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Schlechtes Gewissen? Nicht die Bohne!
 
 

 

Rubrik: Klappern gehört zum Handwerk.

Fette Gewinne - sinkende Löhne

07.12.2004: spiegel-online berichtet:

ARBEITNEHMER UNTER DRUCK

Magere Einkommenserhöhungen, längere Arbeitszeiten ohne Lohnausgleich, Kürzungen bei Weihnachts- und Urlaubsgeld- für die Arbeitnehmer in Deutschland war 2004 ein schwarzes Jahr. An fehlenden Gewinnen der Unternehmen kann es nicht liegen. Insgesamt verdienten die 30 Dax-Konzerne in diesem Geschäftsjahr rund 62 Milliarden Euro - Rekord.

Frankfurt am Main - In der Öffentlichkeit übernahmen Siemens, DaimlerChrysler und Volkswagen die Vorreiter-Rolle. Doch auch die weniger beachteten Betriebe des Mittelstands zogen unnachgiebig mit und verlangten von den Beschäftigten zur Standortsicherung harte Einschnitte. "Die Tarifstandards sind enorm unter Druck geraten", stellt der Leiter des gewerkschaftsnahen WSI-Tarifarchivs, Reinhard Bispinck, fest.

Die anhaltende Konjunkturschwäche, nicht zuletzt durch sie selbst befördert, lieferte den Firmenchefs die Argumente - und beschleunigte die Demontage und ihre eigene Bereicherung. Dem Druck der Unternehmen, ihre Kosten zu senken, steht die wachsende Angst der Beschäftigten vor Arbeitslosigkeit und Armut gegenüber. Mit der Androhung von Verlagerungen ins Ausland und dem Abbau von Arbeitsplätzen im Inland sind die Belegschaften erpressbar geworden.

Es ist aber nicht allein die Konjunkturschwäche, die die Konzernmanager ins Feld führen. Besonders die EU-Osterweiterung und die Globalisierung hätten den Kostendruck in Branchen wie der Automobilindustrie, die sich auf Weltmärkten behaupten müssten, massiv verstärkt. Nahezu gebetsmühlenartig verweisen die Verbandsvertreter der Arbeitgeber auf den internationalen Wettbewerb, der die Steigerung von Gewinnen geradezu gebiete. Wie bitte? Die EU-Osterweiterung? das ist doch eigentlich ein neuer riesiger Absatzmarkt insbesondere für die Auto- und Elektronik-Schrauber! Wie kann das auf die Gewinne drücken (was es ja auch offensichtlich nicht tut?!)

Immerhin - auf diesem Feld haben die Dax-Konzeren bereits spürbare Fortschritte erzielt: 2004, das Jahr der Hartz-IV-Proteste, wird - so viel ist jetzt schon sicher - ein Rekordjahr werden. Gut 62 Milliarden Euro werden die 30 im Dax gelisteten Firmen nach Schätzungen der Analysten von Thomson Financial am Jahresende eingefahren haben. Topscorer ist der DaimlerChrysler-Konzern, der seine Gewinne im Vergleich zu 2003 um 677 Prozent steigern konnte. Die Deutsche Telekom folgt mit 238 Prozent, die Münchener Rück macht vor Steuern voraussichtlich 136 Prozent mehr Geld, bei ThyssenKrupp werden es 94 Prozent sein. Insgesamt stieg der Vorsteuer-Gewinn aller 30 Unternehmen um 112 Prozent.

Auf Löhne und Gehälter bleibt der Druck dennoch unvermindert, denn einen Großteil der Gewinne erwirtschaften die Unternehmen in Standorten im Ausland. Längst genügt es nicht mehr, wenn sich Arbeiter in Deutschland zusammenschließen und für Lohnerhöhungen kämpfen - die viel billigere Konkurrenz arbeitet jenseits der Landesgrenze. Und warum verkaufen unsere Großabzocker ihren Müll dann nicht auch da? Billig zusammenschustern in Urinien und Kotenistan, hier den Leuten die Kohle wegnehmen und gleichzeitig von ihnen verlangen, den überteuerten Schrott zu kaufen, um "die Binnenwirtschaft anzukurbeln!"?

"Volkswirtschaftlich betrachtet helfen neue tarifliche Kostensenkungspotenziale, dem Trend zur Abwanderung von Arbeitsplätzen entgegenzuwirken", sagt dazu der Präsident des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall, Martin Kannegiesser, lakonisch. ARSCHLOCH! (Entschuldigung, aber einer muß das ja mal sagen ...) In der Metall- und Elektroindustrie - mit 3,5 Millionen Beschäftigten der größte deutsche Wirtschaftszweig - wurden im Februar nach harten Auseinandersetzungen die Möglichkeiten zur Abweichung von Tarifstandards auf Betriebsebene ausgeweitet. In 84 Betrieben wurde inzwischen - mit Zustimmung der IG Metall - die Arbeitszeit verlängert oder Sonderzahlungen gekürzt.

Mit dem Metall-Abschluss von Pforzheim wurden längere Arbeitszeiten das tarifpolitische Top-Thema des Jahres. Politiker und Arbeitgeber übertrumpften sich mit Forderungen nach 50 Stunden Wochenarbeitszeit oder mehr. "Im Grunde geht es den Befürwortern weniger um die Arbeitszeit selbst als vielmehr um eine Lohnsenkung durch die Hintertür", kritisiert WSI-Experte Hartmut Seifert. So verwundert es kaum, dass nach einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) in den kommenden drei Jahren jedes zweite Industrieunternehmen die Wochenarbeitszeit ohne vollen Lohnausgleich verlängern will.

Das Thema Lohnerhöhungen ist demgegenüber in den Hintergrund getreten. Nach Schätzungen des WSI-Tarifarchivs sind die tariflich vereinbart Löhne und Gehälter in diesem Jahr durchschnittlich um 1,5 bis 2,0 Prozent gestiegen, die effektiven Steigerungen dürften bei 0,5 Prozent liegen. Dennoch steht für 2005 schon die Forderung nach Nullrunden im Raum. "Die Maßlosigkeit und Phantasielosigkeit, ständig von den Beschäftigten Nullrunden zu fordern, stellen mittlerweile eine gefährliche Mischung für die Zukunft des Standortes dar", sagt IG-Metall-Vize Berthold Huber. Es müsse auch im Interesse der Arbeitgeber liegen, die Menschen "vom Angstsparen zum Geldausgeben zu bewegen". Nicht, solange nicht jeder Einwohner auf dem Balkan und im Sudan seinen 320E, Touareg und Phaeton und mindestens eine komplette Kommunikationsausrüstung mit eigenem UMTS-Sendemast gekauft hat ...

2005 wird im Öffentlichen Dienst, in der chemischen Industrie, im Handel, in der Druckindustrie und bei den Versicherungen verhandelt. In der Metall- und Elektroindustrie wird es wegen der langen Laufzeit des aktuellen Tarifvertrages eine Pause geben. Der Wirtschaftsweise Peter Bofinger fordert ein Ende der Lohnzurückhaltung, um die Binnennachfrage anzukurbeln. "Wenn man der Kuh mehr zu fressen gibt, dann kann man sie auch wieder mehr melken." Lieber Herr Bofinger: Solange die Sparkonten und privaten Rentenversicherungen via HartzIV nicht komplett in die bodenlosen Taschen unserer Politiker und deren Unternehmerkumpane umgeleitet worden sind, muß weiter abgepumpt werden, die Schere ist noch nicht weit genug offen ...

Voraussetzung für die Durchsetzung tariflicher Verbesserungen sind aber starke Gewerkschaften. 2004 hat sich das Kräfteverhältnis deutlich zum Nachteil von IG Metall, Ver.di und Co in Richtung Arbeitgeber verschoben. "Die Unternehmer sind in die Offensive gegangen", sagt der Frankfurter Gewerkschaftsforscher Josef Esser. Allerdings hätten sich die Arbeitnehmerorganisationen tapfer geschlagen. "In stürmischen Zeiten sind sie viel stärker als früher als Rettungsboot nötig", meint Esser. Die "SOS-Gewerkschaft" könne oft mit Beschäftigungssicherungsverträgen das Schlimmste verhindern. "Wenn die Rettungsstrategie aufgeht, kann ihr Image wieder steigen." Ein Image, an dem sie nach den privaten Bereicherungsaktionen (Stichwort: Insidergeschäfte) einiger ihrer Top-Manager und den Querelen untereinander wohl auch nicht so ganz unbeteiligt sind?!

   ZITAT ENDE.

DaimlerChrysler: SECHSHUNDERTSIEBENUNDSIEBZIG PROZENT! Also fast 7-mal so viel Gewinn wie im letzten Jahr!(?)
- Dreiste Ausreden und Selbstmitleid: so suchen diese offensichtlich unersättlichen Blutsauger ihre Raffgier zu rechtfertigen. Man nimmt den Menschen Lohn und Brot (und ihr Erspartes) und verlangt gleichzeitig Konsum ohne Grenzen. Diese Chuzpe hat schon eine gewisse Grandezza. Soviel Frechheit ist wohl kaum noch zu überbieten. Und unsere Volksvertreter, allen voran der gefärbte Hannoveraner, unterstützen sie nach Kräften mit der Aufforderung zum Kaufen!, Kaufen!, Kaufen! Wenn's denn unbedingt sein muß, auch schon mal auf Pump ...
   Wozu das bei den Dümmeren unter uns Stimmviechern führt, ist wohl klar: DIE bezahlen noch im nächsten Dezember die Raten für die diesjährigen Weihnachtsgeschenke. Sie sind die Idioten, die (wegen leerer Portemonaies auf Kredit) unsere "Elite" weiter fett füttern.

© 2004 - FW

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Rubrik: PLEITESTATISTIK

2004 melden weniger Unternehmen Insolvenz an

ZITAT:
Die Zahl der Firmenpleiten wird 2004 nach Schätzungen des Statistischen Bundesamtes erstmals seit fünf Jahren leicht zurückgehen. Bei den Verbraucherinsolvenzen ist der Aufwärtstrend dagegen ungebrochen.
   ZITAT ENDE.

die konkreten Zahlen ...

Hört sich toll an, ist es aber nicht: im letzten Jahr waren es knapp 39.000 Pleiten, dieses Jahr sind es gerade mal 320 (in Worten: dreihundertundzwanzig!) weniger. Oder anders ausgedrückt: lächerliche minus 0,82 Prozent! Diesen Wert kann man bestenfalls als statistischen oder Meß-Fehler bezeichnen.
   Und warum überhaupt weniger? Weil alle die, die jetzt noch leben, zu den Großabzockern á lá Siemens und Deutsche Bank gehören, die wissen, wie man Schlupflöcher ausnutzt und auch das nötige Kleingeld in der Portokasse haben, um dieses mit satten Extragewinnen tun zu können. - Darum!
   FAZIT: Deutschland schrumpft sich weiterhin gesund!
   Nichtsdestotrotz wird Wolfgang-"die-Wirtschaft-brummt!-Ihr-Doofen-merkt-es-nur-nicht!"-Clement wieder mal seinen Regentanz zelebrieren, sich in die Brust werfen wie das sprichwörtliche Schwein in die Scheiße und schwadronieren, das der Aufschwung immer mehr in Fahrt kommt.
   Das ist wie mit dem Reality-TV: es passiert (hier leider) immer nur den Anderen.

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Rubrik: Selbstbedienung

Frohes Fest in den US-Chefetagen

ZITAT:

GRATIFIKATIONSSAISON
Von Marc Pitzke, New York

Vorweihnachtsfreude an der Wall Street: Die US-Konzerne zahlen zur Jahreswende wieder Rekord-Boni an ihre Top-Manager. Tatsächliche Leistung spielt bei solchen Geldgeschenken aber nicht unbedingt eine Rolle, wie das Beispiel des wankenden Pharmariesen Merck zeigt.

   ZITAT ENDE.

Wenn man den gesamten Artikel liest und hiermit in Relation setzt, dann weiß man, wie gut es den deutschen Managern gehen muß ...

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Rubrik: SIEMENS geht's schlecht

Länger arbeiten für weniger Geld

ZITAT:
Mehr als 20.000 Beschäftigte des Technologiekonzerns Siemens erhalten vor dem Weihnachtsfest eine bittere Botschaft. Durch die Neustrukturierung des Deutschlandgeschäftes drohen ihnen Gehaltseinbußen und längere Arbeitszeiten. Die IG Metall kündigt Proteste an.
   ZITAT ENDE.

die ganze Sauerei ...

FAZIT: Nachdem ich das veröffentlicht hatte, warf man mir in etlichen E-Mails Hetze gegen die arme Unternehmerelite und Panikmache vor. Wenn der Anlaß nicht so traurig wäre, kramte ich nunmehr meine Schadenfreude raus. Ich tu's aber nicht.

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Rubrik: Und die Clement-AG expandiert weiter ...

Opel läßt auffangen

06.12.2004: Der Stern berichtet heute, daß GM angeblich 7.500 (lt. Spiegel sogar nur 6.000) von ihren "freizusetzenden" etwa 10.000 Schraubern in eigens dafür zu gründende, schon in der Vergangenheit lediglich als Augenwischerei in Sachen Arbeitslosenquotenanstieg entlarvte "Auffanggesellschaften" abschieben will. Das diese Gesellschaften im Prinzip nur eine Gewissensberuhigung für den schwadronierenden Regentänzer aus der Berliner Puppenkiste sind, hat sich in der Vergangenheit mehr als einmal bestätigt, wenn Arbeitsplätze "sozialverträglich" plattgemacht wurden: die entsprechende Scharade bei Grundig etwa hat nur ein mageres Drittel von 760 geschaßten Malochern innerhalb ihres "Auffangjahres" einen neuen Job beschert, mit welchen Abstrichen, sei ohnedies dahingestellt. Der Rest war dann pünktlich nach 365 Tagen ohne Job und wechselte zur Clement-AG.

das ganze Trauerspiel ...

FAZIT: Dieser Unfug wird den Kanzler mit der ruhigen Hand und seinen Regentänzer, Wolfgang-"die-Wirtschaft-kommt-nächstes-Jahr-in-Fahrt!"-Clement, bestimmt freuen: fallen doch von den etwa 10.000 zu erwartenden neuen Mitarbeitern der AfA mindestens 6.000-7.500 erst in einem Jahr an: das schönt die Statistik doch ganz prima!
   Es sei die Prognose erlaubt, daß die Opelaner noch weniger Glück bei einem Neuanfang haben werden als seinerzeit die Kollegen von Grundig aus dem Beispiel oben:

  • Sie werden sich gewaltig einschränken müssen. (Es gibt da ein paar interessante Fakten, auch aus der GM-Firmenhistorie bezüglich Massenentlassungen zur Profitsteigerung).
  • Alle Autohersteller werden mit ihren Bändern über kurz oder lang nach Urinien und Kotenistan abwandern , und wer will da schon hin?
  • Opel-Fahrzeuge geniessen keinen guten Ruf, was die Qualität angeht. Das wird sich nicht unbedingt positiv auf die Jobchancen der gefeuerten Opel-Schrauber auswirken, egal, was da tatsächlich aktuell zusammengebastelt wird.
  • Und überhaupt: warum sollte es den Opelanern besser gehen als Millionen anderer Sozialschmarotzer?

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Rubrik: Die Überraschung des Jahres!

DGB-Chef warnt vor Aufspaltung von Vollzeitstellen

ZITAT:
DGB-Chef Michael Sommer befürwortet die Abschaffung geringfügiger Beschäftigungsverhältnisse. Die so genannten Minijobs zerstören nach Ansicht des Gewerkschafters Hunderttausende normaler Stellen.

Hamburg - Der Zeitung "Bild am Sonntag" sagte Sommer: "Es gibt viel bessere Lösungen als die Minijobs. Sie sollten durch generelle Freibeträge in der Sozialversicherung ersetzt werden. Das würde untere und mittlere Einkommen, aber auch arbeitsintensive Betriebe massiv entlasten, Verdrängungseffekte verhindern und wirklich neue Stellen schaffen."

Zur Begründung sagte Sommer: "Die Entwicklung der Minijobs hat unsere schlimmsten Befürchtungen bestätigt. Es werden keine neuen Arbeitsplätze geschaffen, es werden bestehende Stellen massenhaft aufgespaltet in viele kleine Jobs. Wir haben früher vor Drehtüreffekten gewarnt, aber die Drehtür dreht sich nun in der Geschwindigkeit eines Ventilators." Oder vieleicht sogar einer Jet-Turbine??

Scharfe Kritik kam auch von der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di. Ihr Vorsitzender, Frank Bsirske, sagte der Zeitung: "Allein im Einzelhandel sind in einem Jahr 227.000 reguläre Arbeitsplätze weggefallen, während die Zahl der Minijobs im gleichen Zeitraum um 176.000 auf 835.000 gestiegen ist." Bsirske fügte hinzu: "Minijobs schaffen keine Arbeitsplätze, sie vernichten sie." Etwas in dieser groben Richtung, mit allerdings gleichem Vorzeichen, haben viele Leute mit halbwegs gesundem Menschenverstand schon vor einiger Zeit gewußt und: behauptet!

Die Bundesknappschaft zählte Ende September nach Angaben der Zeitung 8,4 Millionen so genannte geringfügige Beschäftigungsverhältnisse in Deutschland. Das seien 400.000 mehr als Ende Juni.
   ZITAT ENDE.

im Original ...

Man hat ihn noch genau im Ohr, den schwadronierenden Regentänzer Clement: "Im nächsten Jahr wird alles besser, Ihr werdet's schon noch sehen. Die Hartz-Reformen sind super-duper-extra-klasse-ober-toll! Die bringen Arbeitsplätze ohne Ende!"
   Und da wundert sich Hans-"ich-geb'-mehr-Kohle-aus-als-ich-habe!"-Eichel, das die Sozial-Kassen leer sind und (ausgerechnet bei IHM!) betteln müssen ...

Einige Mitglieder der Berliner Puppenkiste sollten langsam mal aufwachen. Aber dafür ist es wohl eh' schon zu spät. Und da sie das vermutlich ohnehin wissen, ist die Devise wie gehabt "Augen zu und durch, UNS geht's ja schließlich mit jedem Tag besser!"

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Rubrik: Milliardengewinne bei Siemens

Bahn straft Siemens für mangelhafte Züge ab

ZITAT:
UNBEZAHLTE RECHNUNG
Beim Siemens-Konzern kommt der krisengeplagte Konzernbereich Verkehrstechnik nicht zur Ruhe. Angesichts häufiger Probleme beim ICE will der Großkunde Deutsche Bahn künftig nur noch zahlen, wenn die Hightech-Züge einwandfrei funktionieren.

München - Die Deutsche Bahn will laut einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" nach früheren, schlechten Erfahrungen die Rechnung für 28 ICE im Wert von 420 Millionen Euro später begleichen.
   ZITAT ENDE.

Wenn ich dergleichen lese, stellt sich mir immer wieder eine Frage: "Wie sähe deren Gewinnspanne wohl aus, wenn sie nicht soviel Murks verzapften?" Der alte Spruch: "Wollen Sie Siemens, oder soll es was Vernünftiges sein?" ist seit langem mehr als nur ein "running gag". Ich habe als Techniker, unter anderem auch mit militärischem Gerät, reichlich unangenehme Erfahrungen in dieser Richtung sammeln können: Unausgegorener, wenig Nutzer- und noch weniger wartungs- bzw reparaturfreundlicher Aufbau sind bei den Produkten dieses Unternehmens eher die Regel als die Ausnahme.
   Selbst die bei größeren Problemen dann vor Ort eingesetzten Reparaturtechniker direkt aus der Siemens-Entwicklungsabteilung hörte man vornehmlich fluchen, vor allem, weil sie "vergessen" hatten, vorsichtshalber gleich ein komlettes Ersatzgerät mitzubringen, denn die Fehler waren oftmals trotz meterlanger Dokumentation nicht immer leicht zu lokalisieren, sodaß eigentlich nur noch ein kompletter Austausch das Problem zu beheben imstande war (zuweilen aber auch eben nicht, da sogar das Ersatzteil nicht immer funktionierte!)...

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Rubrik: Der Obersülzkopf sülzt immer weiter ...

Clement redet Tacheles!

02.12.2004: In den abendlichen Nachrichten tritt der Arbeitslosenverarschungsminister vor die Kameras und faselt wie gehabt, daß im nächsten Jahr die Wende im "angespannten" Arbeitsmarkt kommt. Im dann folgenden Satz wirft er dem Verwaltungsratschef der Bundesagentur "für Arbeit", Peter Clever, vor, in Bezug auf das Versagen der beamteten Oberluschen in diesem Saftladen zu "schwadronieren".

Frage: Wie kommt der Vater aller Laberköpfe eigentlich dazu, eine derartige Aussage zu treffen? Zum Einen hat Clever Recht, indem er endlich mal laut ausspricht, was von der Berliner Puppenkiste fortwährend euphemisiert oder schlicht und ergreifend verleugnet wird, zum Anderen ist ja wohl ausgerechnet Clement selbst schon seit Jahren DAS Musterbeispiel für Aussagen, die im Gegensatz zu den Äußerungen eines Peter Clever über die seit Jahrzehnten ineffektiv vor sich hin dümpelnde Nürnberger Beamtentagesstätte jeder Grundlage entbehren: "Im nächsten Jahr wird sich die Wirtschaft signifikant erholen!"
   Genau diesen Blödsinn schwadroniert er in schöner Regelmäßigkeit seit seinem Amtsantritt, und was bisher tatsächlich passiert, ist hinlänglich bekannt. Daher kann man denn auch problemlos die oben zitierte erste Aussage in bekannter Manier bereits jetzt ergänzen: "Im nächsten Jahr wird die Wende im angespannten Arbeitsmarkt kommen: er ist dann völlig im Arsch!"
   (Zu Ihrer Information, Herr Clement: "Das ist er jetzt schon!")

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Rubrik: Probleme mit der Wahrheit

"Clever soll aufhören rumzunölen"

ZITAT:
Dem Verwaltungsratschef der Bundesagentur für Arbeit, Peter Clever, bläst der Wind immer stärker ins Gesicht. Nachdem SPD-Chef Franz Müntefering seinen Rücktritt gefordert hatte, wird nun auch Unmut innerhalb der Behörde laut. Auch Wirtschaftsminister Wolfgang Clement legt Clever inzwischen einen Rücktritt nahe. Und wann tritt ER endlich zurück?!
   ...
Als BA-Mitarbeiter könne man schon Frust aufbauen, wenn man morgens um halb fünf aber sicher: "halb fünf!", und überhaupt: Ihr Transusen seid nicht die Einzigen, die Frust aufbauen! in die Agentur fahre, um Stapel von Anträgen auf Arbeitslosengeld II zu bearbeiten, "und schon auf dem Weg dorthin hört, dass wir alle nichts taugen". Wenn er aber doch Recht hat?
   ZITAT ENDE.

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mehr zu der ganzen Lachnummer ...

Selbst wenn die "halb-fünf"-Bemerkung oben bei ein paar ausgesuchten Drehstuhlrangern der AA tatsächlich zutreffen sollte, so wäre ja eigentlich nach Jahrzehnten, in denen Generationen dieser arroganten Sesselfurzer nichts Anderes getan haben, als sich den Arsch plattzusitzen, wohl auch mindestens das zu verlangen? Es steht allerdings zu befürchten, daß diese Spezialisten denn auch Punkt 11:30 Uhr den Bleistift fallen lassen, um ihre 38-Stunden-Woche nicht zu strapazieren und rechtzeitig zu Muttern an den gedeckten Mittagstisch zu kommen!

   Fazit: Was bilden diese Trantüten und Versager in der AA sich eigentlich ein? Nach getürkten Vermittlungszahlen, in den Orkus versenkten Millionen für mit Allgemeinplätzen gefüllte, sinnlose Beraterverträge zur Image-Erzeugung und der anhaltenden Unfähigkeit, selbst die angeblich noch offenen Stellen aus ihrem riesigen Vorrat an Sozialschmarotzern zu besetzen, sollte man glauben, sie übten sich langsam mal ein wenig in Bescheidenheit?
   Mitnichten: "Wie bitte? Was?! Dieser Verräter kriegt jetzt aber mal richtig was auf die Fresse!! Wie kann der einfach ausplaudern, was für dicknäsige, selbstgerechte, unbelehrbare Dumpfbacken wir doch tatsächlich sind?!"

   Der wahre Grund für die Rausschmissforderung der EssPeeDeeh-Hellseher-Elite könnte allerdings auch in etwas wirklich Wichtigem begraben liegen: Er gehört, oh Schreck!, nicht der regierenden Fraktion der Berliner Puppenkiste, sondern der Opposition an ...

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Rubrik: Mit 7-Meilen-Stiefeln zu HARTZ-IV

Zahl der Arbeitslosen um 50.800 gestiegen

ZITAT:
Die Lage auf dem Jobmarkt bleibt angespannt. Die Zahl der Arbeitslosen stieg im vergangenen Monat einmal mehr an. Der zaghafte Aufschwung reicht nicht aus, um echte Impulse zu liefern.
   ZITAT ENDE.

Und was macht Clement: Er "gibt sich unbesorgt", Klartext: er feixt sich eins. "Business as usual" also in der Berliner Puppenkiste. Und solange sein Auskommen und seine Feiern mit der Unternehmerelite auf Steuerzahlerkosten gesichert sind, muß er sich ja auch nicht wirklich Gedanken um diejenigen machen, die (noch) für sein kümmerliches Auskommen aufkommen.

die Zahlen ...

Und hier unsere (ewig gleichen ...) Fragen an die Regentänzer in Berlin: "Wo bleibt denn nun der seit Jahren beschworene Aufschwung?" - "Wann seht Ihr endlich ein, das Selbstbereicherung und weiteres Öffnen der sozialen Schere die Probleme nicht beseitigen?" - "Und: wie lange, glaubt Ihr, könnt Ihr noch den Deckel auf diesem Pulverfaß halten?"

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Rubrik: Auf zu neuen Arbeitslosenzahlenrekorden

Die Deutsche Bank steigert ihren (Eigen-)Ertragswinkel!

02.12.2004: Obwohl Jupp Ackermann seit seinem Dienstantritt in 2002 bis dato bereits knapp 20.000 Geldzähler zur AfA geschickt hat, ist er offenbar weiterhin unzufrieden: um die noch immer zu zahlenden Gehälter in sein eigenes Portemonaie umzuleiten, setzt er für die nächsten 2 Jahre noch einmal mindestens 2.000 Banker auf die Abschußliste.
   Diese rekrutieren sich nach Meldung seines schlechte-Nachrichten-Sprechers Fitschen vor allem aus den eigentlichen Ausputzern im sogenannten "Back-Office"-Bereich und den ebenfalls dort ansässigen IT-Spezialisten.

"Ab zum größten 'Arbeit'geber der Bananenrepublik Doitschlannt!"

   Gleichzeitig sollen die Leistungen für die Kunden verbessert werden, was auch nicht allzu schwierig sein sollte, denn die paar noch nicht zu Sal. Oppenheim in Köln abgewanderten Superreichen sind praktisch Selbstläufer. Zwar gibt man mit aufwendigen TV-Spots vor, an Kleinkunden interessiert zu sein, aber die bleiben mangels überschüssiger Peanuts wohl doch eher bei ihren Dorfsparkassen, um sich dort mit teils unverschämten Kontoführungsgebühren, bedingt durch den unzureichenden Kontostand, abzocken zu lassen.

"Mit dem Geld anderer Leute läßt sich das meiste Geld verdienen!"

   Und überhaupt: spätestens nach der Ära "Dr. Jürgen Schneider" ist das wohl auch kein Wunder. Auch bei der Peanuts-Bank wird der alte Grundsatz nicht gebrochen: "Wer hat, dem wird gegeben!". Denn auch die Deutsche Bank ist nicht wirklich an all den armen Schluckern unserer schönen Bananenrepublik interessiert, wie sie uns dummen Grunzern mit verlogenen und selbstverliebten Ertragswinkelsteigerungsfilmchen in der Zappelkiste weismachen will. Auch sie picken sich nur die Rosinen aus dem Teig.

"Kein Zutritt für Kleinverdiener und Arbeitslose!"

   Und es funktioniert, wie gehabt, ganz prächtig: Kaum ist der gute Jürgen Fitschen mit seiner "wir-müssen-uns-weiter-gesundschrumpfen" - Litanei fertig, schießt der Aktienwert innerhalb weniger Minuten um satte 1,1% nach oben: die Analysten "jubeln!".
   Und da das schon so prima funktioniert hat, kommt sogleich ein gewisser Kevin Parker, Chef einer gewissen Vermögensverwaltung (wie passend!) einer gewissen Bank, unter seinem Stein hervorgekrochen und faselt von weiteren mindestens 1.000 überflüssigen Geldstaplern in seinem Jagdrevier. Es ist doch immer wieder herzerwärmend, zu sehen, wenn ein Unternehmen effizient und gewinnbringend (und zudem ertragswinkelsteigernd auf Kosten seiner Angestellten!) geführt wird!

FAZIT: Und weiter gehts mit Riesenschritten auf den fünf-millionsten Arbeitslosen zu. Man fährt satte Eigenkapitalgewinne von 18%, kriegt aber den Hals trotzdem nicht voll: Obwohl selbst Ackermann mittlerweile zumindest ansatzweise begreifen sollte, wohin derartige Aktionen führen, fährt er lustig weiter mit Vollgas auf seiner Selbstbereicherungsautobahn.

"Ist der Ruf erst ruiniert, selbstbedient es sich ganz ungeniert!"

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Rubrik: unbequeme Wahrheiten ...

"Smart" fordert Clevers Rausschmiss!

ZITAT:
   SPD-Chef Franz Müntefering bereitet schon das Terrain, um die Verantwortung für Pannen beim Umbau der Bundesagentur für Arbeit auf mehrere Schultern zu verteilen. Als ersten Quertreiber hat er Verwaltungsratschef Peter Clever ausgemacht. Die Arbeitgeber forderte er auf, Clever von seinem Amt zurückzuziehen.
   ZITAT ENDE.

   Hier ein paar der puppenkistentypischen Worthülsen in dem Artikel bei spiegel-online: "geschäftsschädigend, unsolidarisch, Boykott" - Das neue Lieblingswort unseres allseits geliebten Bundeskaspers fehlt allerdings überraschenderweise: "unpatriotisch!".
   Hat sich diese markige Vokabel etwa noch nicht in der ganzen EssPeeDeeh verbreiten können? Vieleicht sollten die Damen und Herren öfter mal miteinander reden anstatt übereinander oder aneinander-vorbei? Oder eine zentrale (Latrinen-)Parolendatenbank mit online-Zugriff einrichten? Da wären dann ja u.U., sozusagen als Abfallprodukt, vieleicht sogar noch ein paar neue Arbeitsplätze für ein paar überalterte und deshalb arbeitslose IT-Spezialisten drin? (Eine datenbankgestützte Volltextsuche wäre echt cool und könnte den Mitgliedern der Berliner Puppenkiste für ihre derzeit meist nur noch peinlichen Dummschwätz-Auftritte vor der Journaille unbezahlbare Dienste in Sachen Authentizität und Abwechslung in der Wortwahl leisten!)

die gesammelten Müntefering'schen Ergüsse ...

FAZIT: Es wahr wohl nicht wirklich sehr smart von Herrn Clever, derart laut das eine oder andere, im Übrigen hinlänglich bekannte, Problem in Sachen Agentur für "Arbeit" anzusprechen. Eine Krähe sollte der Anderen nun mal nicht die Augen aushacken.
   Und deshalb nun alle im Chor: "Strafe muß sein!"

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Rubrik: zu dumm zum-zum ...

ARBEITSLOSENGELD II kommt! (mit Riesenschritten ...)

ZITAT:
Anträge voller Fehler frustrieren Kommunen
   "Kurz vor dem Start des Arbeitslosengeldes II arbeiten die Städte und Gemeinden mit Hochdruck an der Umsetzung der Reform. Noch immer haben viele Berechtigte gar keinen Antrag eingereicht - und viele der Anträge, die vorliegen, stecken voller Fehler." Haben die den guten Clement etwa nicht befragen können, weil sein Telefon schon ständig von all den anderen doofen Antragstellern überlastet ist?
...
   "Landsberg widersprach der Erwartung von Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD), im kommenden Jahr würden 600.000 Ein-Euro-Jobs für Langzeitarbeitslose geschaffen. Er halte eine Zahl von über 100.000 für realistisch, da die Zusatzjobs den ersten Arbeitsmarkt nicht beeinflussen dürften. Nur, daß wir das richtig verstehen: Unterstellt hier etwa ein Mitglied der Elite einem anderen Mitglied der Elite unwahre Aussagen, sprich: Phantasterei?

BA-Verwaltungsratschef: Vermittlung klappt nicht
   Das eigentliche Ziel der Reform, nämlich mehr Stellen zu schaffen, hängt nach den Worten des Hauptgeschäftsführers von den kommunalen Investitionen ab. Deshalb müssten die versprochenen 2,5 Milliarden Euro aus den Mitteln des Bundes zur Entlastung der Kommunen "tatsächlich bei den Kommunen ankommen". Ob sie allerdings ausreichten, sei noch unklar. Das ist m.E. ohnehin nicht relevant, denn das Thema "Verwendung zweckgebundener Mittel" ist seit geraumer Zeit nicht ohne Grund reichlich umstritten ... "Ich gehe davon aus, dass der Bund im Rahmen der Revisionsklausel möglicherweise zusätzliche Leistungen erbringen muss, damit es tatsächlich zu einer Entlastung kommt", wird Landsberg zitiert.
   Der Vorsitzende des Verwaltungsrats der Bundesagentur für Arbeit, Peter Clever, übte scharfe Kritik am derzeit laufenden Umbau der Behörde. Die Bundesagentur sei bei Qualität und Quantität der Vermittlung kaum weiter als vor zwei, drei Jahren, als der Skandal mit den geschönten Vermittlungsstatistiken aufflog, sagte der Arbeitgebervertreter ebenfalls der "Berliner Zeitung". Und sie wird auch nicht signifikant weiter kommen, solange arrogante "Kundenberater" die Menschen, welche ja vorher für IHR Gehalt gearbeitet haben und das auch wieder tun sollen, wie dumme Faulpelze und rechtlose Bettler abkanzeln!
   Die Bundesagentur hatte am Dienstag eingeräumt, dass die Vermittlungszahlen in diesem Jahr zum zweiten Mal in Folge drastisch gesunken seien. Die Zahl der Vermittlungen brach demnach gegenüber dem Vorjahr um ein Viertel, auf knapp 435.000 ein." DAS ist ja mal wieder eine echte Sensation, nicht wahr?
   ZITAT ENDE.

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FAZIT: Trotz aller Euphemismen von Clement und Co. hat sich absolut nichts an der Sozialschmarotzerfront getan. Wie überaus beruhigend.
   Noch Fragen? Keine? Trotzdem: "Danke für das Gespräch."

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Rubrik: Latrinenparolen ohne Ende ...

01.12.2004:
Siemens AG: 34 Mrd € Überschuß kosten 35.000 Arbeitsplätze. Niedrigere Löhne schaffen höhere Gewinne.
SPD: Senkung des Spitzensteuersatzes für Großverdiener schafft Arbeitsplätze. Niedrigere Löhne schaffen Arbeitsplätze. Hartz IV schafft Arbeitsplätze. Abkehr von Mindestlöhnen schafft Arbeitsplätze. Längere Lebensarbeitszeit schafft Arbeitsplätze. Weniger Urlaub schafft Arbeitsplätze. Mehr Arbeitsuchende schaffen Arbeitsplätze. Weniger Feiertage schaffen Arbeitsplätze. Mehr Arbeitsstunden pro Woche schaffen Arbeitsplätze. Weniger Umsatz (wegen hoher Arbeitslosigkeit) schafft Arbeitsplätze.
Hubertus Pellengahr: Weniger Umsatz in der Möbelbranche schafft mehr Gewinn und kostet 20.000 Arbeitsplätze.
Dr. Dieter Hundt: Rentenkürzungen schaffen Arbeitsplätze.
Gerhard Schröder: Mehr als 10.000.000 Deutsche in Armut schaffen Arbeitsplätze. Ein weiteres Öffnen der Schere zwischen Arm und Reich schafft Arbeitsplätze. Deutschland "schlecht reden" ist unpatriotisch (und kostet Arbeitsplätze). Hääh?!

   ... und was lernen wir aus alldem: Unsere Unternehmer-Elite sind zwar "unpatriotische" Abzocker, aber wenigstens ehrlich. Unsere Regierenden dagegen sind bestenfalls Traumtänzer. Manch einer wird sie auch einfach nur als selbstgefällige Lügenbolde bezeichnen.

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Rubrik: SOZIALVERSICHERUNG: Die Kassen werden immer leerer.

Die Zahl der Beitragszahler sinkt

ZITAT:
Die Arbeitsmarktforscher der Bundesagentur für Arbeit schlagen Alarm: Trotz der Hartz-Reformen drohen die Lohnnebenkosten aus dem Ruder zu laufen. Denn nach neuen Statistiken bezahlen immer weniger Beschäftigte Beiträge in die Sozialversicherung ein.
   ZITAT ENDE.

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Das sollte außer den realitätsfremden Hartz-Verfechtern auch niemanden wundern, denn sie sind die Einzigen, die vollkommen autark in einer selbst erschaffenen Wahnwelt leben, in der es sich wohl nie durchsetzen wird, daß diese sogenannten Reformen höchstwahrscheinlich DER Flop des 3. Jahrtausends werden (und daß, obwohl wir von diesem noch schlappe 996 Jahre vor uns haben!). Sie sehen es zwar kommen, aber ihr Mantra ist ganz offensichtlich "Augen zu und durch!". Und solange sich die eigenen Taschen dabei immer schön weiter füllen, ist das ja auch ein durchaus lohnenswertes Motto.
   Ach wie schön wäre es, wenn die dumme, Hartz-renitente Restbevölkerung auch diesen abgehobenen Geisteszustand (und Kontostand!) erreichen könnte.
   Aber vieleicht hilft uns ja eine Anleihe auf den (überdies sehr friedliebenden!) Buddhismus? Man könnte ja das allmächtige "Omm Mani Padme Hum" durch "Hartz-vier bringt uns Reichtum" ersetzen und gleichermaßen intonieren? In der aktuellen Lage wäre das sicherlich einen Versuch wert, denn bekanntermaßen versetzt ja (neben dem Dynamit!) auch der Glaube allein Berge ...

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