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Schlechtes Gewissen? Nicht die Bohne!
 
 

 

Rubrik: Jetzt geht's richtig rund ...

Der Stellenabbau ist erst der Anfang

ZITAT:

MERCEDES-SANIERUNG: DaimlerChrysler-Chef Dieter Zetsche ließ den Mercedes-Mitarbeitern wenig Zeit, die Nachricht zu verdauen. Den Abbau der 8500 Stellen bei Mercedes bezeichnete er nur als den Anfang eines sehr langen und harten Weges , sein eigenes Säckel noch praller zu füllen(?).


Stuttgart - An diesem Donnerstag sollen die Mitarbeiter in den deutschen Mercedes-Werken auf Betriebsversammlungen über die Pläne informiert werden. Wie sich die geplanten Stellenstreichungen auf die einzelnen Werke verteilt, sei noch ungewiss, erklärte DaimlerChrysler-Personalvorstand Günther Fleig. Wegen der Größe des Programms sei aber bereits klar, daß vor allem die Werke in Sindelfingen und Bremen betroffen seien.

In einem Brief an alle rund 93.000 Mitarbeiter der Mercedes Car Group in Deutschland versuchte Zetsche, die Mitarbeiter für seinen Plan zu gewinnen: "Unsere Kosten liegen in allen Teilen der Wertschöpfungskette deutlich über denen der besten Wettbewerber". Angesichts der aktuellen Markt- und Wettbewerbssituation seien die Kapazitäten deutlich zu hoch.

Deshalb seien mit dem Betriebsrat in den vergangenen Wochen intensive Gespräche geführt worden, wie der Abbau sozialverträglich gestaltete werden könne, so Zetsche weiter. "In einem ersten Schritt" sei bei dem Stellenabbau "die Freiwilligkeit" vorgesehen. Er versichterte, daß dieser Schritt nicht getan würde, wenn er nicht unbedingt erforderlich wäre.

Abfindungsprogramm kostet 950 Millionen Euro

Den Beschluss zur Stellenstreichung hatte der Vorstand gestern Abend auf seiner Tagung in Detroit gefasst. Wegen des im Juli des vorigen Jahres geschlossenen Beschäftigungspakts sind betriebsbedingte Kündigungen für die DaimlerChrysler-Mitarbeiter bis 2012 jedoch ausgeschlossen. Und jetzt der ganze Vorstand: "Ooooooch! Mennnoooooo!!!!"

Fleig will den betroffenen Beschäftigten deshalb den Ausstieg über attraktive Abfindungs-Angebote versüßen. Eine Beschäftigungsagentur ... NOCH eine???! solle außerdem bei der Suche nach einem neuen Job beraten ... genau, beraten! (und mehr auch nicht!), kündigte Fleig an. Neben den Werksbeschäftigten richte sich das Abfindungsprogramm auch an die Mitarbeiter des Mercedes-Vertriebs. Die durchschnittliche Höhe der erwarteten Abfindungssumme sei noch offen, sie hänge von der Annahmequote ab.

Durch die Entscheidung des DaimlerChrysler-Vorstands werden nach Angaben des Unternehmens Belastungen von 950 Millionen Euro entstehen. In die Sanierung von smart und Mercedes fließen in diesem Jahr mehr als zwei Milliarden Euro, dank eines gewissen Herrn Schrempp, der ja vor allem mit der, wie ihr Name eher nicht vermuten läßt, - hirnlosen -, gummibereiften Kasperbude offenbar einen über zehn Jahre gepäppelten, riesengroßen Trümmerhaufen hinterließ.

( ... )

Nach der Ankündigung, Stellen abzubauen, legte die DaimlerChrysler-Aktie gestern an der Frankfurter Börse um 3,92 Prozent auf 45,65 Euro zu. Das war der höchste Kurs seit mehr als drei Jahren.

   ZITAT ENDE.

© 2005 - FW

Die Schlüsselwörter: "sozialverträglich", "betriebsbedingt", "Sanierung", "Beschäftigungsagentur", "beraten", "intensive Gespräche", "Aktie ... legt zu" - sollten uns diese Worthülsen irgendwie bekannt vorkommen?

Fazit: Mit anderer Leute Geld und Unglück (sprich: Arbeitslosigkeit) läßt sich das meiste Geld verdienen ...
Mal sehen, ob der deutsche Herrenfahrer doch noch irgendwann schlau wird und aufhört, die Zitronen des Stuttgarter Rückrufweltmeisters zu kaufen ...

... und die Analysten jubeln ...

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Rubrik: Die Anal(z)ysten jubeln!

Sparpläne treiben Daimler-Aktie auf Drei-Jahres-Hoch

ZITAT:

STELLENABBAU: DaimlerChrysler will den Sparkurs bei Mercedes verschärfen, in den deutschen Werken sind bis zu 8600 Stellen bedroht. Details der Sanierungspläne sind zwar noch unklar - die Börse applaudiert aber schon mal, die IG Metall zeigt sich "entsetzt".


Frankfurt am Main - Die Aktie des deutsch-amerikanischen Autobauers DaimlerChrysler setzte sich am Vormittag zeitweise mit einem Plus von 3,16 Prozent an die Spitze im Dax. Sie notierte bei 45,32 Euro - der höchste Stand seit 2002. Am späteren Vormittag gab sie Teile der Gewinne wieder ab.

"Das Kursplus liegt wohl an den Plänen zum Stellenabbau, die noch massiver als erwartet ausfallen dürften", sagte ein Händler in Frankfurt. Ähnlich äußerte sich ein anderer Marktteilnehmer: "Der in der Presse genannte Abbau von Stellen bei Mercedes wäre unerwartet hoch."

Bislang war immer von rund 5000 Stellen die Rede gewesen, die in Sindelfingen und Bremen abgebaut werden sollten. Diese Zahl muss nun offenkundig nach oben korrigiert werden. Man müsse von 8600 bedrohten Stellen ausgehen, berichtet die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf Unternehmenskreise. Auch laut "Stuttgarter Nachrichten" sind 8000 Stellen bedroht. DaimlerChrysler wollte zu den Berichten zunächst keine Stellungnahme abgeben.

Nach Informationen des Südwestrundfunks sind 80 Prozent des Stellenabbaus bei Mercedes in Deutschland vorgesehen. Dabei seien besonders die Standorte Sindelfingen und Bremen betroffen, hieß es in einem Beitrag am Morgen. Die Unternehmensberatung McKinsey hatte bereits vor gut einem Jahr einen Personalüberhang von rund 10.000 Stellen bei Mercedes-Benz ausgemacht. Bei der Mercedes Car Group mit dem Marken Mercedes-Benz, smart und Maybach sind derzeit in Deutschland 94.000 Mitarbeiter beschäftigt.
"Aber nicht mehr lange, nyak!-nyak!!-nyak!!!"

( ... )

   ZITAT ENDE.

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Egal, wer das Sagen hat in Berlin: das Sagen haben Andere. Das beliebte Unternehmensführungs - Bereicherungs - Spiel ist immer aktuell: "Mach' ein paar Tausend Stellen platt, und schon jubeln die Analysten an den Börsen, sprich: der Aktienkurs schießt nach oben, und dahin schießt auch der Gehaltsscheck des Vorstandes!"

Wenn doch alles in der Welt so einfach wäre wie in der Welt der McKinsey's, die, natürlich, mal wieder, wie nicht anders zu erwarten, auch beim "Stuttgarter Rückruf-Spezialisten" ihre überbewerteten (und überbezahlten!) Stellenstreich- und Vorstandsgehaltsscheckserhöhungs-Experten ins Spiel gebracht haben?

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Rubrik: Wer's glaubt, wird selig ...

Ex-Manager Schuster zahlte 100.000 Euro an Gewerkschaft

ZITAT:

VW-AFFÄRE: Neue Details in der VW-Affäre: Der im Juni von VW fristlos entlassene Skoda-Vorstand Helmuth Schuster hat wahrend seiner Amtszeit die Überweisung von 100.000 Euro an die Betriebsorganisation der tschechischen Metallgewerkschaft ZO OS Kovo Skoda Auto veranlasst.

Hamburg - Laut einem Überweisungsbeleg, der dem SPIEGEL vorliegt, ist die Summe am 8. Dezember 2004 von einer deutschen Bank auf ein Konto der Gewerkschaft bei der Ceskoslovenska obchodni banka in Prag transferiert worden. Das Geld floss wenige Monate, bevor die Vertragsverlängerung Schusters als Skoda-Vorstand anstand, der die Arbeitnehmervertretung zustimmen musste. Der Manager musste sich zu diesem Zeitpunkt Sorge um seine Karriere machen, weil er Gegner im Skoda-Vorstand hatte.

Kovo-Metall-Chef Jaroslav Povsik bestätigte dem SPIEGEL den Eingang des Geldes auf dem Konto 193261847, das auf Schusters Wunsch eigens für die Zahlung eingerichtet worden sei. Die 100.000 Euro hatten zur Rekonstruktion des Kulturhauses der Gewerkschaft in Mlada Boleslav gedient. Povsik bestreitet aber, daß es sich um Schmiergeld gehandelt habe. Weil die Arbeitnehmervertretung nicht wusste, wie sie die Einnahme verbuchen sollte, habe sie eine Schenkungsurkunde verfasst und an Schuster geschickt, sagte Povsik. Der habe noch seinen Namen als Spender einsetzen sollen. Die Urkunde sei aber nicht ausgefüllt zurückgekommen. Warum wohl?

Auch der Ex-Manager bestätigte dem SPIEGEL den Transfer. Das Geld sei aber keine Spende gewesen, sondern habe nur zur Überbrückungsfinanzierung gedient, damit das Gewerkschaftshaus nicht illiquide werde. Schuster: "Das war keine Bestechung oder so ein Quatsch." ... wie schon gesagt, wer's glaubt, wird selig! Seltsamerweise aber wurde die Herkunft des Geldes sorgsam verschleiert. Der Betrag wurde zunächst auf das Konto eines Unbeteiligten transferiert, von dem es dann ohne dessen Wissen(!!?) an die Gewerkschaft weitergeleitet wurde.

   ZITAT ENDE.

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Mal ganz abgesehen von der offensichtlichen Märchenerzählerei dieses sauberen Herrn: Wie kann es sein, daß ich, "der große Unbeteiligte", nichts davon gemerkt habe, daß "mal eben so" 100.000 EURONEN auf meinem Konto erscheinen, und besser noch: ohne mein Zutun (Unterschrift auf einem Überweisungsträger bzw. eine TAN für eine entsprechende online-Transaktion) wieder verschwinden?
   Und nochmal: "Wer's glaubt, wird selig!"

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Rubrik: Und es konsolidiert lustig weiter ...

AEG-Aufsichtsrat will Stammwerk in Nürnberg schließen

ZITAT:

UNTERNEHMEN: Das Stammwerk des Haushaltsgeräteherstellers AEG in Nürnberg steht Berichten zufolge vor dem Aus. Der AEG-Aufsichtsrat plane die Schließung der Fabrik.

Nürnberg - Der Aufsichtsrat der zum schwedischen Electrolux-Konzern gehörenden AEG werde am Freitag die Schließung der Fabrik mit 1750 Mitarbeitern empfehlen, erfuhr das "Handelsblatt" aus Unternehmenskreisen. Es gebe kaum noch eine Chance für das ehemalige Stammwerk der Traditionsmarke AEG, die Electrolux vor elf Jahren komplett übernommen hatte. In dem Nürnberger Werk werden Geschirrspül- und Waschmaschinen hergestellt.

Der AEG-Aufsichtsrat wird bei seiner Sitzung am Freitag in Brüssel auch ein von den Gewerkschaften in Auftrag gegebenes Gutachten diskutieren. Die Beschäftigten wollen auf Lohn verzichten und flexibler arbeiten. Allerdings sah Electrolux-Chef Hans Straberg nicht einmal freiwillige Lohnsenkungen als Rettungsmöglichkeit für die 1750 Arbeitsplätze in Nürnberg an.

( ... )

   ZITAT ENDE.

Die Gangart wird immer schärfer: Der nette Herr Straberg schenkt sich sogar den Versuch, die Schrauber nach dem mittlerweile vielfach bewährten und in einer gewissen Elite beliebten "von-Pierer-Modell" zu erpressen.

FAZIT: Die Glacé-Handschuhe sind ab, jetzt kommt die große Keule ohne jegliches verlogenes Vorgeplänkel mit aller verfügbaren Gewalt zum Einsatz:
   "Da ist noch was abzuzocken! Stecken wir's ein!"

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Rubrik: Der Mensch denkt, die "Elite" lenkt ...

"Gut aufgestellt für den Aufschwung"

ZITAT:

VOLKSWIRT SCHMIEDING ZU WAHL-FOLGEN: Nach der Patt-Wahl fürchten viele Wirtschaftsvertreter Jahre der Stagnation. Nicht so Holger Schmieding, Volkswirt der Bank of America - im Interview mit SPIEGEL ONLINE prophezeit er für 2006 solides Wachstum und warnt davor, den Einfluss der Politik zu überschätzen.

( ... )

   ZITAT ENDE.

So-so. Also der "Experte" 'warnt davor, den Einfluss der Politik zu überschätzen.' - und spricht endlich einmal klar und deutlich aus, was wir im Prinzip schon immer wußten:
   "Wer es noch immer nicht begriffen hat, daß unsere Profi(t)-Politiker nicht mehr als gut bezahlte Marionetten mit exorbitanten Pensionsansprüchen und somit willfährige Handlanger der Herren Ackermann, von Pierer, etc sind, der kann einem nur leid tun."
   Punkt.

FAZIT: Egal, wie das Stimmvieh entscheidet (oder auch nicht entscheidet, wie gerade geschehen), unsere Unternehmer-"Elite" wird's schon richten (in ihrem ureigensten Sinne und zu ihrem solitären Vorteil, zumindest, was die kurzfristige Rendite angeht).

Und was das für 2006 prophezeite "solide Wachstum" angeht: DAS wird allenfalls in den Portemonaies obengenannter Herren stattfinden, der schäbige Rest "bereichert" sich an HARTZ-IV und kauft sich jedes Jahr einen neuen "Volks"-Wagen, damit es wenigstens in Wolfsburg weiter voran geht. (Irgendwie müssen die Puffbesuche in Rio ja schließlich finanziert werden ...)

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Rubrik: Konsolidierung, Siemens, Teil III:
... wenn wir doch schon gerade mal dabei sind?

4000 Jobs in Kommunikationssparte gefährdet

ZITAT:

SIEMENS: Bei Siemens müssen mehrere Tausend Mitarbeiter um ihren Job bangen. Wie das manager magazin berichtet, stehen in der krisengeschüttelten Kommunikationssparte zahlreiche Stellen zur Disposition.

Hamburg/München - In der Kommunikationssparte Com von Siemens Chart zeigen könnte es zu einem massiven Arbeitsplatzabbau kommen. Wie das manager magazin vorab berichtet, werden in dem Bereich weltweit 4224 Stellen gestrichen, davon 2860 in Deutschland. Die Maßnahme soll in ein bis anderthalb Jahren abgeschlossen sein.

   ZITAT ENDE.

Egal, wer die Wahl gestern "gewonnen" hat oder noch in Dresden gewinnen wird: Die Unternehmer-Elite, mithin die tatsächliche Regierungsgewalt in unserer schönen Heuschrecken- und Bananenrepublik, zieht so-oder-so gnadenlos ihr Ding durch. Das war immer so, und das wird auch solange noch so bleiben, wie Arbeitsplätze-zum-Plattmachen zum Wohle der "Konsolidierung" da sind. Die Ratten nehmen noch mit, was sie kriegen können und verlassen dann das sinkende Schiff.

Eine Frage bleibt: "Wird der "Kapitän" (die Kapitänin??) mit untergehen?" Ich glaube, nicht.

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Rubrik: Konsolidierung, Siemens, Teil II:
Und jetzt geht es erst richtig los ...

Kehraus in der Dienstleistersparte

ZITAT:

SIEMENS-SANIERUNG: Siemens forciert den Sparkurs. Dem maladen Dienstleistungsbereich SBS drohen laut einem Pressebericht massive Einschnitte. Über Tausend Stellen sind demnach gefährdet.

München - Beim IT-Dienstleister Siemens Business Services (SBS) sollen bis zum Ende des Geschäftsjahres 2007 etwa 1,5 Milliarden Euro gespart werden, um die Margenziele, will sagen, die persönlichen Gehaltsvorstellungen, von Siemens-Chef Klaus Kleinfeld zu erreichen, berichtete die "Süddeutsche Zeitung" unter Berufung auf ein SBS-Strategiepapier. Das seien rund 30 Prozent(!!!) des Jahresumsatzes. Im kommenden Geschäftsjahr 2006 sollen demnach zusätzlich 1290 Stellen in Deutschland gestrichen werden. Zahlreichen deutschen SBS-Standorten droht dem Bericht zufolge die Schließung.

"Angesichts der schwierigen Ergebnissituation (Klartext: "Wir haben nicht mehr ganz so unverschämte Gewinn-ZUWÄCHSE wie im letzten Jahr!") bei SBS müssen wir die Kosten senken. Derzeit laufen dazu Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern", sagte ein Siemens-Sprecher gegenüber SPIEGEL ONLINE. Zu Details der Sanierung wollte sich der Sprecher mit Hinweis auf die laufenden Verhandlungen nicht äußern. "Nee, damit warten wir natürlich lieber bis Montag!" ... nach der Wahl.

Neben der SBS gehören auch die Kommunikation sowie die Logistik- und Produktionsautomatisierung zu den Krisensparten des Konzerns. Der stellvertretende IG-Metall-Vorsitzende Berthold Huber hatte gesagt, er rechne mit Stellenabbau und Lohnkürzungen bei dem Münchener Konzern.

Unter Berufung auf Arbeitnehmerkreise hatte der SPIEGEL bereits am Wochenende über Einschnitte bei Siemens berichtet. Alles in allem, fürchten Betriebsräte und Gewerkschafter, könnten bei dem Konzern bis zu 10.000 Jobs wegfallen, davon allein 3000 in der Telefonsparte, die vom Management in den vergangenen Jahren stark vernachlässigt wurde und im letzten Quartal 70 Millionen Euro Verlust machte.

   ZITAT ENDE.

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Nur eine Frage: Und wie wollen die Wespen als das voraussichtliche neue (und ebenso nutzlose) Polit-Ungeziefer in der Berliner Puppenkiste diesen Konsolidierungs- richtiger: "Vorstands-Gehaltsscheck-Maximierungs"-Trend umkehren? Die Schlüsselbegriffe sind "vernachlässigt" und "Verlust" (Klartext: "weniger Gewinnzuwachs!"), daran wird auch Merkels Angie nichts ändern (-können, -wollen, -was-auch-immer).

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Rubrik: Konsolidierung, DaimlerKrisler

Mercedes verhandelt bereits über Stellenabbau

ZITAT:

DAIMLERCHRYSLER: Bei der DaimlerChrysler-Tochter Mercedes-Benz haben einem Zeitungsbericht zufolge bereits vor Beginn der Autoshow IAA Gespräche über einen sozialverträglichen Stellenabbau begonnen. Mehrere Tausend Arbeitsplätze in Deutschland seien gefährdet.

(...)

   ZITAT ENDE.

Noch nicht allzulange ist es her, da wurden im "Hurra,-wir-sind-Exportweltmeister!"-Land die deutschen Standorte des smarten Flop-Produzenten gegeneinander ausgespielt und dadurch zu massiven Einsparungen gezwungen. Auf wessen Kosten diese Einsparungen gingen, muß bekanntermaßen nicht weiter erläutert werden.
   Und wer von den bei dieser Aktion noch übriggebliebenen Mercedes-Schraubern und SMART-Zusammensteck-Helfern nun glaubt, er käme mit einem blauen Auge (vor HARTZ-IV) davon: Pustekuchen!

Und überhaupt: was ist am Abbau von Arbeitsplätzen "sozialverträglich"? Weniger Arbeitsplätze=mehr HARTZ-IV-Penner=weniger Sozialabgaben=weniger Geld für "Vater" Staat. Jemand anderer Meinung? Ich lasse mich gern beweiskräftig vom Gegenteil überzeugen ...

Und eine Prognose kann als sicher gelten: Unter einer Wespenplage in der Berliner Puppenkiste wird sich in dieser Beziehung ganz sicher nichts zum Guten wenden. Man darf getrost davon ausgehen, daß die angedrohte Lockerung des Kündigungsschutzes und die Verweigerung einer verbindlichen Festlegung von Mindestlöhnen den Stellenabbau und die -"auslagerung" noch rapide beschleunigen werden, ebenso sicher, wie die angedrohte und auch sicher zu erwartende Erhöhung der MWSt weiterhin die Binnennachfrage ausbremsen wird. Und glaubt wirklich jemand, diese Leute würden die Öko-Abzock-Steuer, und sei es auch nur zeitweise während des aktuellen "Ölkrise"-Hypes, aufheben?

Träumer, alle.

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Rubrik: Konsolidierung, Siemens

Tausende Arbeitsplätze bei Siemens in Gefahr

ZITAT:

SANIERUNGSPLÄNE: Siemens-Chef Klaus Kleinfeld will unmittelbar nach der Bundestagswahl ein groß angelegtes Sanierungsprogramm verkünden, dem mehrere tausend Stellen zum Opfer fallen könnten. Betroffen sind drei verlustträchtige Sparten des Unternehmens.


Hamburg - Von den Sanierungsplänen betroffen sind dem "SPIEGEL" zufolge die Kommunikationssparte, die Industrielogistik und der IT-Dienstleister SBS. Das berichteten hochrangige Arbeitnehmervertreter im Anschluss an eine außerordentliche Sitzung des Wirtschaftsausschusses, bei der unter anderem über die Zukunft der drei verlustträchtigen Bereiche diskutiert wurde.

Die Teilnehmer der Krisensitzung wurden nach eigener Aussage zwar zum Stillschweigen verpflichtet, um Auswirkungen auf die Wahl zu vermeiden. Trotzdem sickerten Ende vergangener Woche bereits Details der Umstrukturierungspläne durch.

( ... )

   ZITAT ENDE.

Zitat: "... unmittelbar nach der Bundestagswahl ein groß angelegtes Sanierungsprogramm verkünden, dem mehrere tausend Stellen zum Opfer fallen könnten."
   Was will dieser Mikrozephalist uns damit sagen? Hier meine natürlich völlig aus der Luft gegriffene Interpretation: "Abhängig davon, wo ihr dummes Stimmvieh (vor allem wohl die Stoiber'schen "nicht so klugen Bevölkerungsteile" außerhalb Bayerns!?) am 18. Eure Kreuzchen macht, wird das hier ein paar tausend Schrauber den Job kosten! Wobei die unbedingt zu unterschlagende Aussage nicht "Ja" oder "Nein", sondern, wie ziemlich sicher voraussagbar, "Sofort am 19.10." oder "ein bißchen später, sagen wir mal, so am 19.11." heißen dürfte ... (War es je anders?)

Wir erinnern uns: vor nicht allzu langer Zeit regierte in diesem Laden noch ein gewisser Heinrich von Pierer, der mit dem (von mir) nach ihm benannten Modell den Siemens-Schraubern die Jobverlust-Angst-Pistole an den Kopf setzte und uns allen eine höchst durchsichtige Schmierenkomödie vorspielte. Im Klartext: "Entweder arbeitet ihr faulen Säcke für weniger Geld pro Stunde mehr Stunden pro Woche und länger bis zur Rente unter gleichzeitigem Verzicht auf Weihnachts- und Urlaubsgeld und Urlaubs- und Feiertage, oder wir gehen mit unseren Stellen nach Urinien und Kotenistan, denn dort ist man noch scharf darauf, für 1 € pro Tag 365 Tage im Jahr schuften zu dürfen!".
   Und das, was sein Nachfolger jetzt in Form einer kaum verhüllten Wahlmanipulation durchzieht, ist nicht weniger als eine konsequente Fortsetzung des o.z. "von-Pierer-Modells". Die Gangart wird weiterhin immer schärfer: Müntes Ungeziefer, welches letztendlich vor gar nicht allzu langer Zeit von seinem Kumpel mit den ungefärbten Haaren angelockt wurde, frißt sich weiter unersättlich asozial, raffgierig und kurzsichtig durch die (Job-)Landschaft.

Die doofen Schrauber haben im letzten Jahr bekanntermaßen den Rückwärtsgang eingelegt und mehr Stunden für weniger Geld abgerissen, in der Hoffnung, der Hartz-Kelch ginge an ihnen vorüber. Und nun? Heinrich macht als Nachfolger des notorischen Nuttenbeschaffers für die Wolfsburger Betriebsräte auf "Wirtschafts-(Trick-)Berater" der zukünftigen Besatzung der Berliner Puppenkiste, und sein Nachfolger dreht weiter an der Gewinnmaximierungsschraube. War das wirklich noch irgend jemandem nicht von vorneherein klar?

FAZIT: Sie sind sowas von berechenbar ...

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Rubrik: Dumm und Dümmer.

Eine Geschichte aus dem Leben: Die Gebrüder Hohlkopf.

Untertitel: Der deutsche Herrenfahrer.

Liebe Leser, lassen Sie mich Ihnen von den Brüdern Hohlkopf berichten. Ich stelle vor: die Herren Schmerbauch Hohlkopf und Lösemittelkiffer Hohlkopf. Beide arbeiten in der Airbus-Manufaktur in Einswarden an der Wesermündung. Wie man zu Recht vermuten darf, sind die Namen der Hauptakteure frei erfunden, allerdings entsprechen sie ziemlich genau dem Charakter dieser beiden intellektuellen Fehlzündungen.

Meine Damen und Herren, lernen Sie kennen: Bruder Schmerbauch ist Kraftfahrer bei der Airbus-Werksfeuerwehr, unübersehbar als solcher ausgewiesen durch sein körperlich am prominentesten hervorstehendes Merkmal, außerdem durch ein T-Shirt mit entsprechendem Aufdruck, welches sich zum Zerreißen straff über die wandelnde Drangtonne spannt. Sein Bruder Lösemittelkiffer ist seiner Verkleidung zufolge Pinselquäler, sprich Maler, Anstreicher oder Ähnliches, jedenfalls jemand, der, wie sich noch zeigen wird, ganz offensichtlich ein paarmal zu oft an den scharf odorierenden Farbdosen ohne den bekannten "blauen Engel" geschnüffelt hat.

Der Vorfall, von dem ich hier berichte, spielt sich am Vormittag des ausnahmsweise einmal schönen sonnigen 31. August im Jahre des Herrn Hartz/1 (A.D. 2005) vor einer Augenarztpraxis in der Nähe der Nordenhamer "Wesermarsch-Klinik" ab. Daß ich das Wetter derart emphasiere, gründet in dem Umstand, daß etwa sechs bis acht Patienten, darunter auch ich, auf einer Bank draußen vor der Praxis auf unseren Aufruf zum Onkel Doktor warten. Solch ein Kaiserwetter hatten wir schließlich schon seit geraumer Zeit nicht mehr. Man kann also durchaus statuieren, daß die Anwesenden, mal abgesehen von ihren Augenproblemen, den Tag und die doch recht eintönige Wartezeit ausnahmsweise mal fast genießen können. Wenn da nicht ...

Ja, wenn da nicht ein Krankentransporter der Airbus-Werksfeuerwehr vorgefahren käme. Und damit nimmt unsere kleine, aber die dummdeutsche Herrenfahrer-Überheblichkeit treffend skizzierende Geschichte ihren Anfang: Bruder Schmerbauch ist offensichtlich gekommen, um Bruder Lösemittelkiffer, den er einige Zeit vorher mit besagtem Vehikel, einem relativ modernen Diesel, abgesetzt hatte, wieder in den Schoß der Airbusse zurückzuverfrachten. Nun ist es aber so, das Bruder Lösemittelkiffer mit dem Rücken zur Fahrbahn steht und sein Gehör ganz offensichtlich nicht auf das Tuckern eines Mercedes-Diesel geeicht ist (offenbar sind seine Augen nicht sein einziges Problem?). Auch das mehrfache Hupen von Bruder Schmerbauch ignoriert er geflissentlich, womit dieser sich nunmehr gezwungen sieht, seine drei Zentner aus dem Fahrzeug zu wuchten und Bruder Lösemittelkiffer in direkter Ansprache (nicht wirklich überraschend seinem intellektuellen Niveau angepaßt peinlich ...), aufzufordern, auf den Beifahrersitz zu klettern, damit man sich wieder auf den Weg zum Ausgangsort dieser netten kleinen Ausflugsfahrt machen könne.
   Zu seiner großen Enttäuschung(?!) muß Bruder Schmerbauch allerdings erfahren, daß Bruder Lösemittelkiffer noch nicht verarztet wurde, was ihn dazu veranlaßt, seine im wahrsten Sinne des Wortes "geballte Autorität" zu dem solitären Zwecke einzusetzen, bei den ohnehin schon überlasteten Sprechstundenhilfen eine Beschleunigung "seines" Falles zu bewirken. Alles kein Problem. Im Prinzip. Wäre da nicht besagter Diesel.
   Während des gesamten Auftritts des Bruder Schmerbauch, also mindestens 10 Minuten lang, steht der Diesel etwa zwei Meter in Windrichtung von den oben erwähnten Patienten entfernt auf dem Gehsteig und stinkt und räuchert, dem offenbar nicht vorhandenen Partikelfilter sei Dank, gemütlich vor sich hin. Auf die Frage mehrerer Anwesender, ob es denn Not tue, das der Stinker die ganze Zeit läuft, kommt die originellste Antwort seit langem: "Das ist ein Einsatzfahrzeug!" hergeblubbert in dem eindeutigen Tonfall von "Kümmer Dich um Deinen eigenen Scheiß, Arschloch!"

Ah-ja. Nun wissen wir Dumpfbacken es auch. Auf meine Frage hin, warum die Tatsache des "Einsatzfahrzeugseins" denn nun ein Grund wäre, den Motor insbesondere in Anbetracht der ja nicht gerade niedrigen Kraftstoffpreise während einer längeren Wartezeit durchgehend laufen zu lassen, hebt Schmerbauch an, mir zu erklären, daß ich ja wohl keine Ahnung von den Eigenheiten eines (Diesel-) Motors hätte. Erwähnte ich bereits, daß der Motor des besagten Vehikels vermutlich eher nicht mehr aus der "Lanz-Bulldog"-Ära stammt (Glühkopf, Riesenschwungscheibe, Anlassen-mit-dem-Lenkrad und so ...)? Ergo: Ein Dreh am Schlüssel, und das Ding läuft (normalerweise, einen halbwegs fachkundigen Fahrer und entsprechende Wartung vorausgesetzt), in Anbetracht der relativen Jugend des Fahrzeuges womöglich sogar schon ohne die "Dieselgedenkminute", sprich: ohne Vorglühen. Meine diesbezüglichen Einwände schüttelt Bruder Schmerbauch ab wie der Hund das berühmte Wasser, wuchtet seine Massen in den Transporter, wendet betont langsam und rußabsondernd und entschwindet schließlich unserem Atembereich.
   Es sei mir erlaubt, zu hoffen, das ER nie einen echten Einsatz mit Einsatzhorn und Rundum-Leuchte fahren darf. Danach wäre nämlich ziemlich sicher eine gründliche Reinigung, wenn nicht sogar der komplette Austausch mindestens des Fahrersitzes notwendig. Spermaflecken sind hartnäckig.

Und als wenn das nicht schon genug Blödigkeit für einen kompletten Tagesbedarf ist, meldet sich nunmehr auch Bruder Lösemittelkiffer zu Wort, in dem er statuiert, daß ICH ja bestimmt nicht das "Benzin" (das Ding fährt mit Diesel, Hohlkopf!) für diese Verschwendung bezahlen müßte. Auf meinen darauf folgenden Einwand, daß auch ER aufgrund der Gesetzmäßigkeiten von "Angebot und Nachfrage" letztendlich an diesen Kosten beteiligt wäre, kommt die zweite hochintellektuelle Antwort des Tages: "Auf derartige Diskussionen habe ich heute keine Lust." (Nur heute, Hohlkopf?), und dann zu allem Überfluß auch noch ein wohl als nonchalant beabsichtigtes, aber eigentlich einfach nur dumm-peinliches: "Da steh' ich drüber!": Ah-ja. Der deutsche Herrenfahrer zeigt sein häßliches, überhebliches Gesicht. Die intellektuelle Verwandschaft von Bruder Schmerbauch und Bruder Lösemittelkiffer ist nunmehr unleugbar.

Eine Frage nur, Bruder Lösemittelkiffer: Stehen Sie auch dann noch "über den Dingen", wenn ihre Stelle bei Airbus gestrichen wird, weil man da, z.B., wegen des zu hohen Spritverbrauchs der Werksfeuerwehr, unter anderem auch für Ihre Dienstlustfahrten, wieder mal dort spart, wo es am einfachsten ist, nämlich bei den Eimerträgern in Ihrer Abteilung? Und mit dem kostspieligen Hobby Motorradfahren ist es dann auch bald vorbei. Sie werden es sehen. Aber Sie sind vermutlich genau der Arsch, der angesichts der hohen Spritpreise an der Tankstelle immer am lautesten furzt, nicht wahr? Dachte ich es mir doch ...

Und, wenn Sie das schon alles nicht wirklich interessiert, haben Sie je einmal in einem ihrer wenigen klaren, weil nicht vernebelten, Momente auch nur einen einzigen Gedanken an das Thema "vorsätzliche Umweltverschmutzung" verschwendet? Aber was erwarte ich eigentlich von einem Lösemitteljunkie ... 'Tschuldigung. Tut mir leid. Ehrlich. Ja doch. Ganz sicher. (von wegen ...)

EPILOG: Was an dieser ganzen Geschichte einen wirklich bitteren Nachgeschmack hinterläßt, sind folgende Tatsachen:
1.: Wie kommen diese geistigen Eigentore zu gutbezahlten Jobs in einer zudem sehr sensiblen Industrie (Flugzeugbau!), während zahllose andere, gut ausgebildete und vor allem auch mit (gesundem Menschen-)Verstand ausgerüstete, arbeitswillige und -fähige Fachleute ihr Dasein als Hartz-IV-Schmarotzer fristen müssen?
2.: Diese beiden Idioten sind nicht die Ausnahme, sondern leider eher die Regel. Man sieht sie ständig mit ständig laufenden Motoren vor den geschlossenen Schranken der Bummelbahn und Baustellenampeln mit minutenlangen Rot-Zeiten stehen und hirnlos ihren Sprit in die Luft blasen und somit auch den Preis an den Tankstellen mit hochtreiben. Spricht man sie dann auf dieses sowohl ökonomisch als auch ökologisch unsinnige Verhalten an, gibt's eigentlich immer mindestens dummpatzige Sprüche nach obigem Muster, zuweilen werden sogar auch schon mal Prügel angedroht.

FAZIT: Der Sprit ist immer noch nicht teuer genug, derartige Schwachköpfe sind der beste Beweis für diese Behauptung. Und "Umweltschutz" ist für die Hohlkopf-Brüder auch nur ein Wort. (... das sie vermutlich nicht fehlerfrei aussprechen, geschweige denn überhaupt schreiben können.)

Auf derartige Mitarbeiter und ihr Verständnis von "Public Relations" kann man bei der Firma Airbus wirklich stolz sein!?

© 2005 - FW

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Rubrik: Mit Vollgas an die Wand!

   Es ist noch Kohle da, wer hat noch nicht (genug), wer will nochmal?   

Bundesagentur droht Software-GAU

ZITAT:

HARTZ-PROGRAMM: Die Nürnberger Bundesagentur für Arbeit bekommt die Probleme mit der Arbeitslosen-Software nicht in den Griff. Nun erwägt die Behörde, das Programm für das Arbeitslosengeld II vollständig neu entwickeln zu lassen.

Hamburg - Grund sind nach SPIEGEL-Informationen die zahlreichen Fehler im existierenden Computerprogramm (eine echte Meisterleistung deutscher Spitzentechnologie "made by Telekomika", eben!), über die eine Krisenrunde aus Vertretern von Bundesagentur, Wirtschaftsministerium und Kommunalverbänden vergangenen Dienstag in Berlin beriet. Was wohl allein diese "Krisenrunde" wieder kostet? Demnach sind zu den bereits bekannten Computerproblemen in den vergangenen Wochen zahlreiche neue Schwierigkeiten hinzugekommen, so daß die Nürnberger Agenturzentrale die Software inzwischen als "nicht mehr wartungs- und entwicklungsfähig" einstuft. Man möge mir diese Ketzerei verzeihen, aber das mit der "Unfähigkeit" behaupte ich schon seit langem ...

Zum Beispiel führen die Jobcenter derzeit monatlich bis zu 25 Millionen Euro zu viel an Krankenkassenbeiträgen ab, weil das Programm wichtige Berechnungsgrundlagen nicht korrekt verarbeitet. Zudem mußte die Behörde einräumen, daß eine verbesserte Software-Version nicht wie geplant in diesem, sondern erst im nächsten Jahr aufgespielt werden kann. Und selbst diese Zeitangabe darf getrost bezweifelt werden. Für rund 60 Verwaltungsvorgänge müssen die Sachbearbeiter deshalb weiterhin auf Behelfslösungen zurückgreifen; wollen sie etwa Sanktionen für Arbeitsunwillige verhängen oder Darlehen an Bedürftige vergeben, können sie dazu nicht das eigentlich vorgesehene Computerprogramm nutzen.

Um die Probleme zu beheben, will die Krisenrunde nun bei einem Experten-Workshop unmittelbar nach der Bundestagswahl grundlegende Alternativen debattieren: Entweder sollen angepasste Computerprogramme für jede der rund 350 Arbeitsgemeinschaften erstellt Cool! Und wie viele Milliarden sollen dann für rund 350 nicht funktionierende und zu allem Überfluß auch noch sicher miteinander inkompatible Programme verbrannt werden? oder eine neue bundesweite Zentral-Software erarbeitet werden, die dann in etwa 8-10 Jahren wenigstens mal als GUI(*) ohne Funktion auf den Bildschirmen der "Fallmanager" erscheinen wird, so wie weiland der aktuelle Dreck von den T-Systems-"Experten"?. Der Programmhersteller T-Systems will an der Weiterentwicklung der Software dagegen festhalten und die aufgetretenen Mängel so schnell wie möglich abstellen. Na klar doch. Aber ganz sicher nicht "so schnell wie möglich", sondern "solange der StEURO rollt", und dann gibt es ja auch zumindest für die Luschen bei T-Systems absolut keine Probleme!

   ZITAT ENDE.

(*): GUI: Graphical User Interface, Grafische Benutzer-Schnittstelle

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Von Schwachmaten regierte Selbstbedienungs- und Bananenrepublik Doitschlannt, im Jahre des Herrn HARTZ/1: "Die Maut!", "arbeitsagentur.de", "fiscus", "blühende Landschaften!", "HARTZ-Software", etc, etc: die Anzahl der Milliardengräber steigt mittlerweile monatlich und in Zukunft wohl immer schneller, auch, was ihre Saugkraft auf Eichels leere Truhen angeht ...    Zehntausende ausgewiesene IT-Fachleute liegen auf der Straße und werden immer mehr zu Sozialschmarotzern degradiert, nur weil sie mit spätestens 35+ Lebensjahren "totes Fleisch" sind, und ein paar junge, dynamische, erfolglose und trotzdem (oder gerade, deshalb?) hochbezahlte Totalversager in Behörden und (Pseudo-)Staatsbetrieben schaukeln sich für (mindestens!) sechsstellige Traumgehälter die Eier.

Besonders pikant: Noch am 22. August, also vor gerade mal 12 Tagen, wurden die oben beschriebenen Probleme von einer Sprecherin der "nutzlosesten aller Beamtentagesstätten" vehement bestritten!

   "Angewandte Informatik" ist eine Sache. Womit diese Luschen sich allerdings ihre überbezahlte "Arbeits"-Zeit vertreiben, kann man getrost als "abgebrannte Informatik" bezeichnen.
   Wann wachen die Verantwortlichen endlich auf? Vermutlich erst, wenn ihre eigenen fetten Staatssekretärsgehälter gefährdet sind. Das kann ja noch dauern ...

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Rubrik: Erpressung. Jobs plattmachen.

VW droht mit Job-Export nach Portugal

ZITAT:

ULTIMATUM: Volkswagen will auch seinen geplanten Golf-Geländewagen in Portugal bauen lassen, falls der Betriebsrat am Stammwerk Wolfsburg nicht bis zum 26. September niedrigere Arbeitskosten akzeptiert. Ein entsprechendes Ultimatum veröffentlichte VW-Markenchef Wolfgang Bernhard. Hey! Du Nadelstreifen-Niete! Hast Du da nicht was vergessen? ERST die Nutten, DANN die Zustimmung! Sonst läuft hier gar nix!!

Wolfsburg - Die "einzige Möglichkeit", das Projekt für Wolfsburg zu retten, bestehe darin, den Bau des Wagens in die Auto 5000 GmbH zu integrieren, die zu deutlich niedrigeren Kosten als die traditionelle VW-Produktion arbeitet. "Auch für diese Entscheidung fällt das Fenster am 26. September zu", erklärte Bernhard. Erpressung ist geil und stärkt das eigene Ego, nicht wahr?

Vorher hatte das Marken-Produkt-Strategie-Komitee des Konzerns die Empfehlung abgegeben, den Wagen ab 2007 im portugiesischen VW-Werk Palmela bauen zu lassen. Dort entsteht zur Zeit der große Van Sharan und das Werk hat bereits den Zuschlag für den Bau des geplanten Cabrios erhalten.

Eine Fertigung in Palmela sei "gut 1000 Euro pro Fahrzeug günstiger als am Alternativstandort Wolfsburg", hieß es in der VW-Mitteilung. Eine Produktion des Geländewagens am Stammwerk sei "zu den heutigen Bedingungen" nicht wirtschaftlich.

Bernhard fährt harten Kurs

Damit spitzt sich der Konflikt zwischen Bernhard und der Arbeitnehmervertretung überraschend zu. Der Manager verhandelt schon seit Monaten mit dem Betriebsrat über eine Senkung der Personalkosten für das Geländewagen-Projekt. Der Betriebsrat verweist bisher auf weitere Einsparmöglichkeiten in der Produktion. Bernhard begründete das Ultimatum damit, daß bis zum 26. September "die Anlagen und Maschinen für den Fertigungsstandort spezifiziert worden sein" müssen, um den rechtzeitigen Anlauf des Fahrzeugs garantieren zu können.

(...)

Pischetsrieder deckt Bernhards Vorstoß

Bereits vergangene Woche hatte Konzernchef Bernd Pischetsrieder weitere Kostensenkungen gefordert und sich dazu auch Personalmaßnahmen offen gehalten. "Wir müssen die Kosten unserer Produktion in Europa senken", sagte Pischetsrieder. Nur wenn die Werke trotz niedrigen Dollarkurses mit Gewinn in die USA exportieren könnten, seien sie überlebensfähig. Die USA ist der wohl wichtigste Markt für den geplanten Klein-Geländewagen.

Pischetsrieder machte keine genauen Angaben dazu, wie er beim Personal sparen will. Er machte aber klar, daß das Ziel entweder über weniger Beschäftigte oder weniger Geld pro Mitarbeiter erreicht werden könne. Das klassische "von-Pierer-Modell", ein immer wieder wirksamer "Wie-mache-ich-den-blöden-Schrauber-gefügig?"-Trick, eben!

   ZITAT ENDE.


"Fleißig, fleißig, das 'Abzocken' wird dreißig!
- Die Vorstände amüsieren sich im Puff, die Schrauber kriegen 'welche druff'!"


So in etwa läßt sich wohl der derzeitige Kurs (nicht nur!) bei VW recht zutreffend beschreiben. Ein zukunftsträchtiges Unternehmensmodell, zumindest so lange, wie der deutsche Prollo weiter bereit ist, die seit Jahren überteuerten Fischkisten und Flops aus Wolfsburg zu kaufen und den dortigen Betriebsräten und Personalvorständen ihre regelmäßigen und ebenso überteuerten Lustreisen nach Brasilien, Indien, etc zu finanzieren.
   Ob die schwarzgelbe Nomenklatura diesen angedrohten weiteren Exodus von Arbeitsplätzen verhindern kann, wenn sie jetzt ans Ruder kommt?
Und: will sie das überhaupt?
   Es wird Zeit, zu realisieren, wer in dieser Bananenrepublik tatsächlich die Strippen zieht, an denen die peinlichen (Re-)Akteure in der Berliner Puppenkiste hängen. Erpressung auf allen Ebenen ist das, was kurzsichtige, raffgierige, asoziale "Nieten in Nadelstreifen" als DAS adäquate Mittel zur persönlichen Bereicherung auf Kosten aller anderen ansehen und skrupellos einsetzen.

Ein Unternehmer bemerkte kürzlich in einer Radioreportage, das es ihm auf Dauer nur gutgehen könne, wenn es auch "den Anderen" gutgehe. Ein Nestbeschmutzer!?
   - Und wer "die Anderen" sind, ist eigentlich kein Geheimnis, aber für den Fall, das Herr Bernhard, Herr Pischetsrieder und all die anderen Abzocker das noch immer nicht begreifen wollen: "Die Anderen" sind die von ihnen und Ihresgleichen so verteufelten "Kostenfaktoren" an den Montagebändern, die nach Feierabend ja auch möglichst regelmäßig einen neuen Gelände-Golf (wer braucht diese lächerliche Karre überhaupt?) oder was-auch-immer konsumieren sollen! Wenn ich meine Produkte verkaufen will, muß ich die Produzenten auch angemessen für ihre Arbeit entlohnen. Das ist nun mal so.

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