverfroren mit fremden Federn schmücken zu müssen, wollen die Flachköpfe uns wohl auch nicht als ständiges Mitglied im UNO-Sicherheitsrat haben ...

© 2005 - FW

ZITAT ENDE.

"Land der Erfinder". Na klar. - Zumindest, was den unbegrenzten Ideenreichtum unserer Elite angeht, sich die Taschen vollzustopfen.

Albern, debil, senil, infantil, peinlich, blamabel, etc, etc, - und natürlich, wie im zeitgenössischen Innovationsstandort Deutschland üblich, aus der Hüfte geschossen und (natürlich!) nicht getroffen, will sagen, im eigenen Sinne mit Fehlern behaftet, weil mit glühender Nadel gestrickt (Die "Blue-Jeans": eine deutsche Erfindung. Genau!), wie so ziemlich alles, was die Berliner Puppenkiste in den letzten 7 Jahren so ausgekotzt hat. Ein weiteres Paradebeispiel für die rot-grünen "Leistungen" seit 1998, eben. Wenn Geld für derartigen Unfug da ist, dann kann es uns ja so schlecht noch nicht gehen.

Das hierzulande "weniger" Neues erfunden wird, liegt wohl eher vor allem an typisch deutschen, sprich sesselfurzigen, Hürden bei der Patentanmeldung und insbesondere dem massiven Lobbyismus in den mit Mitarbeitern einschlägiger großer Konzerne (den wahren Innovationsmotoren!) besetzten Prüfungskommissionen, denen es natürlich passender ist, Neuigkeiten des eigenen Unternehmens zum Patent zu bringen. Nicht zuletzt diese Praxis hat zu einer massiven Abwanderung neuer Ideen nach, na, wohin wohl? - natürlich Amerika! - geführt.
   Beispiele für diesen Exodus gibt es reichlich, und die wiederholte Anprangerung dieser Zustände auch in einschlägigen teilweise sogar seriösen (TV-)Magazinen (nicht auf RTL, neee!) bringt nicht wirklich eine Änderung zuwege: ("Prüfer" eines Unternehmens zerreden eine Innovation eines Privatmannes als nicht patentwürdig, um dann ein knappes Jahr später selbst mit dieser, dann natürlich eigenen(!), "bahnbrechenden" Erfindung ein Patent anzumelden und natürlich auch zu erhalten!)
   ...Welch' Überraschung: Filz, Korruption und Selbstbedienung, soweit das Auge reicht.

Ein Schelm, wer ...

Eine Frage noch: Es sind doch hoffentlich auch so tolle Erfindungen wie "arbeitsagentur.de", "TollCollect", das Dosenpfand, Windgeneratoren ohne Verbindungsleitungen, Studien zum "Verhalten von Radiocäsium in Wildschweinen" (Trittin, Berlin, hohl im Kopf), der besseren "Erklärung des Waldes speziell für SpaziergängerINNEN" (Höhn, Düsseldorf, im Kopf wie Trittin) oder auch die Supersoftware für ALG-II von den Telekomikern in dieser Lachfibel vermerkt? Dergleichen würde ja zumindest die Position "Hach, was sind wir doch witzig - ein bißchen blöde zwar, aber doch unheimlich witzig!" unterstützen?!

Und um die Blamage perfekt zu machen, verteilt man dieses Pamphlet zu allem Überfluß über die Goethe-Institute.
Wie passend.

© 2005 - FW

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Rubrik: Hat irgendjemand etwas anderes erwartet?

Lafontaine beharrt auf Gehalt vom Springer-Verlag

ZITAT:

EX-"BILD"-KOLUMNIST: Als Spitzenkandidat der neuen Linkspartei schimpft Oskar Lafontaine gern gegen die "Selbstbedienungsmentalität" von Managern oder Politikern. Geht es um seine persönlichen Finanzen, ist der frühere SPD-Chef alles andere als bescheiden.


Neben seiner Pension aus öffentlichen Ämtern oder Einkünften als Buchautor kassiert der 61-Jährige derzeit vom Axel-Springer-Verlag monatlich mehr als 5000 Euro - ohne verwertbare Gegenleistung.

(...)

   ZITAT ENDE.

Er weiß, wie man richtige Verträge macht. Leistungsbezogene Bezahlung ist aus gutem Grunde bei "Politikerns" nicht wirklich gut angesehen, denn dann nagten die meisten dieser Herrschaften wohl wirklich am Hungertuch und müssten HARTZ-IV beantragen.
   Nun sollte endlich auch der letzte Traumtänzer in unserer Selbstbedienungsrepublik aufgewacht sein: Egal, welche Parteizugehörigkeit, egal, welche Ebene: vom städtischen Sesselfurzer über Thorsten Thümler, die Herren Wendthausen und Viereck, bis hin zu dem saarländischen Luden: in punkto "Abzocken" kann keiner dem Anderen wirklich das Wasser reichen (oder abgraben, wie-auch-immer ...).

Und: Gut zu wissen: Bei der "BLÖD" sind's, wie's scheint, nicht nur die Leser. Wie bezeichnend ...

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Rubrik: Das war's dann (mit den Dementis)

Personalchef Hartz gibt auf

ZITAT:

VOLKSWAGEN-AFFÄRE: Der seit Tagen im Kreuzfeuer stehende VW-Vorstand Peter Hartz gibt auf. Deutschlands bekanntester Personalchef bot heute dem Aufsichtsrat des Autokonzerns seinen Rücktritt an. Mehrere ehemalige(!!?) Vertraute von Hartz sollen in den Wolfsburger Schmiergeld- und Korruptionskandal verwickelt sein.

Hartz übernehme mit diesem Schritt die Verantwortung für die Unregelmäßigkeiten(??!) einzelner(??!) Mitarbeiter, die in den zurückliegenden Wochen bekannt geworden seien, teilte das Unternehmen mit. Nach Angaben des Konzerns hat der Aufsichtsrat dem Rücktritt formell noch nicht zugestimmt. In den vergangenen Tagen war in der Korruptions- und Schmiergeldaffäre bei VW der Druck auf Hartz immer stärker geworden.

VW-Chef Bernd Pischetsrieder erklärte in einer schriftlichen Mitteilung: "In den zurückliegenden Wochen ist der Konzern durch das Fehlverhalten einzelner Mitarbeiter auf eine unerträgliche Art und Weise in die Schlagzeilen geraten." Die Spekulationen und Anwürfe hätten ein Ausmaß erreicht, "das im Hinblick auf das Image unseres Unternehmens, unserer Produkte und unsere Mitarbeiter nicht tolerierbar ist. Welches Image? - Redet der wirklich vom selben "Volks"-Wagen(-werk) wie wir? - Und wenn: Wo ist denn da noch was zu beschädigen?

(...)

   ZITAT ENDE.

Toll. Er tritt zurück, um "weiteren Schaden" (von der Manufaktur der überteuerten Fischkisten) "abzuwenden". Wie großmütig. Er hat natürlich nichts mit der ganzen Schmier(en)komödie zu tun. Außer, die Kohle für Puffbesuche in Brasilien und andere Verlustierungen eines offenbar ein wenig korrupten Betriebsrates bereitgestellt zu haben. Wir erinnern uns: Noch vor zwei Tagen gab es "keine Zweifel an Herrn Dr. Hartz' Integrität!". Wie schnell das Wetter doch umschlagen kann ...
   Fakt: Auch der, welcher unterschreibt, ist dran, selbst wenn er nicht wußte, welche Kurtisanen die Kohle letztendlich einsteckten. Wie heißt es doch so schön: "Unwissenheit schützt vor Strafe nicht!" - Nicht mal den "Sanierer des deutschen Arbeitsmarktes". Punkt.
   FAZIT: Erst der "Reformer der Nation" und am nächsten Tag schon das aktuellste Korruptions-"opfer". Mal sehen, wann er wo als Aufsichtsratsvorsitzender wieder auftaucht, natürlich mit mindestens doppeltem Gehalt? Diesbezügliche Wetten können heute noch bis 24:00 Uhr bei Ihrem nächstgelegenen Totalisator platziert werden.
   Auf jeden Fall dürfen wir auf den sicherlich sehr großzügigen Durchmesser seines "goldenen Fallschirms" (s.u) schon mal gespannt sein. ER muß wohl mit einiger Sicherheit NICHT das "Hose-runter-Formular" ausfüllen, denn für seinesgleichen ist die Absprungzone bekanntermaßen sehr komfortabel gepolstert, den Gürtel enger und immer noch enger schnallen müssen ja stets nur die "unpatriotischen Drückeberger" und Sozialschmarotzer mit der "ausgeprägten Mitnahmementalität" am unteren Ende der Nahrungskette ...

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Rubrik: LUKRATIVER ABGANG

Morgan-Stanley-Chef bekommt 113 Millionen Dollar zum Abschied

ZITAT:

Nach einem bösen Streit hat Philip Purcell jüngst das New Yorker Bankhaus Morgan Stanley verlassen. Der Rückzug hat sich für ihn zumindest finanziell gelohnt. Der Top-Manager bekommt Abfindungen in dreistelliger Millionenhöhe.

New York - Purcell bekomme einen goldenen Fallschirm mit Platinfütterung, schreibt die "New York Times". Dem Blatt zufolge erhält der Spitzenbanker für seinen Abgang insgesamt rund 113 Millionen Dollar von Morgan Stanley.

Der Rückzugsbonus beläuft sich demnach auf 42,7 Millionen Dollar. Hinzu kommen 34,7 Millionen Dollar an Aktien und 20,1 Millionen Dollar an Aktienoptionen. Außerdem kassiert Purcell einen Ruhestandsbonus von 11 Millionen Dollar. Garniert wird das Paket mit weiteren Zuschlägen, sowie einem Büro und einem Sekretariat auf Lebenszeit. Zudem wird Morgan Stanley jährlich 250.000 Dollar in Purcells Namen spenden.

Gegen Purcell lief seit Monaten eine öffentliche Rücktrittsforderungskampagne früherer leitender Mitarbeiter seiner Firma. Außerdem sprangen serienweise wichtige Manager ab, und die Geschäfte bei Morgan Stanley litten. Der Aktienkurs kam unter Druck. Purcell kündigte schließlich unter dem massiven Druck vor wenigen Wochen seinen Rücktritt an, sobald ein Nachfolger gefunden sei.

   ZITAT ENDE.

Frage: Was hat dieser doch offensichtlich sogar bei seinesgleichen ziemlich unbeliebte Zeitgenosse in seinem Leben geleistet, um eine derartige "Rente" beanspruchen zu können? Da stellt sich natürlich gleich die nächste Frage: Was wohl Ackermann (der mit dem "Victory!"-Zeichen) erstmal abgreift, wenn er denn (hoffentlich bald!) in die Wüste gejagt wird?
   Eines ist sicher, nach dieser Selbstbedienungsorgie mehr denn je:
"Mit anderer Leute Geld lassen sich die eigenen Taschen am besten füllen!"

   - Ein gutes Motto für die Banker in ihren klimatisierten Glastürmen ...

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Rubrik: Eine wahrhaft Tolle-Collecte ...

Testfahrer tricksen Kontrollsystem fast komplett aus

ZITAT:

LKW-MAUT: Das Kontrollsystem für die LKW-Maut weist einem Fernsehbericht zufolge große Lücken auf. Bei einem im Mai von Spediteuren durchgeführten großflächigen Test mit absichtlichen Schwarzfahrten seien mehr als 96 Prozent der Mautpreller unentdeckt geblieben.

Mainz - Die Fuhrunternehmer hätten an insgesamt drei Tagen mit 70 Lastwagen bei 140 Fahrten in ganz Deutschland insgesamt rund 33.000 Kilometer zurückgelegt, um die Effektivität des Mautsystems zu überprüfen, berichtet das "heute journal". Nur drei der Mautpreller seien aber auf frischer Tat von Einsatzfahrzeugen des Bundesamts für Güterverkehr (BAG) ertappt worden, berichtete das ZDF weiter.

Lediglich zwei weitere Schwarzfahrer seien anhand der von so genannten Mautbrücken automatisch erfassten Daten zu einer Maut-Anhörung zwecks Bußgeldbescheids geladen worden. Bei dem Test fuhren den Angaben zufolge die meisten LKW mit abgeschalteter On-Board-Unit. Diese Fahrten seien zwar anschließend auf der Abrechnung schriftlich dokumentiert gewesen, doch mit jeweils null Euro in Rechnung gestellt worden.

Die Lücken im Maut-System sind nicht neu. Seit längerem ist bekannt, daß der Betreiber Toll Collect nur jeweils einen kleinen Teil der Kontrollbrücken scharf schaltet. Entsprechend sind zu jedem Zeitpunkt große Teile von Deutschlands Autobahninfrastruktur nicht elektronisch überwacht. Auch die zusätzlichen Kontrollfahrten durch Mitarbeiter des BAG dienen eher der Abschreckung denn der Kontrolle. Die Behörde verfügt je 142 Kilometer deutscher Autobahn gerade mal über einen Kontrolleur.

(...)

   ZITAT ENDE.

Was war er am rumtoenen, der Obertrottel der Maut-Desaster-Bande: "Die Maut funktioniert perfekt! Jetzt kommt richtig viel Kohle in Eichels leere Schatullen! Blaah-Laber, Faselblubber. Süllz!"
   Und was ist es wirklich? Offensichtlich mal wieder nur eine weitere lächerliche Szene in dem hochnotpeinlichen Kabinettstückchen: "Die neue perfekte Bananenrepublik Doitschlannt!" unter der Regie des dackelbeinigen Hannoveraners "vom-ungefärbten-Haar!", und ein weiterer Weltmeistertitel, diesmal im Wettbewerb "LKW-pro-Dorf-pro-Stunde". Hartzlichen Glückwunsch nach Berlin für diese neue, obercoole Leistung. Und was tut er dagegen? STOLPErt von einem Presse-Blaah-Blaah zum Nächsten ...

FAZIT: Ein weiteres Ruhmesblatt für den "Technologiestandort Deutschland". Da ergibt sich zumindest die Chance für eine neue Bulmahnsche Bildungsoffensive: "BRAIN-MAUT!"

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Rubrik: Kranke abkassieren ist geil!

Krankenkassen knausern bei Leistungen

ZITAT:

SERVICEWÜSTE: Die meisten Krankenkassen haben laut der Zeitschrift "Öko-Test" erheblichen Nachholbedarf beim Service. Zudem müssen die Versicherten bei einigen Anbietern happige Verwaltungskosten zahlen.

Frankfurt am Main - In dem Test des Verbrauchermagazins zu Leistungsumfang und Service erhielt mit der Hanseatischen Krankenkasse (HEK) nur ein einziges Unternehmen die Note "sehr gut". Mit "gut" schnitten die Deutsche Angestellten-Krankenkasse (DAK) und die Hamburg Münchener Krankenkasse (HMK) ab. Bei allen anderen Kassen ließen etwa Bonusprogramme oder Leistungen für Naturheilverfahren zu wünschen übrig.

"Ökotest" hatte in der Umfrage 195 Kassen angeschrieben. Davon verweigerten rund 70 die Teilnahme - teilweise mit "fadenscheinigen Argumenten", wie es in der Juli-Ausgabe der Zeitschrift heißt.

(...)

   ZITAT ENDE.

Noch Fragen? Dachte ich mir ...

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Rubrik: Betriebsrat bei VW sein ist geil! (Hechel, Japps ...)

   (... nachdem das Modell Wendhausen/Viereck nicht mehr so richtig läuft!?)

VW soll Betriebsräte seit Jahren geschmiert haben

ZITAT:

KORRUPTIONSAFFÄRE: In der VW-Affäre tauchen neue Vorwürfe auf, nun auch verstärkt gegen Arbeitnehmervertreter: Der Konzern soll Betriebsräte durch teils 30.000 Euro teure Treffen mit Prostituierten gekauft haben, schreibt die "Süddeutsche". Der designierte Betriebsratschef sieht "Kräfte" am Werk, die der Mitbestimmung schaden wollen.

Hamburg/Wolfsburg - "Seit mehr als einem Jahrzehnt wurde der Betriebsrat vom Vorstand gewissermaßen geschmiert", zitiert die "Süddeutsche Zeitung" einen nicht näher benannten Firmen-Insider. So seien den Arbeitnehmervertretern teuere Lustreisen nach Brasilien und in andere Staaten per Firmenflugzeug genehmigt worden.

Auch das "Einfliegen von Luxus-Nutten" habe zu den Leistungen für den Betriebsrat gehört, berichtet das Blatt. Betriebsräte seien im Gegenzug auffällig bereit gewesen, sich der Konzernlinie anzuschließen, so der Bericht.

(...)

   ZITAT ENDE.

Wenn schon für nichts Anderes gut, so ist aber diese Schmier(en)komödie auf jeden Fall für die blaugelbe Obertunte mit ihrer Schwadronade gegen die zu mächtigen Gewerkschaften, den Kündigungsschutz und Mitbestimmung im Allgemeinen reichlich Öl auf ihr lauwarmes Feuerchen, das sich jetzt langsam, aber sicher, zum Flächenbrand auszuweiten droht. Gut gemacht, "VOLKS"-Wagen.
   FAZIT: Den einen laufen wegen eines gewissen Dr. Hartz die Frauen weg, und Euren Mitarbeitern bezahlt ebendieser Herr dagegen sogar die Puffbesuche in Südamerika inklusive An- und Abreise. Nun wissen wir auch, warum Eure Fischkisten derart überteuert sind!

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Rubrik: Polit-Schmarotzer in Not!

   (Und nun alle: "Oooooooooch! - Mennnnooooooo!")

Rohrpost gegen Jobangst

ZITAT:

PARLAMENTS-MITARBEITER: Die Bundestagsneuwahl wird viele Mitarbeiter von Abgeordneten den Job kosten. Am Mittwoch wird die Bundesagentur für Arbeit deshalb erstmals im Bundestag selbst Beratung anbieten. Besonders in der SPD-Fraktion geht die Angst um.

Berlin - Für alle Betroffenen, deren Nachname mit den Buchstaben A - L anfängt, findet der erste harte Blick auf ein mögliches neues Leben außerhalb des Parlaments am Mittwoch statt. Von 8 bis 16 Uhr, im Anhörungssaal 3.101 des zum Bundestag gehörigen Maria-Elisabeth-Lüders-Hauses, hält die Bundesagentur für Arbeit ihre erste Informationsveranstaltung ab; die zweite, für die Nachnamen zwischen M und Z, ist für den 13. Juli angesetzt. Für alle, die dort hingehen, wird es ein verfrühter, für die meisten ein trauriger Schritt sein: Bis zu 4200 Parlamentsbeschäftigte drohen durch die Bundestagsneuwahl arbeitslos zu werden; darunter sind etwa 2100 Mitarbeiter von Abgeordneten und den Fraktionen.

"Ich hatte eigentlich vorgehabt, mich ab Ende des Jahres nach einer neuen Stelle umzusehen", berichtet ein 33-jähriger Mitarbeiter einer SPD-Abgeordneten aus Nordrhein-Westfalen. Doch die Ankündigung von SPD-Chef Franz Müntefering vom 22. Mai, daß seine Partei Neuwahlen anstrebe, hat diesen Plan zunichte gemacht. Die Suche nach einer neuen Beschäftigung muss jetzt extrem forciert werden, parallel muss der studierte Germanist auch noch einen hektischen Wahlkampf organisieren helfen. Die Begeisterung ist niedrig, der Frust dafür umso höher, zumal die Wiederwahlchancen der Abgeordneten gering sind. So geht es derzeit vielen Mitarbeitern, vor allem bei der SPD - die Umfragen sind miserabel, nach aktuellen Schätzungen drohen allein über 100 Direktmandate verloren zu gehen.

(...)

   ZITAT ENDE.

FAZIT: Manchmal trifft es doch die Richtigen! Ein großer Schluck der (zumindest vertretungsweise) eigenen bitteren Medizin. Er sei diesen Herrschaften von-den-"brotlosen-Künsten" von ganzem Herzen gegönnt. Wenn schon Millionen von arbeitsfähigen und auch -willigen (ja, Herr Schröder, auch die soll es wirklich geben!) Menschen mit produktiven Berufsausbildungen in Millionenstärke auf der Straße liegen, ist kaum nachvollziehbar, das "Germanisten", "Politologen", "Zukunftsforscher" und ähnliche Versager gutbezahlte Jobs, zudem auf Steuerzahlerkosten, haben müssen?

Warum Versager? Diese Leute sind zu dumm und / oder auch zu faul für ein schwierigeres, z.B. technisches Studium zur Sicherung des von ihnen angestrebten möglichst hohen Lebensstandards bei gleichzeitig möglichst wenig Anstrengung geistiger und schon gar keiner Belastung körperlicher Art.

Dipl. Ing. Maschinenbau? Elektrotechnik? Medizin? oder doch lieber "Phidelologie und Lochkunde"? Hauptsache, Diplom!

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Rubrik: "Das wurde ja wohl auch mal langsam allerhöchste Zeit!"

Neues Logo für Arbeitsagentur

Wie wir leider erst heute erfahren, beauftragt die CDU-Führung in gewohnt weiser Voraussicht bereits am späten Abend (etwa gegen 18:00 Uhr) des 22.Mai 2005 das notorische Entwicklungsbüro Dr. h.c. B. Erater (einem äußerst erfolgreichen Joint-Venture der auf dem Gebiet der Steuergelder-in-Beraterhonorare-Umwandlung äußerst erfolgreich tätigen notorischen Häuser Accenture, Roland Berger und McKinsey) in Vorbereitung auf ihre zukünftige äußerst verantwortungsvolle Rolle als Regierungspartei mit dem Entwurf eines neuen, äußerst aussagekräftigen, Logos für die ab Oktober CDU-gegengelenkte Arbeitsagentur, um damit auf die nun angestrebte finale Qualität der allseits äußerst beliebten und absolut superliquiden Beamtentagesstätte öffentlichkeitswirksam aufmerksam zu machen.

   Der vom Büro Dr. h.c. B. Erater vorgelegte Entwurf zeichnet sich vor allem durch die ideale Verbindung von wertvollem und bewährtem Alten mit völlig Neuem in bisher ungeahnter Weise aus. Dr. h.c. B. Erater unterstreicht besonders den Umstand, daß im Kreise seiner sich ständig im Zustand des erweiterten Bewußtseins befindenden Mitstreiter die Idee geboren wurde, die äußere Kreisfläche (r²*π-A("A")) vom abgelaufenen rot zu befreien und dafür ein freundliches, frischen Mut und Reformfreude darstellendes, schwarz einzusetzen.
   Als besonders schwierig habe sich dann allerdings anfänglich die farbliche Neudefinition für das vom Arbeits-Volk so beliebte und deshalb erhaltenswerte ("A") entpuppt. Aber bereits nach wenigen mit Hilfe von weiterem Lysergsäure-Diäthylamid als verstärkt eingesetztem Muntermacher durchwachten Nächten sei dann mit dem Geistesblitz eines bewährten, extrem kiff-festen Mitarbeiters der Durchbruch erzielt worden, hier ein freundliches, frischen Mut und Reformfreude darstellendes, schwarz einzusetzen. Dieses Design sorgt im Konrad-Adenauer-Haus auch jetzt noch für anhaltenden Furor. Endlich sei schon an der CDU-nahen Farbgebung des Logos zu erkennen, wer in diesem Lande jetzt (wieder!) wofür die Verantwortung verweigere.
   Darauf angesprochen, bedauert Dr. h.c. B. Erater, diesen wohl nicht mehr zu übertreffenden Effekt bisher garnicht erkannt, geschweige denn beabsichtigt, zu haben. Er habe bei der gesamtfarblichen Erscheinung des Logos eher vordergründig an die arbeitsmarkbezogene Zukunft dieses Landes gedacht.

   Für diese bahnbrechende Arbeit wird dem Entwicklerteam um Dr. h.c. B. Erater außer der vereinbarten Einzelgage von 254.000 € völlig verdientermaßen zusätzlich das Bundesverdienstkreuz am Bande überreicht.
   Und hier nun die wirklich (einzig?) gute Nachricht: die Kosten dieser Farbänderung werden den Steuerzahler ausnahmsweise mal nicht belasten. Die veranschlagten 18 Mrd. € (welche, wie bei derartigen Projekten üblich, zum Schluß etwa 54 Mrd € bis 63 Mrd € betragen dürften ...) werden ausschließlich durch Kürzungen beim ohnehin völlig überhöhten AlgII freigesetzt. Und spätestens dieser geniale Schachzug wird dem schwarz-gelben Rettungseinsatz für unsere geliebte Bananenrepublik bei den nächsten Bundestagswahlen ganz sicher einen überwältigenden Sieg knapp an der 100-Prozent-Marke (allerdings leider abzüglich der dann auflaufenden 12..15% Sozialschmarotzer, Drückeberger und Faulpelze) bescheren und seine Widersacher auf die bisher von Guido Westerwelle warmgehaltenen Hinterbänke respektive gleich ganz aus dem Reichstag verweisen.

   Ejakulateur dieser (Steil-)Vorlage: Harald Glante

FAZIT: CDU - Du unsere (neue?! - letzte?!) Hoffnung!

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Rubrik: Leben und fressen lassen ...

Ein Herz für Heuschrecken

ZITAT:

KOLUMNE: Die Heuschrecken-Debatte wirkt noch nach, da gibt eine Hochschule dem Kapitalismus den Rest - mit einem Studiengang für "mehr Ethik" in der Ökonomie. Per Hinrichs fragt: Was soll das, Uni Eichstätt?

Hat der Kapitalismus das verdient? Die maßlosen Gewerkschaftsforderungen nach mehr Lohn hat er gerade noch verkraftet, mit dem Kündigungsschutz muss er leben, den Angestellten gar bezahlten Urlaub gewähren. Doch jetzt holt die Katholische Universität Eichstätt zum wohl finalen Schlag gegen das weltweit beliebteste Wirtschaftssystem aus. Sie führt den ersten Master-Studiengang für "mehr Ethik" in der Ökonomie ein: "Werteorientierte Personalführung und Organisationsentwicklung".

   
  Locusta Migratoria  

Und das im Land der Ackermanns und Essers, dieser erfolgreichen Konzernkapitäne! Aber nein, es gebe angeblich "Plausibilitätsverluste für Führungspersönlichkeiten", meint der Dekan der Fakultät für Religionspädagogik, Professor Uto Meier.

   
  Locusta Ackermannia
(Mutantiatus Abzockis)
 

Hallo? Ethik? Wo taucht die denn in einer Unternehmensbilanz auf? Gibt's dafür überhaupt eine Kostenstelle? Firmen brauchen Profit, am besten mehr Profit, nicht mehr Ethik, dafür kann sich in Zeiten der Globalisierung keiner etwas kaufen. Und darum geht es im Kapitalismus: Kaufen und verkaufen - mit Profit, nicht mit Ethik, Herr Meier!

Wer Firmen Ethik verordnen will, käme wahrscheinlich auch auf die Idee, Heuschreckenschwärmen das Fressen zu verbieten. Ethik ist in der Wirtschaft so nützlich wie ein Skilift in Ostfriesland. Wer schon unbedingt schlaumeiern will, worauf es bei visionärer Unternehmensführung ankommt, sollte sich um die Kunst der Symbolik kümmern. Als Dozent dringend zu empfehlen ist Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann - der mit dem Victory-Zeichen.

   ZITAT ENDE.

FAZIT: Respekt, Herr Hinrichs! Ein gelungener Beitrag. Vor allem die unverkennbare, feiste Familienähnlichkeit der beiden obigen Individuen. Sie könnten beinahe als Zwillinge durchgehen ...?

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Rubrik: Und wieder mal die Pannenclowns der TTM-(was-auch-immer)!

BUNDESAGENTUR FÜR ARBEIT:
Software-Panne betrifft 700.000 Arbeitslose

ZITAT:

Die pannengeplagte Bundesagentur für Arbeit hat erneut mit einem Softwareproblem zu kämpfen: Die Programme für die Berechnung des Arbeitslosengeldes II können nicht rechtzeitig auf neue Regeln umgestellt werden, weil die Telekom-Tochter T-Systems mit der Programmierung nicht hinterherkommt.

Wieder auf Handbetrieb umschalten

Berlin - Die neue Regelung für die Hinzuverdienstmöglichkeiten beim ALG II soll von Oktober dieses Jahres an gelten - die für die Software zuständige Telekom-Tochter T-Systems habe aber erklärt, die neue Software-Version werde frühestens Anfang des Jahres funktionsfähig zur Verfügung stehen, was auch nicht weiter verwundert, denn die jetzt gültige Fassung tut's ja auch immer noch nicht, berichtet die "Berliner Zeitung". Das Blatt beruft sich auf Kreise des BA-Verwaltungsrats.

   ZITAT ENDE.

Wie heißt es doch so schön: Zu jedem Computer gehört ein Bleistift und ein Blatt Papier und ein funktionierendes Gehirn (welches man bei Beamtens allerdings offenbar oft vergeblich sucht, getreu dem alten Spruch: "Wem Gott ein Amt gegeben, dem raubt er den Verstand!")

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Rubrik: Reklame ist manchmal alles ...

   (... was man braucht, um gut dazustehen!?)

Eichel investierte 640.000 Euro in seine eigene PR

ZITAT:

REGIERUNG: Hans Eichel hat in der laufenden Legislaturperiode rund 640.000 Euro für seine Presse- und Öffentlichkeitsarbeit ausgegeben. Als einziger Minister beschäftigt er auch einen eigenen Medienberater.

Hamburg - Für die laufende Legislaturperiode hat die Bundesregierung laut SPIEGEL insgesamt 64 Rahmenverträge für die Öffentlichkeitsarbeit geschlossen. Das geht aus einem Schreiben des Finanzstaatssekretärs Karl Diller an den Haushaltsausschuss des Bundestags hervor. Allein die Kosten für die PR-Agentur Zum goldenen Hirschen summieren sich nach Angaben des Bundesfinanzministeriums auf 493.580 Euro.

Einen noch teureren Vertrag als das Bundespresseamt hat Finanzminister Eichel abgeschlossen. Für 32.016 Euro monatlich engagierte der einstige Sparminister das Unternehmen Pleon Kohtes Klewes zur Unterstützung seiner Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Bisher hat Eichel dafür gut 640.000 Euro ausgegeben - und das, obwohl er als einziger Minister obendrein einen eigenen Medienberater beschäftigt.

Der CDU-Haushaltsexperte Bernhard Kaster hat für diese zusätzliche PR-Arbeit nur eine Erklärung: "Eichel bescheinigt den eigenen Pressereferenten, daß sie für ihren Job nicht kompetent genug sind."

   ZITAT ENDE.

FAZIT: Wenn man schon für seine fetten Diäten nichts zustande bringt, dann sollte man das wenigstens gut verkaufen, oder etwa nicht? Denn: Wir haben's ja!

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Rubrik: HARTZ wirkt!

ARBEITSLOSE: Hungrig, krank, verzweifelt

ZITAT:

Von Sebastian Ramspeck

Erstmals ist die Polizei gegen private Arbeitsvermittler vorgegangen, weil deutsche Jobsuchende ins Ausland gelockt und abgezockt wurden. Die Bundesagentur für Arbeit und das Auswärtige Amt schienen zu schlafen. Haben wir tatsächlich etwas anderes erwartet?? (Was das "Schlafen" betrifft, das ist ...)

Für den arbeitslosen Maurer aus Berlin klang es nach einem Traumjob: Sechs Monate lang sollte Olaf Werner, 39, auf einer Baustelle in Spanien anpacken - mit deutschem Arbeitsvertrag, gutem Lohn und kostenloser Unterkunft in einem Hotelzimmer mit Küche und Bad.

Doch der Traumjob im Ausland entpuppte sich schnell als Alptraum. In den schäbigen Häusern, die den Arbeitern als Unterkunft dienten, gab es im Februar weder Heizung noch Decken - "nur Kakerlaken, in allen Größen", erzählt Werner. Die Männer froren, viele wurden krank. Vor allem aber blieb der Lohn aus. Werner konnte sich kaum etwas zu essen kaufen und pflückte heimlich Orangen, Kohlrabi und Honigmelonen. Ist derart schändliches Tun nun Mundraub oder einfach nur infamer Diebstahl?

Gestrandet und abgezockt im Ausland - ein Schicksal, das gewöhnlich bulgarische Baukolonnen oder russische Seeleute in Deutschland ereilt, ist jetzt deutschen Arbeitern im Ausland widerfahren. DAS nenn man echte GLEICHBERECHTIGUNG!! Nach Ermittlungen des Berliner Landeskriminalamts (LKA) sind Olaf Werner und 67 Kollegen Opfer einer neuen Betrugsmasche geworden: Erstmals Tatsächlich erstmals?? seit Einführung der Vermittlungsgutscheine der Bundesagentur für Arbeit (BA) seien Jobsuchende ins Ausland gelockt und dort um ihren Lohn geprellt worden. Dafür hätten private Arbeitsvermittler Provisionen von der BA kassiert. Gute Lehrmeister (BA) zeitigen halt gute Schüler (private Vermittler) ...

. . .

   ZITAT ENDE.

FAZIT: HARTZ wirkt, aber wie schon so oft, wieder mal nur für die, denen es nicht an der nötigen Chuzpe mangelt, diese löchrige Reformruine in einfach nur kriminell zu nennender Manier für ihre persönliche Bereicherung zu instrumentalisieren. Die Frage drängt sich immer mehr auf, ob der gute Doktor von den "geliebten Automobilen" derartiges Treiben wirklich nicht voraussehen konnte?!

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